Page tree
Skip to end of metadata
Go to start of metadata


Allgemeines zur Letztrisiko-Darstellung

Aufgrund verschiedener Faktoren der Kreditrisikominimierung kann das Letztrisiko (Ultimate Risk) eines Geschäftsfalles bei einer anderen Einheit liegen als der unmittelbaren Gegenpartei. Unmittelbare Beispiele sind die Besicherung eines Geschäftsfalles durch Sicherheiten, Garantien oder Kreditderivaten (all diese Fälle werden als Sicherheit modelliert). In diesem Fall liegt das Letztrisiko beim jeweiligen Sicherheitengeber. Eine weitere Möglichkeit des Risikotransfers auf andere Einheiten ist die Anwendung des Look-Throughs in etwa auf Wertpapier- und Immobilienfonds. Das Letztrisiko wird dann den zugrunde liegenden Geschäfstfällen zugeordnet. Das Letztrisiko von Geschäftsfällen wie Credit-Linked-Notes und andere Kreditderivate liegt jeweils beim Underlying-Geschäftsfall auf den durch den Geschäftsfall referenziert wird. Schlussendlich werden für die Darstellung des Letztrisikos alle Geschäftsfälle mit Zweigstellen als Geschäfte mit der dahinter liegenden Hauptanstalt gesehen.

Die folgenden rudimentären Beispiele demonstrieren den grundlegenden Mechanismus des Risikotransfers zur Bestimmung des Letztrisikos:
Beispiel: Ein Geschäftsfall weist keine Sicherheiten, keine zugrunde liegenden Geschäftsfälle und keine Underlyings auf. Der Geschäftsfall wurde weiters nicht mit einer rechtlich unselbstständigen Zweigstelle getätigt. Das Letztrisiko entspricht in diesem Fall der ursprünglichen Einheit.
Beispiel: Ein Geschäftsfall wird vollständig durch eine Garantie besichert. Das Letztrisiko wird aufgrund der Einheit des Sicherheitengebers bestimmt.
Beispiel: Eine gehaltene Credit-Linked-Note referenziert auf ein Referenzaktivum. Das Letztrisiko wird in diesem Fall dem Referenzaktivum zugeordnet.
Beispiel: Ein Wertpapierfonds wird in all seine (Dummy-)Geschäftsfälle aufgelöst. Das Letztrisiko liegt anteilsmäßig jeweils bei den zugrunde liegenden Geschäftsfällen.
Beispiel: Bei einem begebenen Kreditderivat (Melder ist Sicherungsgeber) liegt das Letztrisiko beim Referenzaktivum/-schuldner. 

Grundlegende Vorgehensweise bei der Bestimmung des Letztrisikos

Letztrisikoinformationen werden im Datenmodell mittels der Entität LR_Letztrisiko abgebildet. Um diese Entität mit Daten anzureichern ist der XEN_Letztrisiko Algorithmus anzuwenden. Der Algorithmus wird sowohl in verbaler Form als auch der Formalsprache beschrieben und zeigt für welche Geschäftsfälle ein Letztrisiko zu bestimmen ist, bzw. wie diese Ermittlung des Letztrisikos zu erfolgen hat.

Dem Letztrisiko liegen folgende Annahmen zu Grunde: 

Es gibt vier Mechanismen, welche zu einem Risikotransfer führen können:

  • Sicherheiten
  • Look-Trough (Konvention: Der Look-Trough im Basic Cube stellt bereits die maximal mögliche Durchschau dar, d.h. es gibt keine Ketten an Look-Throughs, beispielsweise bei Fonds in Fonds Veranlagungen)
  • Underlyings (Auch hier gibt es keine Kettenbildung, Underyings haben keine weiteren Underyings mehr)
  • Haupt/Zweiganstaltsbeziehnung (Das Risiko wird von einer Zweigstelle in das Land der Hauptanstalt transferiert)

Bei der Ermittlung des Letztrisikos werden folgende Regeln angewandt:

