EZB-Monetärstatistik: Neue Meldevorschriften ab Berichtstermin 30. Juni 2005 auf Grund der Integration von Zahlungsbilanz und BIZ-Anforderungen

06.04.2004

Ab dem Berichtstermin 30. Juni 2005 treten auf Grund der Integration von Zahlungsbilanz- und BIZ-Anforderungen neue Meldevorschriften für die EZB-Monetärstatistik in Kraft, die folgende Erweiterungen und Änderungen umfassen:

Erweiterung der Ländergliederung:
Positionen, die sich auf Nicht-EU-Länder beziehen, sind nach Einzelländern zu melden

Erweiterung der Währungsgliederung:
CAD, AUD, NOK sind als zusätzliche Nicht-EU-Währungen zu melden

Notenbanken:
Forderungen/Verpflichtungen gegenüber allen Notenbanken innerhalb und außerhalb der EU sind in den dafür vorgesehenen Subpositionen auszuweisen.

Eigene Auslandsfilialen:
Forderungen/Verpflichtungen gegenüber eigenen Auslandsfilialen sind in den dafür vorgesehenen Subpositionen auszuweisen.
Ausleihungen:

  • Ausleihungen sind inklusive Wertberichtigungen auszuweisen ("Brutto-Darstellung")
  • Auf Grund der Brutto-Darstellung sind die gebildeten Einzelwertberichtigungen auf der Passiv-Seite unter "Kapital und Rücklagen" in der Subposition "Einzelwertberichtigungen von Ausleihungen" zu melden
  • In den Positionen für nicht-transaktionsbedingte Veränderungen von Ausleihungen sind auf Grund der Brutto-Darstellung nur mehr Abschreibungen – und keine Wertberichtigungen – zu melden
  • Reverse Repos: Neue Subpositionen
  • Überfällige Ausleihungen: Neue Subpositionen

Schuldscheindarlehen:
Nochmalige Präzisierung, dass ein Schuldscheindarlehen kein Wertpapier darstellt. Ausleihungen bzw. Einlagen, die im Rahmen eines Schuldscheindarlehens vergeben bzw. hereingenommen wurden, sind in den Positionen "Ausleihungen" bzw. "Einlagen" auszuweisen (und nicht in den Positionen "Wertpapiere" bzw. "Begebene Wertpapiere").

Reorganisation der Erhebung von Forderungen/Verpflichtungen gegenüber internationalen Organisationen

Änderung der Berechnung des Mindestreserve-Netto-Solls

Erstreckung der Meldefrist für meldepflichtige Institute mit umfangreichem Auslandsgeschäft, um die Meldebelastung zu reduzieren:
Alle meldepflichtigen Institute, deren Auslandsgeschäft 1 Mrd. EUR übersteigt, müssen die EZB-MONSTAT Meldung erst bis 24:00 Mitternacht des 11. Arbeitstags nach dem Meldestichtag an die Oesterreichische Nationalbank übermitteln. Die Feststellung dieser Institute wird einmal pro Kalenderjahr von der Oesterreichischen Nationalbank vorgenommen, welche die betroffenen Institute schriftlich benachrichtigt. Im Falle von indirekten Vollmeldern gilt diese Fristerstreckung auch für die EZB-MR-SOLL Meldung.

Rückwirkende Datenkorrekturen:
Auf freiwilliger Basis kann eine EDV-unterstützte Korrekturmeldung übermittelt werden.

Übermittlung von Kommentaren zu Daten

Die für die Umsetzung notwendigen Informationen (Schaubild, Ausweisungsrichtlinien, Codeliste für Länder, Codeliste für internationale Organisationen und Prüfregelverzeichnis) finden Sie auf der Homepage der Oesterreichischen Nationalbank.