26 Kontoinhaber zählte die Nationalbank im Jahr 1842

Das Girogeschäft war bereits in den Statuten der privilegirten Oesterreichischen National-Bank im Jahr 1817 als eine der Aufgaben der Bank definiert worden, jedoch blieb lange die Nachfrage sehr gering. Dies lag auch daran, dass bis 1842 nur in Wien ansässige Aktionäre der Bank – Unternehmer, Großgrundbesitzer und Bankiers – die Möglichkeit besaßen, ein Girokonto zu eröffnen. Darüber hinaus konnten Überweisungen von Konto zu Konto lediglich „innerhalb des Hauses“ (und nicht zu einem Konto eines anderen Bankinstitutes) durchgeführt werden.

Als im Jahr 1842 die Beschränkung des Girogeschäftes auf Aktionäre der Bank wegfiel, änderte sich dennoch wenig. Von den 26 Kontoinhabern im Jahr 1842 nutzen gerade einmal 14 Kontoinhaber den Giroverkehr. Von der Kaufmannschaft wurde die Bezahlung mittels Wechsel als Form der Überweisung von Zahlungen gewählt. Der Wechsel kam damals einer „vormodernen Kreditkarte“ gleich, da hier die Möglichkeit bestand, sofort zu kaufen und erst – bei Fälligkeit des Wechsels – zu bezahlen. Die breite Bevölkerung zahlte damals nur bar.

Welche Maßnahmen die privilegirte Oesterreichische National-Bank damals umsetzte, um das Interesse der Bevölkerung am Giroverkehr zu steigern, können Sie in unserem Jubiläumsbuch „Die Oesterreichische Nationalbank. Seit 1816“ nachlesen.