90 Heller – Notgeld der Gemeinde Kössen, 1920
| Wann: | 1. 1. 2011 bis 31. 12. 2011 |
| Wo: | Im Foyer der Oesterreichischen Nationalbank, Adamgasse 2, 6020 Innsbruck, (Eintritt frei) |
| Veranstalter: | Oesterreichische Nationalbank |
| Kontakt: | Mag. (FH) Armin Schneider Direktor und Leiter, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge Tel.: (+43-512) 908 100-6500 Fax: (+43-512) 908 100-6599
|
Die Geschichte der österreichischen Banknoten ist direkt mit jener der Oesterreichischen Nationalbank verbunden. Die ersten Banknoten, so genannte „Wiener Banco Zettel“, wurden 1762 unter Kaiserin Maria Theresia von der Wiener Stadt Bank ausgegeben, diese hatten aber – trotz anfänglich hoher Akzeptanz in der Bevölkerung – eher regionale Bedeutung. Aufgrund starker Geldentwertung (der Geldumlauf stieg rasch durch die hohen Kriegskosten, der Kriegsgegner Napoleon ließ zudem die Banco Zettel in großem Umfang fälschen) verlor die Bevölkerung rasch das Vertrauen in das für sie relativ neue Papiergeld.
Nach dem „Staatsbankrott“ wurde 1816 die „Privilegierte Oesterreichische Nationalbank“ gegründet, welche ab diesem Zeitpunkt das „Notenprivileg“ (das alleinige Recht zur Banknotenausgabe) hatte, auch wenn dieses in der Realität im 19. Jahrhundert mehrmals durch die Ausgabe von Staatsbanknoten durchbrochen wurde.
Die ständige Ausstellung im Foyer des Nationalbankgebäudes in Innsbruck zeigt mit Originalschaustücken einen Querschnitt der österreichischen Banknotengeschichte über fast 200 Jahre: vom Gulden über Kronen bis zum Schilling. Ergänzend werden Notgeld-Scheine aus Tiroler Gemeinden gezeigt. Diese Scheine wurden in den Jahren 1918–1920 von den jeweiligen Gemeinden aufgrund des Münzmangels als Kleingeldersatz ausgegeben, um so den täglichen Geschäftsverkehr aufrecht zu erhalten.