Franz Windhager
Wien 1879–1959 Wien
Windhager wird zunächst Schüler an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Christian Griepenkerl, ab 1900 Schüler in Karlsruhe bei Ludwig Schmid-Reutte. Ab 1904 studiert er wieder in Wien bei Christian Griepenkerl und Franz Rumpler. Anschließend unternimmt er mehrere Studienreisen. Er wird 1909 Mitglied des Wiener Künstlerhauses und erhält zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1913 und 1915 den Draschepreis, 1916 den Schützen-Jubiläumspreis der Schützengilde des Wiener Künstlerhauses und 1925 den I.C. Berendsen-Preis. Windhager ist bekannt für seine farbenfrohen Genrebilder. Er arbeitet auch unter dem Namen Franz Reichar(d)t bzw. Franz Reichardt-Windhager. (EOD)
Der Spaziergänger
1934

Maße: 58,4 x 78,5 cm
Technik: Öl auf Holz
Signatur: signiert und datiert rechts unten: F. WINDHAGER 1934
Das Bild zeigt die Rückseite einer Häuserzeile in der Vorstadt. Am linken Rand befinden sich drei- bis vierstöckige Wohnhäuser, die gleich neben älteren, aus einer viel früheren Zeit stammenden, niedrigen Häusern gebaut wurden. Die Häuser wirken ärmlich, die Fassaden schmucklos, nur ein paar blattlose kahle Bäume ragen aus dem kleinen Garten, der zu dem alten Haus in der Mitte des Bildes gehört, heraus. Hier wird nicht die schöne Seite einer Stadt gezeigt, sondern die triste, bescheidene, wie sie in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts in der Vorstadt von Wien üblich war. Am rechten Bildrand lässt sich ein beginnendes unbebautes Gebiet erahnen. Auf dem Weg, der im Vordergrund an den Gartenmauern vorbeiführt, wandert ein Spaziergänger mit Melone und Stock. Zügigen Schrittes nähert er sich den Häusern. Das Gemälde ist in Pastellfarben gehalten und sehr harmonisch komponiert. (EOD)
Blick über Wiener Dächer
1919

Maße: 19,1 x 28 cm
Technik: Öl auf Holz
Signatur: signiert und datiert unten Mitte: F. WINDHAGER 1919
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