Finanzmarkt & Banken / Fremdwährungskredite
Autor Beitrag
Franz Bauer

Beigetreten: 22/01/2013
Beiträge: 4
Offline

Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich möchte Sie hiermit auch auf ein Erkenntnis des ungarischen Höchstgerichtes (Curia) aus dem Juni 2014 aufmerksam machen. In ungarischen Fremdwährungskreditverträgen wurden die Kreditbeträge zum Deviseneinkaufskurs ausbezahlt. Die Rückzahlung erfolgte zum Devisenverkaufskurs. Die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufskurs wurden von den Banken als Gewinn eingestrichen. Das Höchstgericht stellte fest das diese Vorgangsweise illegal sei da niemals tatsächlich Devisen getauscht wurden!!!

Eine kurzes Schriftstück, in Englisch, habe ich auf der Webseite http://www.lb.hu/ des ungarischen Höchstgerichtes (Curia) gefunden. Darin heißt es “...in the absence of any foreign exchange service, the financial institutions are not entitled to charge a fee for currency exchange. By applying such a spread between the buying and the selling rates, the financial institutions make revenues without any service in return and impose additional costs on their costumers in an unfair manner.”

Es stellt sich natürlich die Frage ob dies bei uns in Österreich auch so gelaufen ist. Da ja die Akteure großteils deckungsgleich sind wie in Ungarn liegt der Verdacht nahe. Wenn niemals tatsächlich Devisen getauscht wurden hat es sich dann tatsächlich nur um Euro und Schilling Kredite gehandelt die per Vertrag zu den Bedingungen des Schweizer Franken und dem damit einhergehenden Währungsrisiko verkauft wurden? Dann stellen sich mir natürlich noch zwei weitere Fragen
- wer streicht jetzt die Kursgewinne durch denn Anstieg des Franken ein?
- welcher Schaden entsteht wenn die Banken zu einem für die Kreditnehmer günstigeren Kurs zurückzahlen können tatsächlich?

Mit freundlichen Grüßen
Franz Bauer
Profil |  Nachricht | 
 
Kommentieren