Stradivari (1644–1737) wird allgemein als der berühmteste Geigenbauer aller Zeiten angesehen. Seine Lehre absolvierte er bei Nicolò Amati in Cremona. Von den sechs Kindern aus der Ehe mit Francesca Feraboschi erlernten zwei Söhne, Francesco (1671–1743) und Omobono (1679–1742), das Geigenbauerhandwerk und arbeiteten in der väterlichen Werkstatt. Nach dem Tod seiner Ehefrau 1698 heiratete Stradivari neuerlich; aus dieser Verbindung gingen weitere fünf Kinder hervor. Der Zeitraum zwischen 1700 und 1720 wird als die „Goldene Periode“ bezeichnet; sie bildete den Höhepunkt seines Könnens. Stradivari arbeitete bis zu seinem Lebensende in seiner Werkstatt in der Piazza San Domenico, heute Piazza Roma Nr. 1. Nach dem Tod von Nicolò Amati im Jahr 1684 war Antonio Stradivari der beste und gefragteste Geigenbauer im norditalienischen Raum. Er verstarb im Alter von 93 Jahren.
Seine Instrumente verbinden klangliche Qualität auf höchster Stufe mit großer handwerklicher Fertigkeit und unübertroffener ästhetischer Erscheinung. Stradivari besaß ein besonderes Verständnis der akustischen Möglichkeiten der unterschiedlichen Geigenmodelle und Holzqualitäten.
Dieses Wissen und sein feines musikalisches Gehör ermöglichten letztlich den Bau herausragender Instrumente.







