9.800 Forschungsprojekte

Seit 1966 wurden in Österreich etwa 9.800 Forschungsprojekte mit 765 Mio. EUR vom Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) unterstützt.

Vor 50 Jahren, am 27. April 1966, wurde anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Oesterreichischen Nationalbank der Jubiläumsfonds mit Beschluss der Generalversammlung ins Leben gerufen und damit eine Tradition der Forschungsförderung begründet.

Wie es in den Gründungsakten heißt, sollte mit dem Jubiläumsfonds eine „Einrichtung von dauerhaftem und allgemeinen Wert“ geschaffen werden. Laut den damaligen Vergabevorschriften sollten Forschungsprojekte gefördert werden, die „dem Wachstum der Wirtschaft, der Exportausweitung und anderen im Interesse der Notenbank liegenden Zielen dienen.“

Der Grundgedanke des Jubiläumsfonds basierte darauf, die Forschungsquote Österreichs wieder auf Augenhöhe mit den führenden OECD-Ländern zu bringen. Die OeNB fungierte dabei als eine visionäre Wegbereiterin bei der Finanzierung von Forschungsförderung in Österreich, denn das staatliche Forschungsförderungsgesetz, die normative Grundlage der heimischen Forschungsförderungsarchitektur, wurde erst im Herbst 1967 vom Nationalrat verabschiedet.

Heute stellt die systematische Förderung von Grundlagenforschungsprojekten in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Medizinische Wissenschaften sowie in den Sozial- und Geisteswissenschaften einen wichtigen Teil in der österreichischen Forschungsförderungslandschaft dar. Bei der Förderstruktur liegt der Fokus des Jubiläumsfonds in der Finanzierung von kleineren bis mittelgroßen Projekten, bei denen primär Personalkosten für den wissenschaftlichen Nachwuchs übernommen werden. Damit stellt die strategische Ausrichtung des Jubiläumsfonds eine wichtige, sinnvolle und notwendige Ergänzung anderer Förderungsinstrumente dar. Dafür und wegen seinem raschen und unbürokratischen Entscheidungsstil und der flexiblen und lösungsorientierten Handhabung administrativer Abläufe wird der Jubiläumsfonds von der Scientific Community geschätzt.

Darüber hinaus trägt der Jubiläumsfonds seit 2004 im Rahmen der Neuorganisation der heimischen Forschungsförderungslandschaft bis zu 75 Mio. EUR jährlich zur Dotierung der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (FTE-Nationalstiftung) bei, wodurch andere wichtige heimische Forschungsförderungsinstitutionen, wie der FWF oder die FFG, langfristig Sicherheit in ihrer Finanzierungsperspektive erhalten haben.

Der Jubiläumsfonds stellt somit heute ein institutionelles Bindeglied zwischen der OeNB und der Wissenschaft dar, das zur Vernetzung und gegenseitigen Dialog- und Kooperationsbereitschaft beitragen soll. Die OeNB sieht im Jubiläumsfonds auch weiterhin ein Bekenntnis zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung der Notenbank für den Forschungs- und Wissenschaftsstandort, aber zugleich auch für den Wirtschaftsstandort Österreich.