  • Für einen komplett unbesicherten (ursprünglichen) Geschäftsfall, der weder Sicherheiten, Underlyings noch Zerlegungen sowie eine Haupt-/Zweigstellen Beziehung hat, entspricht das Land/Sektor des Letztrisiko dem ursprünglichen Land/Sektor.
  • Sicherheiten sind immer prioritär, d.h. vor Look Through, Zerlegung und Underlying, zu behandeln.
  • Hat ein Geschäftsfall Sicherheiten, so können diese Sicherheiten bis auf die Haupt-Zweiganstaltsbeziehung keinen weiteren Länderrisikotransfer erfahren (die modellierte Sicherheit stellt bereits das Ende der Kette dar).
  • Für zerlegte Geschäftsfälle bzw. Underlyings, die auch als eigene Geschäftsfälle dargestellt werden, gelten die gleichen Regeln wie für die eigentlichen Geschäftsfälle.
  • Sollte ein Kredit über den Buchwert hinaus besichert sein und einen unwiderruflichen Rahmen haben so wird automatisch der Rahmen mitbesichert. Die Sicherheiten werden in diesem Fall prioritär auf den Kredit, dann erst auf den Rahmen aufgeteilt. Sollte es vom Melder gewünscht sein, eine Sicherheit explizit einen Rahmen zu widmen, so ist für diesen Rahmen ein eigener Geschäftsfall anzulegen.
  • Bei Wertpapieren erfährt der Buchwert den Risikotransfer.
  • Liegt der vom Risikotransfer betroffene Wert eines Assets unter der Nominale des Underlyings bzw. unter dem anrechenbaren Wert der Sicherheit, so wird dieser Wert zum Underlying bzw. der Sicherheit transferiert. Liegt der Wert über der Nominale des Underlyings oder dem anrechenbaren Wert der Sicherheit, so wird nur der Nominalwert/Sicherheitenwert auf die entsprechende Einheit transferiert, der Differenzbetrag bleibt bei der ursprünglichen Einheit.
  • Durch Risikotransfers werden Werte transferiert oder auf verschiedene Einheiten aufgeteilt, jedoch müssen diese Werte in Summe je Wertart erhalten bleiben. Der Risikotransfer reduziert oder erhöht damit niemals die Summe aller Werte pro Wertart, sondern weißt sie nur unterschiedlichen Einheiten zu.

Bei der Ermittlung des Letztrisikos wird auf folgende Regeln der Modellierung zurückgegriffen:

  • Eine Sicherheit kann immer nur einer Einheit zugeordnet werden.
  • Bei Underlyings ist der Nominalwert (als Ausdruck der mit dem Instrument verbundenen Garantie) ausschlaggebend, daher kommt es auch nur zu einem Risikotransfer des Nominalwertes, auch wenn das Grundgeschäft selbst mit dem Marktwert bewertet wurde. Der Nominalwert des Underlyings bezieht sich somit immer auf den Ausstehenden Nominalwert/Marktwert des Grundgeschäfts. 
  • Eine Zerlegung muss immer vollständig sein, d.h. es kann keine Teilzerlegung geben (jedoch sind Dummy-Befüllungen möglich). Daraus folgt, dass die Summe der Werte der durchgeschauten/zerlegten Geschäftsfalle genau dem Wert des nicht zerlegten Geschäftsfalles entspricht.
  • In der derzeitigen Ausbaustufe haben nur CLN und folgende Kreditderivate (CDS und Total Return Swaps) (sowohl Einzel als auch Basket) eine Underlying-Beziehung. Bei Credit Linked Notes wird der embeded CDS nicht als eigener (indirekter) Geschäftsfall, sondern die direkte Underlying-Beziehung zwischen CLN und Referenzaktivum dargestellt. Andere Underlying Beziehungen müssen für die Zwecke der Länderrisikostatistik derzeit nicht im Basic-Cube dargestellt werden.
  • Jedes Underlying ist eindeutig einem übergeordneten Geschäftsfall zuordenbar. Beziehen sich mehrere Geschäftsfälle auf dasselbe Underlying, so ist für jeden Geschäftsfall ein eigenes (dummy-)Underlying anzulegen. Durch diese Annhame können komplexe Algorithmen wesentlich einfacher und lesbarer definier werden. Eine Verletzung dieser Annahme, würde Inkonsistenzen in bereits beschriebenen Algorithmen verursachen.
  • Ein Geschäftsfall kann entweder eine Beziehung Underlying oder eine Beziehung Zerlegung haben, aber nicht beides gleichzeitig.
  • Ein Geschäftsfall kann sowohl eine Underlying Beziehung haben als auch Sicherheiten haben. Die Sicherheit bezieht sich in diesem Fall auf den primären Geschäftsfall (somit wird beispielsweise das Kreditrisikos der Counterparty eines CDS besichert).
  • Ein Underlying eines Geschäftsfall kann wiederrum besichert sein. In diesem Fall wird die Sicherheit dazu verwendet sich gegenüber dem Exposure eines Underlyings abzusichern. Diese Verbindung wird zwischen Sicherheit und Underlying abgebildet.
  • Immobilien werden im Rahmen des Look Trough als Sachkonten dargestellt (Bsp. Immobilienfonds).

