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Modellierung von Sicherheiten im Datenmodell

Überblick, verwendete Entitäten

Im Datenmodell wird die Abbildung von - den Geschäftsfällen zugewiesenen - Sicherheiten über die Entitäten GE_Geschaeftsfall_Exposure, SZ_Sicherheiten_Zerlegung und ST_Sicherheiten_Stammdaten modelliert, wobei die entsprechenden Werte in den zugehörigen Wertentitäten GEW_Geschaeftsfall_Exposure_Wert, SZW_Sicherheiten_Zerlegungs_Wert und STW_Sicherheiten_Stammdaten_Wert abgebildet werden.

Die Entität GE_Geschaeftsfall_Exposure dient der Darstellung von (Kredit-)Risikopositionen, die aus Geschäftsfällen entstehen und der Aufteilung in CoRep Risikopositionsklassen (GE07_Risikopositionsklasse_Corep_Code) aus Sicht des Mandanten bzw. eines Konzerns (Meldeobjekt). Für jedes einzelne Risiko (je Sicherheit, je Sicherungsgeber) ist ein eigenes Exposure anzulegen. Diese Entität ermöglicht auch zwischen on- und off-Balance Risiken (und in weiterer Folge Sicherheitenzuordnungen) zu unterscheiden.

Die Entität SZ_Sicherheiten_Zerlegung dient der Verknüpfung der Entitäten GE_Geschaeftsfall_Exposure und ST_Sicherheiten_Stammdaten.

Die zugeordnete Entität SZW_Sicherheiten_Zerlegungs_Wert dient der Abbildung der anrechenbaren Werte dieser Sicherheit. Beispielsweise kann eine Immobilie, die einen aktuellen Marktwert von Euro 1 Mio. hat, zu einem bestimmten Prozentsatz oder einem bestimmten Anteil (des aktuellen Werts) verwendet werden (beispielsweise 50% für die Verwendung bezüglich Wohnimmobilien in der LEP-Meldung). In der Entität STW_Sicherheiten_Stammdaten_Wert würde nun der Wert Euro 1 Mio. abgebildet werden, während in der Entität SZW_Sicherheiten_Zerlegungs_Wert der zugewiesene Wert multipliziert mit dem entsprechenden Prozentsatz abgebildet wird (Wert gem. Zerlegungsansatz = Euro 500.000). Dieser anrechenbare Sicherheitenwert wird auch häufig als Belehn- bzw. Belehnungswert bezeichnet.

Es wird davon ausgegangen, dass bereits der tatsächlich für den betrachteten Geschäftsfall anrechenbare Wert (gem. Zerlegungsansatz) an den Basic Cube geliefert wird; dieser Wert wird in der Entität SZW_Sicherheiten_Zerlegungs_Wert abgebildet (AI_Wertart_Code = "BEL (anrechenbarer Wert der Sicherheit)" bzw. "bilanzieller anrechenbarer Wert der Sicherheit (BBEL)" bzw. "anrechenbarer Wert der Sicherheit für außerbilanzielle Geschäfte (ABEL)").

Für die Sicherheitenkategorien, welche Immobilien darstellen, ist weiters auch der Restanteil (also die Differenz zwischen "Marktwert“ und „anrechenbarem Wert“) der Sicherheit als Sicherheitenzerlegung darzustellen. Dies ist notwendig, weil diesem Restanteil für CoRep ein anderes Risikogewicht zugeordnet wird (Stichwort: „fully and complete secured“ bzw. „fully secured“).

In beiden Entitäten GE_Geschaeftsfall_Exposure und SZ_Sicherheiten_Zerlegung ist anhand des Zerlegungsansatzes (über das Attribut AI_Zerlegungsansatz_Code) zu unterscheiden ob es sich bei dem/den betrachteten Exposures um eine Betrachtung nach "INT (internes Risikomanagement)", "COR (CoRep)" oder "FIN (FinRep)" handelt.

In der Entität ST_Sicherheiten_Stammdaten erfolgt die Klassifikation der betrachteten Sicherheit, also um welche Art von Sicherheit (ST03_Sicherheitenkategorie_Code) es sich handelt. In dieser Entität ist auch die Verbindung zu einem Geschäftsfall zu hinterlegen (über das Attribut AI_Geschaeftsfall_ID), sofern die betrachtete Sicherheit auch als Geschäftsfall im Datenmodell abgebildet ist (beispielsweise bei Kreditderivaten, siehe "Sicherheiten - CDS Kauf zur Absicherung"). In der zugeordneten Entität STW_Sicherheiten_Stammdaten_Wert wird beispielsweise der Marktwert der Sicherheit abgebildet.

