Page tree
Skip to end of metadata
Go to start of metadata

Ein Smart-Cube Schaubild wird von den Smart-Cube Meldekonzepte = Spalten und den Smart-Cube Attributen = Zeilen gebildet. Die Zeilen sind die Dimensionen des Smart-Cubes.

Beispiel: Es werden die Kredite regional und währungsweise dargestellt. Die Kredite sind in diesem Beispiel ein Meldekonzept, die Smart-Cube Attribute wären "Kreditwährung" und "Schuldnerland". Ein solcher Cube wäre zweidimensional.

Ein Smart-Cube Attribut kann einem bestimmten Basic-Cube Attribut entsprechen oder kann mittels Algorithmus aus einem oder mehreren Basic-Cube Attributen (Attribute des Basic-Cube) abgeleitet werden.

Beispiel 1: Die Kreditwährung wird für den Smart-Cube 1:1 von der Kreditwährung des Basic-Cubes übernommen.

Beispiel 2: Annahme: Beim Schuldnerland sind internationale Organisationen mit deren Code auszuweisen: Der Algorithmus für "Schuldnerland" würde aus dem Basic-Cube das Sitzland nehmen, außer es handelt sich um eine internationale Organisation, dann würde anstelle des Sitzlandes (AT für UNIDO) 1Y für UNIDO eingesetzt.

Die Meldekonzepte stellen dabei eine gewisse Auswahl an Geschäftsfällen aus dem Basic-Cube dar (beispielsweise wird das Meldekonzept "Einmalkredite" im Kredit-Cube aus den Geschäftsfallkategorien "Einmalkredit (exkl. Kreditlinie)", "Kreditlinie" und "Wechselkredite" zusammengesetzt). In den Zellen des Smart-Cube Schaubilds befinden sich die einzelnen Granularitätsregeln/Granularitätsalgorithmen. Die Granularitätsregel beschreibt, unter welchen Bedingungen und wie die Ausprägungen einer Smart-Cube Dimension in dem Smart-Cube Schaubild zu übernehmen sind. Nicht konsistente Kombinationen (beispielsweise die Angabe einer SC_Kredituebertragung_Art_Code obwohl es sich um keine Kreditübertragung handelt) werden nicht per Granularitätsregeln eingeschränkt sondern in den Prüfregeln abgebildet. Diese sind nicht Bestandteil des Meldewesen Wiki. Die einzelnen Datensätze können z.B. zu einem Datensatz aggregiert werden, wenn die Ausprägungen der verschiedenen Datensätze eines Smart-Cube Attributes in eine vorher definierte Gruppe fallen.

Beispiel: Es existieren drei Datensätze mit verschiedenen Länderausprägungen (AT, DE, US), die entsprechende (Länder-)Granularitätsregel in der Gruppenliste zeigt EU und US. Das führt dazu, dass zwei Datensätze im Smart-Cube Schaubild entstehen: ein aggregierter Datensatz (AT+DE) und ein nicht aggregierter Datensatz (US).

Es stehen folgende Standardgranularitätsregeln zur Verfügung:

  • Granularitäts-Algorithmus: NR (Nicht Relevant - graue Zellen), NR - kein weiteres Argument erforderlich. 
    • Ist eine Zelle eines Smart-Cube Schaubilds grau, so ist diese Meldekonzept-/Dimensionskombination - meist aufgrund von rechtlichen Einschränkungen - nicht von Interesse und muss daher auch nicht gemeldet/angeliefert werden. Dieses Faktum spiegelt sich auch in der DV-Schnittstelle und in den Prüfregeln wider. 
  • Granularitäts-Algorithmus: EA (Einzel Anlieferung)XGR_EA() - kein weiteres Argument erforderlich
    • Die Dimension wird einzeln dargestellt. Es wird jede Ausprägung eines Datensatzes in dieser Dimension so übernommen (1:1), wie sie im Smart-Cube Attribut definiert ist.
  • Granularitäts-Algorithmus: XFD_Granularitaets_Einschraenkung (führt Granularitätsregel aus, wenn Liste von Inputs passend gemeldet wird; ansonsten wird NR gemeldet).
    • Hier wird eine benutzerdefinierte Granularitätsregel (meist XGR_EA) ausgeführt, wenn eine angefügte Liste von Smart-Cube Attributen - Ausprägungskombinationen erfüllt ist. Trifft dies nicht zu, ist die Zelle als NR zu verstehen. So kann z.B. eine gewisse Dimension für ein bestimmtes Meldekonzept - meist aufgrund von rechtlichen Einschränkungen - nur unter speziellen Bedingungen erforderlich sein. Wenn die Dimension nicht erforderlich ist, ist die Rückgabe NR, d.h. die Dimension muss in diesem Fall nicht gemeldet werden. 
  • Granularität der Ausprägungen: In der Spalte Gruppenliste/Codeliste wird eine Codeliste oder Gruppenliste angegeben, die die Liste der erlaubten Ausprägungen angibt. Dies schränkt die Datenmenge für eine Dimension gegenüber dem Basic-Cube ein. Jede valide Ausprägung wird in die entsprechende Gruppe aggregiert oder - falls einzeln in der entsprechenden Liste erwähnt - einzeln dargestellt.