Bezüglich Wertarten gelten bei der Bestimmung des Letztrisikos weiters folgende Regeln:

  • Für die Bestimmung des Letztrisikos sind nur die Wertarten Buchwert, Ausstehender Nominalwert, Zinsabgrenzung Soll aus Agio/Disagio (Kundensicht), Zinsabgrenzung Soll sonstige (Kundensicht), Marktwert, Unwiderruflicher Kreditrahmen und Nominale relevant.
  • Garantien und andere außerbilanzielle Geschäfte haben immer einen Nominalwert.
  • Fazilitäten Garantien, Akzepte, Bietungs- und Erfüllungsbürgschaften bereitzustellen werden mittels den Wertarten "nicht-ausgenützter Rahmen" und "Unwiderruflicher Kreditrahmen" des jeweiligen außerbilanziellen Geschäfts modelliert. Für die Zwecke des Letztrisikos ist lediglich der Unwiderrufliche Kreditrahmen relevant.
  • Der Look-Through bezieht sich üblicherweise auf den Buchwert, jedoch wird allgemein davon ausgegangen, dass die entsprechenden zerlegten Dummy-Geschäftsfälle/-Sachkonten auch alle relevanten Wertarten des ursprünglichen Geschäftsfalles haben. Sind bestimmte Wertarten nicht vorhanden (z.B. Zinsabgrenzung-Soll), so sind diese Wertarten auch entsprechend in den zerlegten Dummy-Einheit anzulegen (die Summe der Buchwerte muss immer den Buchwert des ursprünglichen Geschäftsfall ergeben, etc. siehe Modellierung des Look-through). Beispiel: Ein Geschäftsfall enthält eine Wertart „Zinsabgrenzung Soll sonstige (Kundensicht)“ mit einem Wert von 1000 Euro. Das bedeutet, dass auch die untergeordneten Geschäftsfälle die Wertart „Zinsabgrenzung Soll sonstige (Kundensicht)“ enthalten müssen, so dass sich in Summe wieder ein Wert von 1000 ergibt (Zumindest muss einer der untergeordneten Geschäftsfälle eine „Zinsabgrenzung Soll sonstige (Kundensicht)“ Soll mit dem Ausmaß von 1000 Euro enthalten).


Anreicherung von Geschäftsfällen mit Letztrisikoinformationen

Für die Ableitung des Ultimate Risks sind die Entitäten GF_Geschaeftsfall und LR_Letztrisiko auszukreuzen ("Left Join"). Das bedeutet, dass jeder Datensatz der Entität Geschäftsfall mit den entsprechen Datensätzen in der Entität LR_Letztrisiko ausgekreuzt wird. Die Entität LR_Letztrisiko enthält dabei Informationen über das Letztrisikos eines Geschäfstfalles. Im folgenden Beispiel hat der Einmalkredit einen Risikotransfer in drei Ländern erfahren (In diesem Beispiel vergibt eine österreichische Bank mit Sitzland AT den Kredit - also ist der entsprechende Mandant auch in AT). Dies wird durch die drei Datensätze in der Entität LR_Letztrisiko abgebildet.


