EZB-Monetärstatistik: Neue Meldevorschriften ab Berichtstermin 30. Juni 2004

25.06.2003

Ab dem Berichtstermin 30. Juni 2004 treten neuen Meldevorschriften fuer die EZB-Monetärstatistik in Kraft, die folgende Erweiterungen und Änderungen umfassen:

Neue Datenanforderungen durch EU-Erweiterung (siehe Schaubild) Volkswirtschaftliche Sektoren:

  • Die freien Berufe und selbständig Erwerbstätigen sind nicht mehr dem Sektor nicht-finanzielle Unternehmen, sondern dem Sektor private Haushalte zuzuordnen
  • Überarbeitung der Definitionen fuer die Sektoren nicht-finanzielle Unternehmen, private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck

Kompensationsregeln analog zum Monatsausweis Ausleihungen:

  • Klarstellung, dass Konsortialkredite wie im Monatsausweis zu melden sind
  • Bauspargeschäft: Spezifizierung der Ausweisungsvorschriften fuer Zwischenfinanzierungen
  • Spezifikation der Ausweisungsvorschriften fuer Kontokorrentkredite
  • Ausleihungen nach Verwendungszweck auch fuer freie Berufe und selbsäendig Erwerbstätige

Wertpapiere im Bestand:

  • Klarstellung, dass Wertpapiere im Portfolio nach dem "Emittentenland-Prinzip" auszuweisen sind.

Einlagen:

  • Klarstellung, dass unter Pensionsgeschäften (=Kostgeschäfte = Repos) "echte" Pensionsgeschäfte mit Wertpapieren zu verstehen sind.

Begebene Wertpapiere:

  • Anpassung der Bewertungsregeln fuer begebene Wertpapiere ohne Kupon
    (z.B. Zerobonds, Prämienanleihen) an die Emissionsstatistik
  • Zinsabgrenzungen fuer begebene Wertpapiere ohne Kupon
    (z.B. Zerobonds, Prämienanleihen) sind nicht unter "Alle anderen Passiva" zu melden, sondern zusammen mit dem aushaftenden Betrag in der Position "Begebene Wertpapiere".
  • Klarstellung des "Emissionsland-Prinzips"

Die fuer die Umsetzung notwendigen Informationen (Schaubild, Ausweisungsrichtlinien und Prüfregelverzeichnis) finden Sie auf der Homepage der Oesterreichischen Nationalbank in der Rubrik "Monetärstatistik/EZB-Monetärstatistik".