Sicherheit durch Stabilität

Die OeNB sichert die Bargeldversorgung in Österreich

Die Wirtschaft funktionierte in Urzeiten über den Tausch von Waren. Heute ist Geld unser täglicher Begleiter. Unser Alltag ist ohne Geld kaum vorstellbar. Es dient als Zahlungsmittel, Recheneinheit und zur Wertaufbewahrung. Es ist eine der zentralen Aufgaben der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), den Geldkreislauf aufrechtzuhalten.

Als Zentralbank der Republik Österreich hat die OeNB den Auftrag, der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft immer genug Bargeld zur Verfügung zu stellen. Diesem Auftrag kommen wir selbstverständlich und in vollem Umfang nach. In Österreich ist jederzeit ausreichend Bargeld vorhanden, wie auch Gouverneur Holzmann in einer Pressekonferenz versichert hat.

Die OeNB versorgt Banken und Bankomatbetreiber in Österreich mit Bargeld. Diese wiederum befüllen die rund 9.000 Bankomaten. Zahlen zur Bankomatdichte in Österreich sowie Zahlungskartentransaktionen finden Sie in unserem Statistikbereich.

Zahlen zum Bargeldumlauf in Österreich und im Euroraum finden Sie hier:

OeNB – Bargeldumlauf
EZB – Bargeldumlauf

Bar- und NFC-Zahlungen

Österreich ist traditionell ein Bargeldland. Drei von vier Transaktionen im Handel wurden in der Vergangenheit mit Bargeld abgewickelt. In den letzten Jahren hat sich aber auch der Anteil von bargeldlosen Zahlungsformen zunehmend erhöht. Die Coronakrise hat zuletzt die Bereitschaft, auf bargeldlose Bezahlung umzusteigen, verstärkt.

Bezüglich der Ansteckungsgefahr über Banknoten und Münzen weisen Infektiologen darauf hin, dass es sich sowohl beim Coronavirus (SARS-CoV-2) als auch bei Influenzaviren um Tröpfcheninfektionen handelt und somit von Gegenständen, wie eben auch Banknoten und Münzen, kein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeht. Es gibt keinen Nachweis, dass Corona- oder Influenzaviren auf Banknoten übertragen werden können. Die Wahrscheinlichkeit, sich über Bargeld anzustecken, ist somit weitaus geringer als über andere Gegenstände, von denen selbst schon nur ein geringes Übertragungsrisiko ausgeht. 5- und 10-Euro-Banknoten sind zudem noch mit einem Schutzlack gegen Verschmutzung überzogen.

Dennoch wurde aus hygienischen Gründen beschlossen, das Limit für kontaktlose Zahlungen Mitte April 2020 von 25 Euro auf 50 Euro anzuheben. Alle heimischen Banken haben daher die Payment Services Austria GmbH (PSA), die in Österreich für die Bereitstellung der Bankomat- und Kreditkarten für Bankkundinnen und -kunden zuständig ist, damit beauftragt, das Limit zu erhöhen. Das heißt, dass bei einem Einkauf erst ab einer Summe von 50 Euro der PIN-Code eingegeben werden muss. Nicht geändert wird allerdings die Höchstsumme, die beim Zahlen mit Bankomat- und Kreditkarten nach mehreren PIN-freien Einzelbeträgen hintereinander erreicht werden darf. Diese Summe liegt auch weiterhin bei 125 Euro pro Tag. Wenn diese Summe nach einer Reihe von Einkäufen erreicht ist, muss beim nächsten Bezahlvorgang der PIN-Code eingegeben werden. Die Erhöhung des Limits bleibt vorerst auf die Dauer der Coronakrise beschränkt.