Existiert zu einem Geschäftsfallexposure keine Sicherheitenzerlegung, so ist dieses Geschäftsfallexposure als unbesichert anzusehen. 

Darstellung von empfangenen Kreditzusagen, Finanzgarantien und sonstige Zusagen

Empfangene Garantien sind als Sicherheiten abgebildet, empfangene Kreditzusagen und sonstige Zusagen sind als eigene Geschäftsfallkategorien abgebildet, um die Anforderungen aus FinRep Template 9.2 erfüllen zu können.

Zur Befüllung der Attribute GE07_Risikopositionsklasse_Corep_Code 

Die Zerlegung eines Geschäftsfalls in seine zugehörigen Forderungsklassen ist für regulatorische (CoRep)-Zwecke notwendig, nicht jedoch für die Erstellung anderer (an die Bilanz angelehnten) Erhebungen (Monstat, FinRep, Risikoausweise), in denen auch Informationen über die entsprechenden Sicherheiten (daher die Sicherheitenzuordnung) dargestellt werden. Da aber die Sicherheitenzuordnung/Sicherheitenzerlegung die Entität GE_Geschaeftsfall_Exposure benötigt, ist es notwendig eine Darstellung der Sicherheitenzuordnung/Sicherheitenzerlegung zu ermöglichen, die keine detaillierten Informationen zu den Forderungsklassen beinhaltet (und somit auch vor den Rechenkernoperationen befüllt werden können). In diesen Fällen werden die entsprechenden Attribute (GE07_Risikopositionsklasse_Corep_Code , GE02_Forderungskategorie_Code) mit NULL befüllt. Die Unterscheidung, ob es sich um eine Sicherheitenbetrachtung ohne Berücksichtigung von CoRep handelt oder nicht, erfolgt über das Attribut AI_Zerlegungsansatz_Code in den Entitäten GE_Geschaeftsfall_Exposure und SZ_Sicherheiten_Zerlegung. Für die Sicherheitenzuordnung nach internem Risikomanagement (ohne Berücksichtigung von Forderungsklassen) ist die Ausprägung von AI_Zerlegungsansatz_Code = "INT (Internes Risikomanagement)" zu verwenden. Für die Sicherheitenzuordnung für FinRep-Zwecke (dabei ist dem internen Ansatz der Sicherheitenzuordnung zu folgen, wobei aber Immobiliensicherheiten prinzipiell vorrangig zugeordnet werden müssen) ist die Ausprägung von AI_Zerlegungsansatz_Code = "FinRep (FIN)" zu verwenden.

Darstellung der Werte in den zugehörigen Entitäten

Die jeweils zugehörigen Werte der verschiedenen Entitäten werden in den zugehörigen Werte-Entitäten abgebildet. Die exakte Klassifikation, um welchen Wert es sich handelt, findet über die Attribute AI_Wertart_Code & AI_Wertmesseinheit_Code statt. In der zugeordneten Codeliste Wertart_CL sind alle möglichen Ausprägungen enthalten, über das Gruppenbildungskonzept werden dann je Werte-Entität die zugehörigen gültigen Ausprägungen gruppiert.

In der Entität STW_Sicherheiten_Stammdaten_Wert werden die entsprechenden Werte für die betrachtete Sicherheit abgebildet, welche über die Attribute AI_Wertart_Code und AI_Wertmesseinheit_Code exakt spezifiziert werden (beispielsweise AI_Wertart_Code = "Beizulegender Zeitwert (BZ)" für Wertpapiere). In dieser Entität sind die Wertarten "Marktwert (MW)" bzw. "CRR Beleihungswert (BELCRR)" für Immobilien und "Beizulegender Zeitwert (BZ)" bzw. "Nominale (NN)" für alle anderen Kategorien relevant. Alternativ ist auch die Wertart "Anderer Wert der Sicherheit (AS)" verfügbar.

In der Entität SZW_Sicherheiten_Zerlegungs_Wert wird der anrechenbare Sicherheitenwert dargestellt:

  • Für die Ansätze "INT (Internes Risikomanagement)" und "COR (CoRep)" ist die AI_Wertart_Code = "BEL (anrechenbarer Wert der Sicherheit)" zu verwenden.
  • Für den Ansatz "FinRep (FIN)" stellt der "bilanzielle anrechenbare Wert der Sicherheit (BBEL)" jenen Teil des anrechenbaren Sicherheitenwerts dar, welcher sich auf den bilanziellen Teil von Geschäften bezieht, d.h. dieser ist mit dem "Netto-Buchwert inkl. Zinsabgrenzungen (NBW)" des entsprechenden Geschäftsfalls zu cappen. Weiters stellt der "anrechenbare Wert der Sicherheit für außerbilanzielle Geschäfte (ABEL)" jenen Teil des anrechenbaren Sicherheitenwerts dar, welcher nur den anteiligen Wert von Sicherheiten (inkl. erhaltenen Garantien), welcher sich auf "außerbilanzielle" Forderungen bezieht (beispielsweise auf den "nicht-ausgenützten Rahmen (NAR)" eines Kredits oder auf gegebene Garantien).

