Zeittafel zur Euro-Einführung

25. März 1957
Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zur Schaffung eines Gemeinsamen Marktes wird in Rom unterzeichnet.

1. Juli 1968
Die im EWG-Vertrag vorgesehene Europäische Zollunion wird verwirklicht.

8. Oktober 1970
Luxemburgs Regierungschef Pierre Werner legt einen Plan für eine Währungsunion bis zum Jahre 1980 vor. Der sogenannte Werner-Plan scheitert aber durch den Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods und die erste Ölpreiskrise.

10. April 1972
Im sogenannten Basler Abkommen verständigen sich die Zentralbanken der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften (EG) auf einen Europäischen Wechselkursverbund. Die Wechselkurse dürfen nur noch um einen bestimmten Prozentsatz von festgelegten Leitkursen abweichen („Währungsschlange“).

13. März 1979
Das Europäische Währungssystem tritt in Kraft. Durch einen Währungskorb wird der ECU (European Currency Unit) neue gemeinschaftliche Rechen- und Bezugsgröße.

1. Juli 1987
Die Einheitliche Europäische Akte benennt die Schaffung einer Währungsunion als Ziel.

27./28. Juni 1988
François Mitterrand und Helmut Kohl initiieren auf dem Europäischen Rat in Hannover eine Wirtschafts- und Währungsunion.

17. April 1989
Der Präsident der Europäischen Kommission, Jacques Delors, legt einen dreistufigen Plan für eine Wirtschafts- und Währungsunion vor.

1. Juli 1990
Mit dem Abbau sämtlicher Beschränkungen des freien Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs setzt die erste Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion ein.

7. Februar 1992
Der Vertrag über die Europäische Union (EUV) wird in Maastricht unterzeichnet. Bis spätestens 1999 soll die Wirtschafts- und Währungsunion verwirklicht sein

1. Jänner 1994
Das Europäische Währungsinstitut in Frankfurt a. M. nimmt seine Arbeit auf. Die zweite Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion beginnt. Aus dem EWI geht später die EZB hervor.

1. Jänner 1995
Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16. Dezember 1995
Die Staats- und Regierungschefs der EU einigen sich auf einen Vorschlag des deutschen Bundesministers für Finanzen, Theodor Waigel, und vereinbaren „Euro“ als neue Währungsbezeichnung.

September 1996
Die Entwürfe von Robert Kalina (OeNB) werden von einer Jury für das endgültige Erscheinungsbild der Euro-Banknoten ausgewählt. Seine Motive mit den verschiedenen Baustilen, die länderübergreifend in Europa bekannt sind, finden auch in der Bevölkerung bei der Erstausgabe (siehe 2002) Anklang. Modernste Sicherheitsmerkmale machen den Euro zudem zu einer äußerst fälschungssicheren Währung.

16./17. Juni 1997
In Amsterdam wird der Stabilitäts- und Wachstumspakt für den Euro beschlossen. Dieser Pakt legt Obergrenzen für die Budgetdefizite und die Staatsschulden fest, um die Stabilität der gemeinsamen Währung zu sichern. Diese Grenzen müssen erfüllt werden, um den Euro einführen zu können.

1. Jänner 1999
Die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion startet mit der Festlegung der Wechselkurse. Der Euro wird für den bargeldlosen Zahlungsverkehr eingeführt und die Europäische Zentralbank gegründet. Für Österreich wird der Umrechnungskurs zum Schilling unwiderruflich mit 13,7603 für einen Euro festgelegt.

1. Jänner 2002
Zwölf EU-Staaten führen den Euro offiziell als Bargeld ein (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien).

2007 bis 2015
Weitere Staaten treten dem Euroraum bei. In zeitlicher Abfolge Slowenien (2007), Malta und Zypern (2008), Slowakei (2009), Estland (2011), Lettland (2014) und Litauen (2015).

April 2013
Beginn der Ausgabe der zweiten Serie der Euro-Banknoten, der Europa-Serie. Nochmals werden die Sicherheitsmerkmale verbessert. Die Entwürfe Robert Kalinas aus dem Jahr 1996 werden adaptiert.