 


Der Geschäftsfall (AI_Geschaeftsfall_ID = 123) ist nun durch den Join mit den entsprechenden Datensätzen in der Entität LR_Letztrisiko durch die (grün hervorgehobenen) Attribute angereichert. Diese durch den Join angereicherten Attribute, können nun in Smart Cubes angesteuert werden. Da hier die Entität LR_Letztrisiko nur Informationen über den Buchwert enthält, ist dieser im Geschäftsfall zu ersetzen, alle anderen Wertarten bleiben durch den Join jedoch unverändert.


Die Entität LR_Letztrisiko in Bezug auf verschiedene Wertarten

Die Entität LR_Letztrisiko enthält nur jene Wertarten, welche durch einen Risikotransfer auf ein anderes Land übertragen werden können. So kann sich z.B. bei einem besicherten Einmalkredit der Buchwert auf verschiedene Länder aufteilen (eben jene Länder, wo die entsprechenden Sicherheiten lokalisiert sind.) Auch kann es bei einem Fonds eine Aufteilung des entsprechenden Buchwerts in verschiedene Länder geben, sowie bei einem vergebenen Credit Default Swap einen Transfer des Nomialwertes in das Land/Länder der/s Referenzkredit(e). Für Wertarten, die nicht durch den Risikotransfer betroffen sind, sind die Letztrisiko-Attribute in den SmartCubes nicht gesetzt. Für weitere Details zum Thema Wertarten siehe die Beschreibung im XEN_Letztrisiko.

Komplexeres Beispiel: Besicherter Kredit mit Tilgungsplan. Eine österreichische Bank vergibt einen Kredit mit einem Buchwert von 100.000 Euro zu einem Zinssatz von 6% p.a. Der Kredit wird jährlich mittels folgenden Tilgungsplans getilgt:


Der Kredit ist vollbesichert. Er wird zu 70% mittels einer Wohnimmobilie in Deutschland und zu 30% mittels einer Finanzgarantie einer Schweizer Bank besichert.

 


An der Darstellung erkennt man, dass für gewissen Wertarten gewisse Dimensionen/Attribute immer auf NR gesetzt sind. So ist z.B. für die Wertart Tilgung die Dimensionen des Letztrisikos immer NULL. Das bedeutet, dass die Wertart Tilgung nicht nach dem Letztrisiko aufzuspalten ist. Vice Versa ist der Buchwert nach Länderrisiko (SC_Letztrisiko_Land_Code) aufzuspalten, aber nicht nach Tilgungen, deshalb ist bei diesen Wertarten die SC_Kapital_Restlaufzeit_Code immer NR.

Übersicht Auslösung von Wertarten nach Letztrisiko und Tilgungslaufzeit

Folgende Wertarten können, je nach Abhängigkeit vom zugrundeliegenden Geschäftsfall einen Länderrisikotransfer erfahren (Unter Abhängigkeit ist zu verstehen, dass ein Geschäftsfall nicht alle Wertarten haben muss. So kann ein Einmalkredit nur einen Buchwert haben.):

  • Buchwert
  • Ausstehender Nominalwert
  • Marktwert
  • Nominale
  • Zinsabgrenzung Soll aus Agio/Disagio (Kundensicht)
  • Zinsabgrenzung Soll sonstige (Kundensicht)
  • Unwiderruflicher Kreditrahmen

Wie sich der Risikotransfer genau auf die verschiedenen Wertarten auswirkt, ist im Letztrisiko-Algorithmus (XEN_Letztrisiko) und in der Dokumentation zu den verschiedenen Formen des Risikotransfers beschrieben.

Zusammenfassung der wichtigsten Fakten

  • Ein Geschäftsfall wird durch einen LEFT JOIN mit der Entität LR_Letztrisiko mit Länderrisikoinformationen angereicht.

  • Es erfahren nur jene Wertarten einen Risikotransfer, die auch in der Entität LR_Letztrisiko aufgelistet sind. Für alle anderen Wertarten ist das Letztrisiko Land und Sektor, etc. immer NR. Für Wertarten, welche einen Risikotransfer erfahren, ist der alte Wert zu löschen und durch den/die Wert(e) zu ersetzen.

