eSEPA

Für das Eurosystem endet SEPA nicht mit den drei Kerninstrumenten SEPA-Überweisung, SEPA-Lastschrift und SEPA-Kartenzahlung. Diese stellen vielmehr die Basis für eSEPA dar.

eSEPA steht für die Nutzung von Internet- und Mobilfunktechnologie für innovative und kundenfreundliche Zahlungsservices. Bisher noch beleggebundene Zahlungsprozesse sollen zum Vorteil von Kundinnen und Kunden sowie Banken vollständig elektronisch abgewickelt werden. Damit kann der Zahlungsverkehr noch effizienter und nutzerfreundlicher gestaltet werden.

In einigen Ländern existieren bereits vielversprechende Lösungen, bei denen Banken ihre Online-Banking Infrastrukturen zur Durchführung sicherer und garantierter Online-Zahlungen (electronic Payments bzw. e-Payments) anbieten. Zu diesen „Vorreiter-Ländern" gehört auch Österreich mit seinem Bezahlverfahren eps.

Die sich bereits am Markt befindlichen Lösungen haben derzeit einen rein nationalen Fokus. Gemäß der SEPA-Vision sollen aber innovative Lösungen entstehen, die im gesamten SEPA-Raum eingesetzt werden können. Damit soll es zukünftig möglich sein, europaweit Einkäufe im Internet unter Nutzung des Online-Bankings und einer SEPA-Überweisung zu bezahlen.

Eine weitere Innovation im Bereich des unbaren Zahlungsverkehrs ist das Bezahlen mittels mobilem Endgerät (mobile Payments bzw. m-Payments z.B. über Mobiltelefone). Bei den m-Payments liegt der Schwerpunkt derzeit auf kontaktlosen Bezahlverfahren mittels der Near-Field-Communication-Technologie (NFC).

Eine Expertengruppe der Europäischen Kommission bemüht sich zurzeit um eine europäische Lösung für die elektronische Rechnungslegung (electronic Invoicing bzw. e-Invoicing). Dabei sollen Versand und Bezahlung einer Rechnung in einem einzigen, elektronischen Prozess integriert, und die Effizienz der Verwaltung von unternehmensinternen Prozessen gesteigert werden.