Eine Zelle eines Smart-Cube Schaubilds muss immer eine Granularitätsregel enthalten. Für die Granularitätsregeln bezüglich der Ausprägungen ist zusätzlich die Angabe einer Codelistgruppe oder Gruppe erforderlich. 

Im Falle einer Granularitätsregel mit XFD_Granularitaets_Einschraenkung wird ein Geschäftsfall abgelehnt, sofern die entsprechende Ausprägung des Geschäftsfalls nicht in die angegebene Gruppe fällt. Das bedeutet, dass der Geschäftsfall im Smart-Cube nicht berücksichtigt wird.

Im folgenden Beispiel befindet sich ein schematischer Ausschnitt eines Smart-Cube Schaubilds. 

mit folgender Legende für die Granularitätsregeln

WAHR(PRIV_GR) && WAHR(AT) = XFD_Granularitaets_Einschraenkung(XGR_EA(), SC_Sektor_ESVG_Code, PRIV_GR, SC_Sitzland_des_Mandanten_Code, 'AT')
EA = XGR_EA()

In diesem Schaubild sind in der Spalte "Attribut" zwei Smart-Cube Attribute (SC_Kredit_Verwendungszweck_Code und SC_Sektor_ESVG_Code) sowie die Wertart Buchwert zu sehen. Smart-Cube Attribute sind an dem Präfix "SC_" sowie der unterschiedlichen Färbung erkennbar. In der Spalte "Code" findet sich der Dimensions- oder Wertart-Kürzel. Die Spalte Gruppenliste/Codeliste gibt, wie oben beschrieben, eine Einschränkung bzw. Aggregation der zu meldenden Werte an. In diesem Fall gilt für SC_Kredit_Verwendungszweck_Code die Einschränkung auf Zweck_GL

W

Kredit für Schaffung und Erhaltung von Wohnraum

K

Konsumkredit

I

Kredit für Immobilienfinanzierung

S

Sonstige Ausleihungen

Des Weiteren wird SC_Sektor_ESVG_Code auf die Liste ESVG_zuordenbar_GR eingeschränkt, die alle ESVG-Sektor-Codes bis auf "nicht zuordenbar (9999)" beinhaltet; das heißt, dass jeder ESVG-Sektor 1:1 übernommen wird, sofern er zuordenbar ist (im Sinne des Datenmodells).

Die nächste Spalte beinhaltet das Meldekonzept Einmalkredite (K01_BF01). Das bedeutet, dass in dieser Spalte alle entsprechenden Geschäftsfälle gemeldet werden. Ob ein bestimmtes Attribut gemeldet werden muss, bestimmen die Granularitätsregeln. Das Attribut SC_Sektor_ESVG_Code beinhaltet die Granularitätsregel XGR_EA() (hier abgekürzt durch EA). Dies bedeutet, dass jede Ausprägung von SC_Sektor_ESVG_Code so übernommen wird, wie er angeliefert wird, wenn er sich in ESVG_zuordenbar_GR befindet. Ist dies nicht der Fall, wird NR gemeldet. 