Identifikation der zur Sicherheit zugeordneten Einheit

Die Identifikation der zur Sicherheit zugeordneten Einheit für Zwecke der Letztrisiko-Ermittlung erfolgt über die Relation zwischen ST_Sicherheiten_Stammdaten und KR_Kundenrollen. Ausgehend von ST_Sicherheiten_Stammdaten (Identifier AI_Sicherheiten_ID) kann somit über die Entität KR_Kundenrollen mit Angabe der entsprechenden Rolle "SE (Der Sicherheit zugeordnete Einheit)" die zugehörige Einheit (AI_Einheitennummer_ID) in der Entität EM_Einheit_MS identifiziert werden. Für die korrekte Zuweisung der "SE (Der Sicherheit zugeordnete Einheit)" siehe die Beschreibung bei Rolle_CL.

Bemerkung (bezüglich Immobiliensicherheiten):

Damit bei Immobilien die korrekte Zuordnung von Ländern möglich ist (also jenes Land abbildbar ist, in dem die Immobilie liegt), wird für Immobilien eine Dummy-Einheit in der Entität EM_Einheit_MS abgelegt, die im Falle von Immobiliensicherheiten ("WI (Wohnimmobilie)", "GB (Büros und sonstige Gewerberäume)", "GI (Gewerbeimmobilie)") zugeordnet wird.

Bemerkung (bezüglich Wertpapiersicherheiten):

Damit der zum Wertpapier zugeordnete Emittent korrekt als zur Sicherheit zugeordnete Einheit identifiziert werden kann, ist es notwendig die Emittenten von Wertpapieren (identifiziert über AI_Einheitennummer_ID) in der Entität KR_Kundenrollen eindeutig darzustellen. Diese sind daher über das Tripel (AI_Sicherheiten_ID, AI_Mandant, AI_Stichtag_Datum) mit der Rolle AI_Rolle_Code = "SE (Der Sicherheit zugeordnete Einheit)" in der Entität KR_Kundenrollen abzubilden. 

Identifikation des Sicherungsgebers

Die Identifikation des Sicherungsgebers für GKE-Zwecke erfolgt ebenso die KR_Kundenrollen - hier ist die Rolle "SG (Sicherungsgeber)" zu verwenden. Hier wird jene Einheit hinterlegt, die die Sicherheit zur Verfügung stellt (dies ist in den meisten Fällen der Eigentümer des Vermögenswerts, der zu Besicherung verwendet wird); für Details siehe Rolle_CL.

Erläuterung anhand von Beispielen

In den folgenden Beispielen werden die Prinzipien der Sicherheitenzuordnung zu einem Geschäftsfall anhand verschiedener Szenarien immer innerhalb eines Zerlegungsansatzes betrachtet. Es ist einerseits zu beachten, dass eine Sicherheit auch mehreren Geschäftsfällen/Geschäftsfall-Exposures zugeordnet werden kann. Andererseits werden in der Regel pro Geschäftsfall/Sicherheit mehrere Ansätze parallel verwendet werden, um alle melderelevanten Aspekte zu erfassen. 

Die verwendeten Wertangaben in den Beispielen sind ohne Gewähr und sollen für frei erfundene Szenarien die Darstellung von Sicherheiten im Basic Cube demonstrieren.

Beispiel 1 - Bankgarantie

Eine österreichische Bank vergibt einen Einmalkredit (AI_Geschaeftsfall_ID = "123" mit GF00_Geschaeftsfallkategorie_Code = "X (Einmalkredit (exkl. Kreditlinie))") in Höhe von EUR 1.000 an ein Unternehmen (AI_Einheitennummer_ID = "001") mit Sitz in Deutschland (EM02_Sitzland_MS_Code = "DE (Deutschland)"). Dieser Kredit wird von einer Bank (GE07_Risikopositionsklasse_Corep_Code = "0600 (Risikoposition gegenüber Instituten)") mit Sitz in den USA (EM02_Sitzland_MS_Code = "US (Vereinigte Staaten von Amerika)") durch eine Garantie (ST03_Sicherheitenkategorie_Code = "GA (Finanzgarantie (exkl. Kreditderivat))") besichert.

