KMU-Kennzeichen im Rahmen von AnaCredit

Sehr geehrte Damen und Herren!

Aufgrund einer Anforderungsänderung der EZB im Zusammenhang mit AnaCredit soll das KMU-Kennzeichen, das an die OeNB über SSD 2.0 übermittelt werden kann, mit den Daten von verbundenen Unternehmen und Partnerunternehmen (analog der Berechnungsmethode der EU Kommissionsempfehlung) berechnet werden. Als „second best option“ kann das KMU-Kennzeichen für die einzelne Einheit („legal entity“) berechnet werden. Die einzelnen KMU Attribute dürfen jedenfalls nur auf Basis der „legal entity“ gemeldet werden und keine Daten von verbundenen Unternehmen oder Partnerunternehmen beinhalten.

In Ausübung der in der AnaCredit-Verordnung vorgesehenen Wahlrechte sind KMU-Kennzeichen und KMU-Attribute nur für Einheiten zu melden, die in AnaCredit die Rolle des Schuldners eines am oder nach dem 1. September 2018 begebenen Instruments einnehmen und die in einem „Reporting Member State“ ihren Sitz haben. „Reporting Member States“ umfassen derzeit alle Euro-Länder. Hinsichtlich des KMU-Kennzeichens gibt es insofern eine Erleichterung für die Melder, als sie dieses an die OeNB übermitteln dürfen aber nicht müssen; wird das KMU-Kennzeichen nicht übermittelt, nimmt die OeNB die Berechnung des KMU-Kennzeichens aufgrund der ihr vorliegenden Daten (der zwingend zu meldenden KMU-Attribute und sonstiger Datenquellen) selbst vor.

Der Inhalt dieses Newsletters wurde in die SSD Schnittstellenbeschreibung eingearbeitet (Version 2.7.1: Wesentliche inhaltliche Änderungen sind der Versionsübersicht zu entnehmen): https://www.oenb.at/meldewesen/meldebestimmungen/stammdaten/standardisierte-stammdaten-meldung.html

Mit freundlichen Grüßen
Stammdaten Team