Carry Hauser

Wien 1895–1985 Rekawinkel/NÖ



Porträt-, Genre-, Historien- und Landschaftsmaler sowie Graphiker und Bühnenbildner. Geboren am 16. Februar 1895 in Wien, wo er 1976 genannt wird. Er absolvierte im Jahre 1911 einen einjährigen Lehrgang an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und besuchte in der Folge durch drei Jahre die Wiener Kunstgewerbeschule unter Anton Ritter von Kenner und Oskar Strnad. Während des Ersten Weltkrieges war er als Offizier an der Front. Nach dem Kriege war er zeitweise in Passau tätig. Eine erste Kollektivausstellung seiner Werke fand im Jahre 1918 im Museum in Troppau statt. Von 1939 bis 1947 befand er sich als politischer Emigrant in der Schweiz, danach kehrte er wieder nach Wien zurück. In der Graphik ist er gelegentlich George Grosz, in der Ölmalerei Otto Dix und Meidner verwandt. Ab den späten Zwanzigerjahren fand er einen Stil, in dem sich neu-sachliche und expressionistische Züge die Waage halten. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges ist mit dem Überwiegen monumentaler Aufgaben eine noch stärkere Betonung dekorativer Großflächigkeit festzustellen. Er war Mitbegründer der Wiener Künstlergruppe „Freie Bewegung“ und des deutschen Künstlerbundes „Der Fels“. Von 1925 bis 1938 Mitglied des Hagenbundes, im Jahre 1928 dessen Präsident. Werke seiner Hand besitzen die Albertina, die Österreichische Galerie und das Historische Museum der Stadt Wien. Er erhielt den Kunstpreis der Stadt Wien.

Heinrich Fuchs, Lexikon „Die österreichischen Maler“


Der Judaskuss

1923

Carry Hauser – Der Judaskuss

 


Maße:      41 x 32 cm
Technik:  Öl auf Karton