Soziales Engagement

Die Oesterreichische Nationalbank öffnet die Seminar- und Sportanlage in Langenzersdorf für Flüchtlinge

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat beschlossen, in Zusammenarbeit mit Caritas, der Gemeinde Langenzersdorf und dem Land Niederösterreich, einen Beitrag zur Flüchtlingshilfe zu leisten und stellt die Infrastruktur der Seminar- und Sportanlage der OeNB als Aufnahmequartier  zur Verfügung.

Die Seminar- und Freizeitanlage der OeNB in Langenzersdorf wird für die Aufnahme von Flüchtlingen geöffnet. Hier werden bis zu 70 Personen, hauptsächlich Familien, aber auch unbegleitete Minderjährige, Unterkunft finden. Die Anlage muss noch für die Grundversorgung der Flüchtlinge adaptiert werden, die Beziehung der Quartiere wird somit voraussichtlich Ende November erfolgen können.

Die OeNB stellt die Seminar- und Freizeitanlage unentgeltlich zur Verfügung. Auf dem Gelände wird eine Containeranlage errichtet, die die Möglichkeit zum Wohnen, Schlafen und Kochen sowie Sanitäranlagen bietet. Das bestehende Klub-Gebäude kann von den untergebrachten Asylsuchenden für Aufenthalt, Sport und andere Aktivitäten genutzt werden. Weitere Hilfestellungen werden durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OeNB auf freiwilliger Basis erbracht, etwa das Abhalten von Deutschkursen, Erstellen von Übersetzungen oder die Sammlung von Sachspenden.

Die Betreuung der untergebrachten Menschen erfolgt durch ein geschultes Betreuungsteam der Caritas. Darüber hinaus hat sich in Langenzersdorf eine Bewegung etabliert, die sich der Flüchtlingshilfe verschrieben hat. Ziel der „Initiative Langenzersdorf“ ist es, einen Beitrag zur Verbesserung des gemeinsamen Zusammenlebens in Langenzersdorf zu leisten. 

Erfahrungen in der Unterbringung von Flüchtlingen hat die OeNB bereits in den Jahren 1992/93 gemacht, damals wurde die Seminar- und Sportanlage anlässlich der Jugoslawien-Krise als Flüchtlingsquartier genutzt. Die Eindrücke, die die vielen Menschen auf der Flucht aus Krisengebieten hinterlassen haben, haben bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der OeNB zur Idee geführt, wieder die Tore für Menschen in Not zu öffnen.