Karten und Kartenzahlungen


Debitkarten

POS-Kasse

 

Eine Debitkarte (Bankomatkarte, Bankkarte, Sparkassenkarte) ist eine Karte, die zur bargeldlosen Bezahlung oder zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten eingesetzt werden kann. Im Unterschied zu Kreditkarten wird nach dem Kauf bzw. nach der Behebung das Konto des Karteninhabers sofort belastet (debitiert).

In Österreich sind zur Zeit insgesamt 7,7 Millionen Maestro Debitkarten in Umlauf. Die Anzahl derBargeldbehebungenist auch im Jahr 2009 weiter angestiegen. Auchwertmäßigist einZuwachs von 4,3%bei Bargeldtransaktionen zu verzeichnen. Ebenso steigt Anzahl und Wert der Zahlungen an Bankomatkassen. 



Die „elektronische Geldbörse“ – „Quick“ (Electronic Purse)

Quick

 

„Quick“ ist die österreichische elektronische Geldbörse in Form eines Chips, der sich auf Debitkarten (Maestro-Karte) oder kontounabhängigen „Quick“-Wertkarten befindet. Jede „Quick“-Karte ist wieder aufladbar und kann an einem Bankomaten bzw. Ladeterminal (gegen Behebung vom Konto) oder in einem Kreditinstitut (gegen Bargeld) mit bis zu 400 EUR aufgeladen werden.

2009 standen rund 101.000 Zahlungsstationen und 6.000 Ladestationen zur Verfügung. Die Zahl der im Jahr 2009 abgewickelten Zahlungstransaktionen belief sich auf 25,7Mio Stück. Der Wert der Quickzahlungen betrug 130,7Mio EUR. Je Quick-Transaktion wurden im Jahr 2009 durchschnittlich 5,09EUR umgesetzt.



Kreditkarten

E-Money

 

Bei einer Kreditkarte erhält der Karteninhaber in gewissen Zeitabständen (vornehmlich monatlich) eine Abrechnung über sämtliche in diesem Zeitraum erworbenen Waren und Dienstleistungen. Diese kann sofort bzw. innerhalb einer Frist beglichen (Chargekarte) oder in Raten (Revolving Card1)) abgezahlt werden. Der Kunde erhält also für den Zeitraum zwischen Bezahlung einer Ware und der Fälligkeit der Rechnung einen Kredit mit sehr kurzer Laufzeit.

In Österreich waren Ende 20092,52 Mio Kreditkartenprodukte(VISA, MasterCard, Diners und American Express)im Umlauf. Dies bedeutet einen Zuwachs von rund 65.000 Karten(+2,9%)gegenüber Ende 2008. MasterCard und VISA Kreditkarten sind die dominierenden Produkte. 2009 wurden 76 Millionen Zahlungen mit österreichischen Kreditkarten durchgeführt. Das bedeutet eine Steigerung von +12,9% gegenüber dem Jahr 2008.



Besitz von Zahlungskarten in Österreich

Die Verbreitung von Zahlungskarten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im 3. Quartal 2009 gaben 83%der Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahren an über eine Zahlungskarte zu verfügen. Dabei handelt es sich in so gut wie allen Fällen um eine Karte mit Debitkartenfunktion. 26% haben eine Kreditkarte, 24% verfügen ihres Wissens nach über die elektronische Geldbörse „Quick“2); weitere 14% nannten eine Handelskundenkarte mit Zahlungsfunktion ihr Eigen.



Nutzungsgewohnheiten der Zahlungskartenbesitzer

In Österreich herrscht nach wie vor eine ausgeprägte Barzahlungskultur, unbare Zahlungen gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. Bemerkenswert ist, dass in Österreich die Bankkarte mit Zahlungsfunktion (Debitkarte) am stärksten genutzt wird und die Kartenzahlungen insbesondere an Point of Sale (POS)-Kassen in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben. Diese Entwicklung basiert vor allem auf dem damit verbundenen Komfort für die Kunden, dem höheren Sicherheitsbedürfnis und natürlich der zunehmenden Gewöhnung an diese bequeme Zahlungsart. Die Kreditkartennutzung ist deutlich geringer und wird vor allem bei höhervolumigen Geschäften eingesetzt.

Im 3. Quartal 2009 zahlten 63% der Debitkarteninhaberzumindest einmal in der Woche mit ihrer Karte. Rund ein Viertel bezahlt damit zumindest gelegentlich.

Sehr viel seltener kommt die Kreditkarte zum Einsatz: Rund ein Fünftel der Karteninhabernutzten im 3. Quartal 2009 diese mindestens 1x pro Woche; vier von zehn Usern kaufen damit zumindest einmal im Monat ein.

Mit der elektronischen Geldbörse Quick zahlen derzeit drei von zehn Kartenbesitzern zumindest einmal wöchentlich; ein Drittel der Personen, die wissentlich über diese Funktion verfügen, haben diese min. 1x pro Monat genutzt.

1) Die Revolving Card wird vornehmlich von Kreditinstituten im anglo-amerikanischen Raum angeboten.

2) Bei der Quick-Funktion zeigt sich am deutlichsten der Unterschied zwischen der Verbreitung aufgrund der Anzahl der ausgegebenen Karten und der (subjektiven) Verbreitung laut Umfragedaten. Die Quick-Bezahlfunktion ist nahezu auf allen Karten mit Bankomatfunktion appliziert, sie sollte daher ähnlich verbreitet sein wie die Bankomatkarte. Tatsächlich ist die Verfügbarkeit der Quick-Funktion jedoch nur einem vergleichsweise kleinen Anteil der Bevölkerung bekannt.