Geld

Was sind Devisen und Valuten?


Devisen und Valuten sind Fremdwährungen. Devisen sind von Inländern gehaltene ausländische Währungen in Form von Buchgeld, also Kontoguthaben oder Wertpapiere. Valuten sind Banknoten und Münzen in ausländischen Währungen, also Bargeld. Außerhalb der Länder, in denen der Euro verwendet wird, sind das z. B. US-Dollar, japanische Yen oder Schweizer Franken, aber auch das britische Pfund oder die tschechische Krone.

 

Es zählt zu den Aufgaben der nationalen Zentralbanken, einen Vorrat an Devisen (Devisenreserven) zu verwalten und zu veranlagen, damit der Zahlungsverkehr mit dem Ausland (z. B. Zahlungen für Importe, Rückzahlung und Verzinsung von im Ausland gehaltenen österreichischen Anleihen) reibungslos abgewickelt werden kann. Aber auch zur Abwehr von Währungskrisen (Krisen, die durch eine plötzliche starke Abwertung der heimischen Währung ausgelöst werden), von Spekulationen gegen die eigene Währung, zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen sowie zur Absicherung der finanziellen Unabhängigkeit einer Zentralbank sind Devisenreserven von großer Bedeutung.

 

Die offiziellen Währungsreserven (gemäß Währungsposition lt. Jahresabschluss 2008) der OeNB betrugen Ende 2008 rund 11,7 Mrd EUR. Die Goldreserven der OeNB belaufen sich auf rund 280 t (Ende 2008), der Marktwert betrug rund 5,6 Mrd EUR. Die Goldreserven der OeNB werden zum Teil in ihren eigenen Tresorräumen, aber auch an internationalen Goldhandelsplätzen – wie beispielsweise London oder Zürich – gehalten. Das bedeutet eine Erleichterung für die Abwicklung von Goldgeschäften, da die hohen Transport- und Versicherungskosten wegfallen. Fremdwährungsreserven und große Teile der Goldreserven werden vom Treasury der OeNB veranlagt und tragen damit – wie auch die manchmal in kleinen Mengen stattfindenden Goldverkäufe – zum Gewinn der Bank bei.

 

Die Veranlagung erfolgt in ein breit gestreutes Produktportfolio. Risikominimierung und gute Ertragsaussichten – also die Erreichung einer möglichst hohen Rendite – sind dabei wesentliche Faktoren.

 

Was ist der Wechselkurs?

Der Wechselkurs gibt an, in welchem Verhältnis die Währung eines Landes gegen die Währung eines anderen Landes getauscht werden kann. Bei flexiblen Wechselkursen ergeben sich die Änderungen durch Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt. Bei festen Wechselkursen, wenn eine Währung an eine (andere) Leitwährung gekoppelt ist, sind die nationalen Zentralbanken zuständig für die Aufrechterhaltung des bestehenden Austauschverhältnisses.

 

„Devisenreserven erleichtern die Abwicklung des internationalen Zahlungsverkehrs und werden für geldpolitische Maßnahmen eingesetzt.“

 

 

Zahlen, Daten, Fakten zu Euro und Cent

  • Euro-Symbol €: vom griechischen Buchstaben Epsilon abgeleitet

  • Euro-Design: Die Euro-Banknoten wurden vom österreichischen Grafiker Robert Kalina entworfen.

  • Euro-Stückelung: Es gibt sieben Euro-Banknoten zu 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 € sowie acht Münzen zu 1 und 2 € sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent.

  • 1.1.1999: Einführung des Euro als Buchgeld

  • 1.1.2002: Einführung des Euro als Bargeld, der Euro wird zum gesetzlichen Zahlungsmittel.

  • 1 Mrd Euro-Banknoten und 1,5 Mrd Münzen werden von der OeNB und ihren Tochtergesellschaften laufend verteilt und kontrolliert.

  • 3–4 x pro Jahr werden die in Umlauf befindlichen Banknoten im Durchschnitt durch Hightech-Maschinen auf Echtheit und Qualität hin überprüft.

  • Banknoten im Wert von 773 Mrd EUR und Münzen im Wert von 20,9 Mrd EUR waren mit Juli 2009 im Euroraum im Umlauf.