Newsletter Arbeitskreis 29. 6. 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29.6.2011 traf die OeNB, gemeinsam mit ausgewählten Branchenvertretern, im Rahmen des Arbeitskreis GKE zusammen, um unmittelbar nach dem Abschluss des ersten Meldetermins im neuen Meldeformat – Stichwort: GKE-Haupt- und Verbriefungsmeldung – erste Erfahrungen auszutauschen.

Das von den anwesenden Meldern erhaltene Feedback zu Test und Startphase war überwiegend positiv, punktuell sind aber, wie bei jeder größeren Neuerung der Meldung, Problemzonen zutage getreten.

Die Präsentation „TO_2_Neue Meldung erste Erfahrungen" listet jene Prüfregeln auf die, über alle Melder betrachtet, am häufigsten angeschlagen haben. Im Bereich der Hauptmeldung sind zwei wesentliche Problemfelder, die sich bei mehreren Prüfregeln bemerkbar machen, zutage getreten.

In vielen Fällen könnten Formal- oder Plausibilitätsfehler vermieden werden, wenn die Hievon-Positionen nicht den Wert der jeweiligen Summenposition übersteigen würden. Die OeNB fordert alle Melder auf, Rundungs- und Prüfroutinen zu installieren, die sicherstellen, dass die gemeldeten Summenwerte auch zumindest die Summe der zugehörigen Subpositionen bilden. Selbstverständlich kann der Wert einer Summenposition auch höher sein, da die bestehenden Hievon Positionen nicht alle bilanziellen Forderungen und auch nicht alle Forderungen gemäß Anlage 1 zu § 22 BWG, die gegenüber einem Kreditnehmer bestehen können, abdecken.

Zahlreiche Prüfregelfehler wurden durch fehlende oder falsche Angaben zu Ratingsystem, Bonitätsklasse oder PD ausgelöst. In diesem Zusammenhang ersuchen wir Sie, die in der Präsentation „TO_4_Ratingsysteme" angeführten Hinweise zu beachten.

Im Bereich der Verbriefungsmeldung war, neben der Frage der richtigen Tranche-Emittent-Beziehung, vor allem auch fehlende oder unplausible Risikoinformation der Grund für Korrekturen. Es erscheint uns auch wichtig darauf hinzuweisen, dass bei der Erstmeldung einer Tranche der Code Produkttyp in den Sammelpositionen 100 bis 500 von einem Kommentar begleitet sein muss.

Teilweise hat die OeNB bereits Prüfregeln angepasst, bzw. stellt sie eine solche Anpassung zur Diskussion – siehe „TO_3_Ausblick Meldeverwaltung". Nach einer Übergangszeit, beginnend mit dem Meldestichtag September 2011, wird die OeNB besonderes Augenmerk auf eine zeitgerechte und formal fehlerfreie Meldung legen.

In zwei Bereichen sind Anpassungen der Meldungen vorgesehen.

Zum einen wurde die Vorgabe von standardisierten Ratingsystemen für Ratings externer Agenturen in der Verbriefungsmeldung (siehe Eingabeformular Ratingsysteme) begrüßt. In einem nächsten Schritt ist vorgesehen gleichartiges auch für die GKE-Hauptmeldung anzubieten. Wir werden daher in den kommenden Monaten einen diesbezüglichen Vorschlag übermitteln.

Zum zweiten wurde auf Wunsch der Aufsicht eine Präzisierung des Ausweises von Exposure Value, RWA und Expected Loss vorgenommen. Erläuterungen zu diesen, ab dem Meldestichtag 31.12.2011 von den Kreditinstituten zu beachtenden, Vorgaben finden Sie unter „TO_5_Ausweis Exposure Value, RWA, Expected Loss" sowie unter einer Vorabversion der diesbezüglich relevanten Teile der GKE-Ausweisrichtlinie (GKE Ausweisrichtlinie Exposure Value, RWA, Expected Loss NEU).

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Newsletter und die im Internet als Download verfügbaren Informationen hilfreich sind.

Jedenfalls stehen wir für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

  • Kontakt