Die Zelle für SC_Kredit_Verwendungszweck_Code in K01_BF01 enthält die Granularitätsregel XFD_Granularitaets_Einschraenkung(XGR_EA(), SC_Sektor_ESVG_Code, PRIV_GR, SC_Sitzland_des_Mandanten_Code, 'AT'). Das bedeutet, es soll XGR_EA() gemeldet werden (wie oben - eine 1:1 Überleitung aus dem Basic Cube, wenn die Ausprägung in Zweck_GL ist), wenn SC_Sektor_ESVG_Code sich in PRIV_GR befindet und zusätzlich, wenn das SC_Sitzland_des_Mandanten_Code die Ausprägung gleich 'AT' ist. Trifft eine der Bedingungen nicht zu, so wird für SC_Kredit_Verwendungszweck_Code die Ausprägung NR zurückgegeben. Obwohl die Granularitätsalgorithmen in den Smart-Cube Schaubildern angeführt werden, finden diese auf Einzelgeschäftsfallebene statt. Erst wenn die Granularität eines Datensatzes (auf Einzelgeschäftsfallebene) vollständig bestimmt ist, wird dieser im entsprechenden Smart-Cube aggregiert.

Grundsätzlich ist in den Schaubildern die Granularitätsregel wie im obigen Beispiel durch einen Regel-Namen (zB: WAHR(AT)) abgekürzt und im Tabellenblatt "Legende_Granularitätsregeln" ausgeführt. Dies dient zur besseren Lesbarkeit der Smart-Cube Schaubilder.

Die letzte Zeile des Beispiels zeigt die Wertart Buchwert, die gemäß XGR_EA() 1:1 zu übernehmen ist. Die Wertart ist eines der identifizierenden Attribute von der Entität GFW_Geschaeftsfall_Wert. Das Attribut beschreibt, um welche Art von Wert es sich handelt (Buchwert, Marktwert, etc.). Die Wertart stellt eine zusätzliche Dimensionen in den Smart-Cube Schaubildern dar, die anhand der Färbung (und das Fehlen des Präfixes "SC_") von den Smart-Cube Attributen unterscheidbar sind. Ein Smart-Cube benötigt niemals das gesamte Spektrum aller möglichen Wertarten, sondern nur eine Teilmenge.

Beispiel eines Smart-Cube Schaubildes mit mehr als einem Meldekonzept:

mit folgender Legende der Granularitätsregeln

In diesem Beispiel sind die beiden Smart-Cube Attribute SC_Eigene_Auslandsfiliale_Kennzeichen und SC_Sitzland_des_Mandanten_Code sowie die beiden Wertarten Buchwert und Reklassifikation zu sehen. Außerdem sind in den Spalten die beiden Meldekonzepte Einmalkredite (K01_BF01) und Anteilsrechte nicht in Form von Wertpapieren (K01_BF06).

Betrachtet man die Granularitätsregel, so sieht man, dass in das Konzept "Einmalkredite" jeweils das Attribut SC_Sitzland_des_Mandanten_Code und die Wertart Buchwert 1:1 aus dem Smart-Cube Attribut zu übernehmen sind (da die Granulariätsregel XGR_EA() in den entsprechenden Zellen steht). Das Smart-Cube Attribut SC_Eigene_Auslandsfiliale_Kennzeichen und die Wertart Reklassifikation sind jeweils zu melden, wenn das Attribut SC_Sitzland_des_Mandanten_Code die Ausprägung 'AT' aufweist, was an der Granularitätsregel WAHR(AT) (die für XFD_Granularitaets_Einschraenkung(XGR_EA(), SC_Sitzland_des_Mandanten_Code, 'AT') steht, siehe oben) erkennbar ist.

Im Konzept "Anteilsrechte nicht in Form von Wertpapieren" sind die Zellen für SC_Eigene_Auslandsfiliale_Kennzeichen und Buchwert grau, das bedeutet, dass auf beide die Granulariätsregel NR (nicht relevant) zutrifft - sie müssen also in diesem Konzept nicht gemeldet werden. Bei SC_Sitzland_des_Mandanten_Code und Reklassifikation stehen die gleichen Granularitätsregeln wie in "Einmalkredite"; das heißt, dass SC_Sitzland_des_Mandanten_Code 1:1 übernommen wird (wenn es sich in ISO_Land_CL befindet) und Reklassifikation zu melden sind, wenn das Attribut SC_Sitzland_des_Mandanten_Code die Ausprägung 'AT' aufweist.

  • No labels