Darstellung von Beispiel 1 im Zerlegungsansatz "CoRep"


Das Attribut GE07_Risikopositionsklasse_Corep_Code  enthält die entsprechenden Forderungklassen laut CoRep. Für Sicherheitenzerlegungen, welche nicht der Abbildung von CoRep-relevanten Inhalten dienen - also in Fällen, in denen keine Forderungsklassen benötigt werden, beispielsweise  Monstat, FinRep, etc. - sind diese Attribute irrelevant und daher nicht zu befüllen.

Für weitere Beschreibungen und Beispiele zur Darstellung von Exposures für CoRep-Zwecke siehe Darstellung des Kreditrisikos gemäß CoRep.

Ermittlung des Ultimate- und Immediate-Risks

Die zum Geschäftsfall zugehörige Einheit (der Counterpart) ist in üblicher Form zu ermitteln: Mittels des Tripels (AI_Geschaeftsfall_ID, AI_Mandant, AI_Stichtag_Datum) erhält man ausgehend vom betrachteten Geschäftsfall in der Entität KR_Kundenrollen mittels Angabe der entsprechenden AI_Rolle_Code = "IH (Inhaber)" den zum betrachteten Geschäftsfall zugeordneten Counterpart.

Die zur Sicherheit zugeordnete Einheit wird folgendermaßen ermittelt: Mittels der Entitäten GE_Geschaeftsfall_Exposure und SZ_Sicherheiten_Zerlegung wird die Verbindung zwischen dem betrachteten Geschäftsfall und der dazugehörigen Sicherheit im Datenmodell dargestellt. Die Verbindung erfolgt über folgende Attribute:

Somit ist die Identifikation der zur Sicherheit zugeordneten Einheit und damit eine Unterscheidung zwischen "Immediate Risk" und "Ultimate Risk" (bezüglich Länderrisiko) möglich. Die entsprechenden Werte werden in den zu den Entitäten zugehörigen Werte-Entitäten abgelegt.

Darstellung von Beispiel 1 im Zerlegungsansatz "Internes Risikomanagement"

Beispiel 2 - Wertpapiersicherheiten

Eine österreichische Bank vergibt einen Einmalkredit (GF_Geschaeftsfall = "123" mit GF00_Geschaeftsfallkategorie_Code = "X (Einmalkredit (exkl. Kreditlinie))") in Höhe von EUR 1.000 an ein deutsches (EM02_Sitzland_MS_Code = "DE (Deutschland)" Unternehmen (AI_Einheitennummer_ID = "001"). Dem Kredit sind zwei Wertpapiersicherheiten hinterlegt:

Der Counterpart des Geschäftsfalls wird in üblicher Form über die Entität KR_Kundenrollen mittels AI_Rolle_Code = "IH (Inhaber)" dargestellt.


Beispiel 3 - CDS Kauf zur Absicherung

Eine österreichische Bank vergibt einen Einmalkredit (GF00_Geschaeftsfallkategorie_Code = "X (Einmalkredit (exkl. Kreditlinie))") in Höhe von EUR 1.000 an eine österreichische (EM02_Sitzland_MS_Code = "AT (Österreich)") Privatperson (AI_Einheitennummer_ID = "001").

Diese Kreditforderung wird durch den Kauf (GF40_Short_Position_Kennzeichen = "FALSCH" in GF_Geschaeftsfall = "975") eines CDS (GF00_Geschaeftsfallkategorie_Code = "Q (Derivat)", GF42_Derivattyp_Code = "S (Swap)" und GF43_Underlying_Klasse_Code = "CD (Credit Default)") bei einer britischen (EM02_Sitzland_MS_Code = "GB (Großbritannien)") Bank (AI_Einheitennummer_ID = "Bank A") zu 70% abgesichert. Das Derivat ist in diesem Beispiel wie eine Finanzgarantie zu behandeln. 30% des Risikos verbleiben beim Counterpart. Im internen Ansatz ist es nicht notwendig, hier ein eigenes Exposure anzulegen.

