Klarstellung zu den FINREP Meldeerfordernissen für „weniger bedeutende beaufsichtige Gruppen und Unternehmen (LSIs)“ ab Q2/2017 (Erhebungen FINUS, FINUO, FINUD, FINKS und FINKD)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir dürfen Sie daran erinnern, dass ab Q2/2017 auch alle „weniger bedeutende beaufsichtige Gruppen und Unternehmen (LSIs)“ eine FINREP Meldung abgeben müssen. Welche Erhebung übermittelt werden muss (simplified, over-simplified oder data points) ist davon abhängig, ob die Summe der Aktiva den Gesamtwert von 3 Milliarden EUR übersteigt oder nicht.

Gemäß Verordnung (EU) Nr. 2015/534 müssen alle LSIs, deren Summe der Aktiva die Schwelle von 3 Milliarden EUR übersteigt, eine erweiterte Meldung abgeben (simplified oder over-simplified). Hingegen müssen LSIs, deren Summe der Aktiva die Schwelle von 3 Milliarden EUR nicht übersteigt, FINREP Datenpunkte (data points) übermitteln.

Seitens EZB wurde nun explizit klargestellt, dass die Summe der Aktiva jeweils 18 Monate vor den FINREP Berichtsterminen herangezogen werden muss (entspricht auch den Vorgaben der Verordnung). Das bedeutet, dass für den ersten Berichtstermin Q2/2017 die Aktiva von Q4/2015 relevant sind, für den darauffolgenden Berichtstermin Q3/2017 die Summe der Aktiva zum Berichtstermin Q1/2016 und so weiter. Die Berechnung der Aktiva und somit die Klassifizierung, welche FINREP Erhebung zu übermitteln ist, muss daher quartalsweise neu erfolgen.

Im Zuge der geplanten Änderungen der EZB-FINREP-V ist eine diesbezügliche Änderung geplant (siehe Art. 11 (7), 13 (9) bzw. 14 (8) der konsultierten Fassung). Diese treten jedoch voraussichtlich erst mit Q1/2018 in Kraft.

Bei Fragen können Sie uns unter ITS-Reporting@oenb.at kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

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