Negativzinssatz für Überschussreserven auf Mindestreservekonten

Der EZB-Rat hat in seiner Sitzung vom 5. Juni 2014 den Zinssatz für die Einlagefazilität auf ‑0,10 % herabgesetzt. Der Negativzinssatz gilt ab der 6. Erfüllungsperiode 2014 (11.06.2014 – 08.07.2014) auch für die das Mindestreserve-Soll übersteigenden durchschnittlichen Guthaben auf den OeNB- bzw. Target2-Konten, die für die Erfüllung der Mindestreserve Verpflichtungen herangezogen werden. Nach dem Prinzip der „Durchschnittshaltung“ gilt das Mindestreserve-Soll als überschritten, wenn der Durchschnitt der Tagesendstände, die während der Erfüllungsperiode auf den für die Erfüllung herangezogenen Konten gehalten werden, größer als das Mindestreserve-Netto-Soll ist. Jedem Institut werden die Negativzinsen, die während der Erfüllungsperiode angefallen sind, nach Ablauf der Erfüllungsperiode zeitgleich mit der Zinsgutschrift für das gehaltene Mindestreserve-Soll abgebucht.

Pressemitteilungen bzw. Beschluss der EZB:

5. Juni 2014 - EZB führt Negativzinssatz für die Einlagefazilität ein

5. Juni 2014 - Geldpolitische Beschlüsse

Decision of the ECB on the remuneration of deposits, balances and holdings of excess reserves (ECB/2014/23)

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