Das Kreditderivat ist zweimal im Basic Cube abgebildet - einmal als Sicherheit und einmal als Geschäftsfall. Die Verbindung zwischen dem CDS als Sicherheit und dem CDS als Geschäftsfall erfolgt über das Attribut AI_Geschaeftsfall_ID in der Entität ST_Sicherheiten_Stammdaten

Wird ein Kreditderivat nur zu Spekulationszwecken gekauft, so ist nur der Geschäftsfall des Kreditderivats darzustellen. Die Unterscheidung, ob ein gekauftes Kreditderivat (Long Position) zur Absicherung verwendet wird oder nicht, erfolgt über das abgeleitete Attribut GFA120_Absicherungs_Kennzeichen.

Der Counterpart der beiden Geschäftsfälle wird in üblicher Form über die Entität KR_Kundenrollen mittels AI_Rolle_Code = "Inhaber (IH)" ermittelt. Ausgehend von der Entität GF_Geschaeftsfall ist die Ermittlung des "Ultimate Risks" sowie des "Immediate Risks" mittels des Tripels (AI_Geschaeftsfall_ID, AI_Mandant, AI_Stichtag_Datum) möglich.


Beispiel 4 - Immobiliensicherheit und Barsicherheit

Eine österreichische Bank vergibt einen revolvierenden Kredit (AI_Geschaeftsfall_ID = "123" mit GF00_Geschaeftsfallkategorie_Code = "V (Revolvierender Kredit (exkl. Überziehungskredit))") an ein Unternehmen (AI_Einheitennummer_ID = "001") mit Hauptsitz in Österreich (EM02_Sitzland_MS_Code = "AT (Österreich)"). Der Gesamtrahmen des Kredits beträgt EUR 1.500, zum aktuellen Stichtag sind davon EUR 1.000 ausgenutzt.

Der Counterpart des Geschäftsfalls wird in üblicher Form über die Entität KR_Kundenrollen mittels AI_Rolle_Code = "IH (Inhaber)" dargestellt.

Dieser Kredit ist durch zwei Sicherheiten besichert:

Eine Spareinlage von EUR 500 (AI_Sicherheiten_ID = "881" mit ST03_Sicherheitenkategorie_Code = "BG (Bareinlage oder bargeldähnliche Instrumente)") beim kreditgebenden Institut: Die Zurechnung zum Kredit erfolgt über die Entität GE_Geschaeftsfall_Exposure mit AI_Exposure_ID = "008".

Eine Liegenschaft (AI_Sicherheiten_ID = "991" mit ST03_Sicherheitenkategorie_Code = "LI (Liegenschaft)") in Deutschland (EM02_Sitzland_MS_Code = "DE (Deutschland)"): Die Liegenschaft weist einen Marktwert von EUR 1.000 auf, dargestellt in der Entität SZW_Sicherheiten_Zerlegungs_Wert. Der anrechenbare Wert der Sicherheit beträgt EUR 800. Die Zuordnung zum Kredit erfolgt über die Entität GE_Geschaeftsfall_Exposure mit AI_Exposure_ID = "009".

Beide Sicherheiten befinden sich im Besitz des Unternehmens, daher ist das Unternehmen selbst in der Rolle mit AI_Rolle_Code = "SG (Sicherungsgeber)" zu hinterlegen.

Wie üblich erfolgt die Zuordnung von (Dummy-) Einheiten zu den Exposures über die Entität KR_Kundenrollen mit AI_Rolle_Code = "SE (Der Sicherheit zugeordnete Einheit)".

Bei Immobiliensicherheiten wird das Land, in dem sich die Immobilie befindet, über Dummy-Einheiten modelliert. Daher ist es notwendig für alle Länder, in denen sich Immobiliensicherheiten des betrachteten Mandanten befinden, entsprechende Dummy-Einheiten bereitzustellen und diese mit den Sicherheiten entsprechend zu verknüpfen.

Im Zerlegungsansatz "Internes Risikomanagement"  

Im Zerlegungsansatz "FinRep"  

Die Darstellung der Sicherheiten für FinRep-Zwecke erfolgt in den Entitäten GE_Geschaeftsfall_Exposure und SZ_Sicherheiten_Zerlegung mittels AI_Zerlegungsansatz_Code = "FIN (FinRep)". Weiters ist darauf zu achten, dass in der Entität SZW_Sicherheiten_Zerlegungs_Wert der AI_Wertart_Code an den FinRep Ansatz angepasst werden muss. Für die Immobiliensicherheit ist die entsprechende Wertart "BBEL (bilanzieller anrechenbarer Wert der Sicherheit)" und für die Bankgarantie ist als Wertart "ABEL (anrechenbarer Wert der Sicherheit für außerbilanzielle Geschäfte)" zu hinterlegen. Ebenso ist zu beachten, dass die Immobiliensicherheit im Zerlegungsansatz "FIN (FinRep)" vorrangig behandelt wird.



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