Soziales Engagement

Die Oesterreichische Nationalbank half Flüchtlingen auf der Seminar- und Sportanlage in Langenzersdorf

Von 2015 bis Ende 2018 war die von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Zusammenarbeit mit Caritas, der Gemeinde Langenzersdorf und dem Land Niederösterreich unterstützte Flüchtlingsunterkunft auf dem Freizeit- und Sportgelände des ESV in Langenzersdorf in Betrieb. OeNB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter hatten im Sommer 2015 erste Ideen zur Betreuung bzw. Unterbringung von Flüchtlingen vorgebracht. Die Bankleitung griff diese Ideen auf und schaffte in einem Projekt die organisatorische, rechtliche und bauliche Basis für die Errichtung eines Camps in Form eines Containerdorfes. Im „laufenden Betrieb“ oblag die Hauptverantwortung für das Camp Anissa der Caritas als Trägerorganisation, wir fühlten uns aber für eine humane, partnerschaftliche und gut funktionierende Betreuung stets mitverantwortlich. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden OeNB-Mitarbeiterinnen, -Mitarbeiter, -Pensionisten und -Pensionistinnen umfassend eingebunden.

Das Camp Anissa auf unserem Freizeit- und Seminarzentrum in Langenzersdorf nahm seinen Vollbetrieb im letzten Quartal 2015 auf. Der zunächst bis zum Jahresende 2017 abgeschlossene Betreuungsvertrag mit der Caritas wurde in weiterer Folge um ein Jahr verlängert. Aufgrund der – über die Jahre deutlich rückläufigen – Migrationsströme in Österreich war der Bedarf an Unterkünften für Asylwerbende (in der sogenannten „Grundversorgung“) aber gesunken, sodass zum Jahresende 2018 die Schließung des Camps bekräftigt wurde. Die zum damaligen Zeitpunkt noch in Anissa untergebrachten Migrantinnen und Migranten wurden in andere Quartiere verlegt.

Viele helfende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – sei es durch Geldspenden oder persönlichen Einsatz – blicken auf drei bewegte, interessante und spannende Jahre zurück. Mit finanzieller Unterstützung der Bankleitung, sowie großartiger Mithilfe seitens der Belegschaft, von Pensionistinnen und Pensionisten, der Gemeinde Langenzersdorf, der Caritas-Betreuer und -Betreuerinnen und einer Vielzahl von unermüdlichen Ehrenamtlichen in Langenzersdorf konnte ein außergewöhnlich hohes Niveau an Unterstützung für die im Camp Anissa untergebrachten Asylwerbenden erzielt werden.

Die Erfolge waren, neben der  bloßen Gewährung einer Unterkunft:

  • die persönliche Entwicklung und Integration,
  • die Lernerfolge,
  • das gute Sprachniveau und
  • die geleisteten Arbeitseinsätze – z.B. in Form von Gärtnerarbeiten für die Gemeinde.