  • Die Wertarten "Zinsabgrenzung Soll aus Agio/Disagio (Kundensicht)" und "Zinsabgrenzung Soll sonstige (Kundensicht)" können einen Risikotransfer erfahren und wird priorität vor dem unwiderruflichen Rahmen behandelt.

  • Im Datenmodell ist unter Buchwert der Bruttobuchwert dargestellt, erst durch Abzug der Wertberichtigungen und des Kompensationswertes vom Bruttobuchwert, kommt man zu Nettobuchwert. Für die Länderriiskostatistik ist allerdings nur der Brutto Buchwert (und teilweise Marktwert und Nominale) relevant. Für andere Wertarten wird kein Land des Letztrisikos bestimmt.

  • Smart Cubes ab Version 2 enthalten unter anderem das Land des Letztrisikos, also jenes Land, wo das Letztrisiko eines Geschäftsfalles (bzw. der dazugehörigen Wertart) liegt. In Überleitungen und Algorithmen in denen auf das Letztrisiko Land/Sektor etc. verwiesen wird, ist die oben dargestellte Bestimmung des Letztrisikos zu verwenden.

Dokumentation der verschiedenen Formen des Risikotransfers

Eine detailiertere Vorgehensweise finden sie bitte in auf der Seite des Letztrisiko-Algorithmus XEN_Letztrisiko.

Sicherheitenzerlegung:
Beim Risikotransfer anhand von Sicherheiten, werden Geschäftsfälle um die anrechenbaren Werte aller CRR-Sicherheiten reduziert und im Gegenzug neuen Datensätzen mit den jeweiligen Attributen der Sicherheit erzeugt. Der unbesicherte Teil verbleibt dabei im ursprünglichen Letztrisiko- Sektor und -Land. Der überbesicherte Teil einer Forderung wird für ausstehende Forderungen ignoriert und die Besicherung aliquot zwischen den Sicherheiten aufgeteilt. Im Spezialfall, dass der überbesicherte Geschäftsfall eine Zinsforderung oder einen unwiderruflichen Rahmen ausweist, überträgt sich der überbesicherte Teil der Sicherheit zuerst auf die Zinsforderung und anschließend auf den unwiderruflichen Rahmen.


Auflösung des Look-Throughs:
Bei der Auflösung eines Geschäftsfalles in seine Bestandteile wird der ursprüngliche Geschäftsfall durch die zugrunde liegenden Geschäftsfälle ersetzt. Da die Werte der zugrunde liegenden Geschäftsfälle für alle Wertarten in Summe immer den Wert des ursprünglichen Geschäftsfalles ergeben müssen, ist keine weitere Aufteilung notwendig (der Geschäftsfall wird immer vollständig zerlegt). Die Letztrisiko-Attribute der Geschäftsfälle werden anhand der damit verbundener Einheit festgelegt.


Zerlegung auf Underlyings:
Bei der Auflösung eines Geschäftsfalles aufgrund von Underlyings wird der ursprüngliche Geschäftsfall durch seine Underlyings ersetzt. Sollte ein Geschäftsfall mehrere Underlyings haben, dann werden diese aliquot nach ihrem gewichteten Anteil auf den ursprünglichen Wert aufgteilt, somit wird niemals mehr als der ursprüngliche Wert übertragen.


Hauptanstalt-Zweiganstaltsbeziehungen:
Bei der Ermittlung des Letztrisikos werden Geschäftsfälle die mit Zweigstellen getätigt wurden betrachtet, als wären Sie mit der zugehörigen Hauptanstalt getätigt oder durch diese garantiert worden. Zu diesem Zweck werden alle Einheiten (sowohl der originären als auch der aufgelösten Geschäftsfälle) darauf überprüft ob sie in einer Hauptanstalt-Zweiganstalt-Beziehung stehen. Bei der Bestimmung der Letztrisiko-Attribute werden die zugehörigen Hauptanstalten anstatt der Zweiganstalten verwendet.


Weiterführende Beispiele



  • No labels