E-Commerce und M-Commerce

E-Commerce und M-Commerce stehen für den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen über elektronische Handelsplattformen bzw. mit Hilfe von elektronischen Zahlungsinstrumenten.


E-Commerce

E-Commerce und M-Commerce

 

Der Begriff E-Commerce wird in Österreich im Bundesgesetz für den elektronischen Geschäfts- und Rechtsverkehrs (E-Commerce-Gesetz – ECG) genau definiert.

Unter E-Commerce versteht man ein in der Regel gegen Entgelt elektronisch im Fernabsatz auf individuellen Abruf des Empfängers bereitgestellter Dienst (§ 1 Abs. 1 Z 2 Notifikationsgesetz 1999), insbesondere der Online-Vertrieb von Waren und Dienstleistungen, Online-Informationsangebote, die Online-Werbung, elektronische Suchmaschinen und Datenabfragemöglichkeiten sowie Dienste, die Informationen über ein elektronisches Netz übermitteln, die den Zugang zu einem solchen vermitteln oder die Informationen eines Nutzers speichern; Aufgrund der technischen Entwicklung und Fortschritts werden immer mehr Einkäufe (Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen) über elektronische Handelsplattformen bzw. mit Hilfe von elektronischen Zahlungsinstrumenten abgewickelt.

 

Der technische Fortschritt in der Entwicklung von elektronischen Zahlungsinstrumenten bzw. der Technik dahinter lässt sich sehr gut an dem Beispiel von Near Field Communication Diensten (NFC), darstellen, welche aktuell jedoch nur in beschränktem Ausmaß kommerziell genutzt werden.

Heutzutage dienen aufgrund spezieller Technik Mobiltelefone als Zahlungsmittel und bieten die Möglichkeit, sowohl im Internet als auch in der „realen Welt“ am Point-of-Sale zu bezahlen.

Near Field Communication (NFC) ist ein Übertragungsstandard zur kontaktlosen Kommunikation zwischen elektronischen Geräten über kurze Strecken (4cm).

Dieser Standard kann beispielsweise für bargeldlose Zahlungen oder auch für Zugangskontrollen verwendet werden. Zu diesem Zweck müssen die Geräte wie z. B. Handy oder auch Karte mit einem NFC-fähigen Chip ausgestattet sein, um mit einen ebenfalls NCF-fähigen Terminal kommunizieren zu können.



M-Commerce

M-Payment

 

Durch die Near Field Communication ist es beispielsweise möglich mit dem Mobiltelefon bei Fahrkartenautomaten für öffentliche Verkehrsmittel bzw. Erfrischungs- und Snackautomaten kontaktlos zu bezahlen.  

 

Gemäß dem RTR Telekom Monitor 4/2010 liegt die Mobilfunkpenetration (Anzahl der aktivierten SIM-Karten dividiert durch die Bevölkerungszahl) in Österreich bei 145 %. Statistisch gesehen besitzt somit jeder Österreicher zumindest ein Mobiltelefon.

 

In der Zahlungsmittelumfrage der OeNB aus dem 1. Quartal 2009 gaben nur 7 % der Öster­rei­cher­ an zumindest gelegentlich mit dem Mobiltelefon Parkscheine, Kinokarten, Maut oder ähnliches zu bezahlen. Bei jüngeren und mittleren Jahrgängen fallen die User-Quoten etwas höher aus (9 % – 12 %).

 

Das bekannteste Beispiel in Österreich für das Bezahlen mit dem Handy ist das paybox Verfahren, welches zu den Pay-Later Zahlungsinstrument zählt.

Sowohl die Volumina des elektronischen Handels von Waren und Dienstleistungen als auch die Anzahl der unterschiedlichsten elektronischen Zahlungsmittel sind einer kontinuierlichen Steigerung unterworfen.

 



Internetnutzung in Österreich

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Im 1. Quartal 2009 hatten knapp zwei Drittel der Österreicher in ihrem Haushalt einen Internet-Anschluss. Bei den unter 45 Jährigen traf dies auf 80 % zu. In der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen verfügten immerhin 71 % der Haushalte über einen Internet-Anschluss und bei den über 60-Jährigen gaben dies 30 % der befragten Personen an.

Der Anteil der aktiven Internet-User belief sich auf 60 % im 1. Quartal 2009. Weitere 3% der befragten Personen nutzen diese Technologie mit Hilfe dritter Personen. 

 



Die häufigsten Zahlungsarten bei Bestellungen über das Internet

Laut der OeNB Zahlungsmittelumfrage aus dem 1. Quartal 2009 haben 38% Prozent der österreichischen Bevölkerung schon einmal im Internet Waren oder Dienstleistungen bestellt. Auf Basis der Internetnutzer beläuft sich diese Bestellerquote auf 60 %.

Rund ein Drittel der Befragten gab an, im Internet sowohl mit Kreditkarte als auch per Zahlschein und/oder per Nachnahme zu bezahlen.

 



Die unterschiedlichen Zahlungsinstrumente im Überblick

Im E- bzw. M-Commerce lässt sich die Vielzahl an unterschiedlichen Zahlungsinstrumenten anhand des Zahlungszeitpunkts in 3 Kategorien einteilen.

Es gibt Pre-Paid Zahlungsinstrumente, bei denen die Zahlung vor dem Erwerb von Waren und Dienstleistungen erfolgt, Pay-Now Zahlungsinstrumente, bei denen die Zahlung gleichzeitig mit dem Erwerb stattfindet, sowie Pay-Later Zahlungsinstrumente, welche für den Kauf von Waren und Dienstleistungen vor der dazu korrespondierenden Zahlung stehen.

 





 



Kategorisierung von Zahlungsinstrumenten

Weitere Information finden Sie unter:

Links:

OeNB Zahlungsmittelumfragen

 

Stix H., Wagner K. 2006 „Wie zahlen die Österreicher im Internet?" Geldpolitik und Wirtschaft 3/2006

 

Literatur:

Lammer, T. 2006. Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment. Heidelberg. Physica Verlag

 

Lammer, T. 2004. Mobile Payment Systems. Grundlagen-Praxisbeispiele-Erfolgsstrategien. Innsbruck-Wien-Bozen. StudienVerlag