Geld sah nicht immer so aus wie heute. Die älteste Form des Geldes ist das Warengeld (stoffwertiges Geld), bei dem sich der Geldwert (gesetzlicher Wert eines Zahlungsmittels) aus dem Wert der Ware ableitete. Dies waren meist seltene und begehrte Güter wie Salz, Federn, Felle oder Vieh. Mit dem Aufkommen von Scheidemünzen (Münzen, die nach dem Gesetz einen höheren Wert haben als das Metall aus dem sie hergestellt werden) und Banknoten wurde der Geldwert unabhängig vom Warenwert. Mit der Verbreitung des Papiergeldes bildete sich auch das Buchgeld oder Giralgeld (Sichteinlagen, Spareinlagen oder Termineinlagen) heraus, über das mittels Überweisung bzw. Behebung verfügt werden kann.
„Heute wird zwischen zwei Formen von Geld unterschieden:
Bargeld und Buch- bzw. Giralgeld.“
Bargeld
Dazu zählen Banknoten und Münzen. Durch die Verwendung von Dezimalstellen ist Bargeld beliebig teilbar, und da es nur von der Zentralbank hergestellt werden darf, bleibt es knapp. Die Euro-Banknoten gelten in den 16 Ländern des Euroraums als gesetzliches Zahlungsmittel und müssen zum vollen Nennwert unbeschränkt angenommen werden. Auch die auf Euro und Cent lautenden Scheidemünzen sind seit 1. Jänner 2002 gesetzliches Zahlungsmittel. Zu den Scheidemünzen zählen neben den täglich verwendeten Euro- und Cent-Münzen auch Sondermünzen, also auf Euro und Cent lautende Gedenkmünzen, Sonderanfertigungen oder Goldmünzen (so genannte Bullionmünzen, wie etwa der „Wiener Philharmoniker“). Der Euro hat in der Bevölkerung Österreichs, aber auch im übrigen Euroraum, breite Akzeptanz gefunden und sich als stabile Währung bereits fest etabliert. Auch hat sich der Euro – neben dem US-Dollar – zur zweitwichtigsten Währung entwickelt. Ein Indikator dafür ist der Bargeldumlauf, der sich laufend erhöhte und die 800 Mrd EUR-Grenze bald erreichen dürfte.
