Änderung des pauschalen Abzugs von der Mindestreservebasis

Sehr geehrte Damen und Herren,

Verbindlichkeiten gegenüber einem anderen Institut, das nicht vom Mindestreservesystem der EZB befreit ist, sowie Verbindlichkeiten gegenüber der EZB oder einer teilnehmenden NZB sind lt. Artikel 3 der Verordnung vom 12. September 2003 über die Auferlegung einer Mindestreservepflicht von der Mindestreservebasis ausgenommen.

Kann ein solcher Nachweis für Verbindlichkeiten innerhalb der Kategorie „ausgegebene Schuldverschreibungen“ nicht erbracht werden, ist vom Institut ein auf die Summe der ausgegebenen Schuldverschreibungen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu zwei Jahren bezogener pauschaler Abzug von der Mindestreservebasis vorzunehmen. Die Höhe dieses pauschalen Abzugsbetrags wird auf der EZB-Homepage veröffentlicht.

Gemäß Beschluss des EZB-Rates wird mit der am 14. Dezember 2016 beginnenden Mindestreserve-Erfüllungsperiode der pauschale Abzug von der Mindestreservebasis, der auf Schuldverschreibungen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu zwei Jahren anzuwenden ist, von 30 % auf 15 % gesenkt. Der pauschale Abzug in Höhe von 15 % ist bei der Mindestreserve-Soll-Berechnung erstmalig für den Basistermin Oktober 2016 anzuwenden.