Terminus [ Verrufung ] |
Verrufung
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Deutsch
Definition 1
Ungültigkeitserklärung von Münzen. In der Vergangenheit oft zu dem Zweck, neue, geringerwertige Münzen herauszugeben – zum Vorteil des Münzherrn.
http://junior.austrian-mint.at/ (6.9.2002)
Münzverrufung
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Deutsch
Definition 1
Das Einziehen der im Umlauf befindlichen Münzen und das Ersetzen durch neue Münzen war im Mittelalter ein gebräuchliches Instrument der Münzpolitik. Ursprünglich diente die Münzverrufung (lat. renovatio monetae) dazu, die karolingischen Pfennigmünzen im Frankenreich reichsweit durchzusetzen, denn in der Regel galten die Münzen nur auf den Märkten in der Nähe des Prägeorts als vollwertig, sieht man einmal von Handelsmünzen ab. Die Verrufung bewirkte auch die Ersetzung alter und durch den Umlauf abgegriffener oder beschädigter Pfennige und konnte damit der Beibehaltung oder Verbesserung des Münzfußes dienen. Die Zerbrechlichkeit der mittelalterlichen Brakteaten und Dünnpfennige erforderte ohnehin eine regelmäßige Erneuerung der Münzen. Ebenso mag man den Verrufungen als einer Maßnahme gegen die Beschneidung und das Aussaigern (Aussortieren der im Gewicht schwereren Münzen) der Münzen einen gemeinnützigen Aspekt einräumen. Aber nachdem viele Münzstände mit der Erlangung des Münzrechts auch den Münzfuß selbst bestimmen konnten, änderte sich allmählich die Funktion der Münzverrufung. Im Spätmittelalter fungierten die nun manchmal mehrmals in einem Jahr angeordneten Münzerneuerungen als indirekte Besteuerung. Wenn die Pfennige eingezogen wurden, konnte die Bevölkerung damit rechnen, dass sie entweder weniger gleichwertige oder im Feingehalt verschlechterte Münzen zurückerhielten (oder eine Kombination aus beiden). Aber nicht nur in der einfachen Bevölkerung regte sich der Unmut über die Münzverrufungen: Die Kaufleute forderten statt den ständigen Münzerneuerungen eine sog. feste Münze, die bei ihren auswärtigen Handelspartnern Vertrauen erwecken konnte. In der Praxis verzichteten die Münzherren auf Münzverrufungen meist nur, wenn sie als Ersatz Herd- oder Verbrauchssteuer (lat. Monetagium) erheben konnten. Unter den Geldtheoretikern waren Oresmius (in Frankreich) und Kopernikus bedeutende Verfechter einer festen Münze. Außerdem deuten die Schatzfunde darauf hin, dass nicht alle verrufenen Münzen auch bei den zuständigen Münzstätten freiwillig abgegeben wurden. Möglicherweise spekulierten vor allem Wechsler und weitgereiste Kaufleute mit dem Edelmetall der verrufenen Münzen, wenn sie diese mit Gewinn in anderen Staaten verkaufen konnten.
http://www.reppa.de/info/lexi/htm/m/Munzverru.htm 04.09.02
Kontext 1
Die so genannte "Münzverrufung" oder "renovatio monetae" diente der Steigerung des Münzertrags, der sich mit der Zunahme des Geldumlaufs zu einer lohnenden Einnahmequelle entwickelt hatte. Die umlaufenden Münzen wurden für ungültig erklärt und - unter Beibehaltung des Nennwerts - durch neue mit vermindertem Schrot (Rau- und Gesamtgewicht einer Münze) und Korn (Gewicht des in der Münze enthaltenen Edelmetalls) ersetzt. Auf diese Weise lukrierte der Münzherr, neben dem Schlagschatz für die Produktion der Münze, eine Art indirekter Steuer.
http://www.reppa.de/info/lexi/htm/m/Munzverru.htm 04.09.02
Münzerneuerung
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Deutsch
Definition 1
mit der Münzverrufung verbundene Ausgabe neuer, im Motiv veränderter Münzen im Mittelalter während der Periode des regionalen Pfennigs. Da sich die neuen Münzen deutlich von den verrufenen unterscheiden mussten, resultiert nicht zuletzt daraus der Variantenreichtum mittelalterlicher Denare und Brakteaten.
http://www.ph-freiburg.de/sozial/geschichte/projektmat/Numismatik/Glossar/m.htm#oben 04.09.02
Kontext 1
Herzog Rudolf IV. (1358-1365) hatte mit dem Verzicht auf die Münzerneuerung versucht einen "ewigen" Pfennig zu schaffen. Eine Wertsicherung sollte auch die gleichzeitig verfügte Bindung des Münzfußes der neuen Pfennige an den Marktpreis des Silbers bewirken.
http://www.ph-freiburg.de/sozial/geschichte/projektmat/Numismatik/Glossar/m.htm#oben 04.09.02
renovatio monetae
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Deutsch
recall
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Englisch
Definition 1
Declaration of a coin´s invalidity. In the past, often used as an excuse to issue new coins of lower value (debased coinage) - to the advantage of the Master of the Mint.
http://junior.austrian-mint.at/ (6.9.2002)
renovatio monetae
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Englisch
Kontext 1
The manipulation of coinage, for example, remained a source of revenue through the end of Henry I's reign, though it was exercised with diminishing efficiency or success. The last effort to impose the renovatio monetae was as late as 1158.
http://courses.washington.edu/hstam460/sample.html 04.09.02
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