ThemaBeendigung Identnummer (4/6)
Frage

Wie ist bei der verzögerten Verwertung von Immobiliensicherheiten vorzugehen?

Antwort

Nach Beendigung des Insolvenzverfahrens wurde das Vermögen verteilt. Die beendete Identnummer existiert nicht mehr und kann daher auch nicht mehr Eigentümer der Immobilie sein. Die zentrale Frage ist also: Wer ist Eigentümer der Immobilie? Es gibt nur folgende Möglichkeiten (die in der GKE aber immer die gleiche Konsequenz haben):

  • Das Eigentum an der Immobilie liegt bei der Bank. In diesem Fall muss sie auch die Immobilie bilanzieren. Der Buchwert der Immobilie mindert dann den Forderungswert und ist in den kumulierten Rückflüssen darzustellen, der den Buchwert der Immobilie überschreitende Anteil der finanziellen Forderung ist abzuschreiben.
  • Das Eigentum liegt bei der Insolvenzmasse. Aus unserer Sicht kann dann die Gegenpartei noch nicht beendet sein. Diesen Fall müssten Sie uns bitte genauer erläutern.
  • Das Eigentum liegt bei einem Drittsicherheitengeber, also einer Gegenpartei, die weiterhin existiert. In diesem Fall, den wir in der jüngsten Fassung der FAQ 73 eigens behandelt haben, liegt ein „sonstiger Vermögensgegenstand“ gegenüber dem Drittsicherheitengeber vor. Da jedoch die Forderung nicht in einer Zahlungsverpflichtung des Drittsicherheitengebers besteht, sondern vielmehr in der Verwertung der Immobilie, handelt es sich nicht um eine finanzielle Forderung und somit nicht um ein GKE-relevantes Instrument. Daraus folgt allerdings, dass der Buchwert dieses „sonstigen Vermögensgegenstands“ die vormalige finanzielle Forderung reduziert (somit in den „kumulierten Rückflüssen“ zu melden ist) und die restliche finanzielle Forderung abgeschrieben werden muss. Übertrifft in Folge der Erlös der Immobilie den Buchwert des „sonstigen Vermögensgegenstands“, dann ist das einfach ein (nicht mehr GKE-relevanter) Gewinn aus der Veräußerung.
Relevante Attribute/Codelisten/Algorithmen SC_Vertragspartner_Identnummer
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