ThemaBeendigung Identnummer (5/6)
Frage

Es gibt Fälle, bei denen der ursprüngliche Kreditnehmer mit beendeter Identnummer eine Immobiliensicherheit bestellt, diese aber nicht im Zuge des Insolvenzverfahrens der Masse zugeordnet und verwertet werden. Das kann sein, wenn die Immobilie derart durch Hypotheken belastet ist, dass bei der Verwertung kein Ertrag für die Masse erwartet wird. Besitzt der Melder die Hypothek, werden Rückflüsse aus der Immobilie erwartet und die Forderung bleibt aktuell in der Bilanz gegenüber dem Kreditnehmer stehen. Wie müssen diese Fälle in der Bilanz bzw. GKE dargestellt werden?

Antwort

Es ist darauf abzustellen, wer Eigentümer der Immobilie ist. Die beendete Gegenpartei scheidet aus.

Ist die Bank Eigentümerin der Immobilie, muss sie diese auch bilanzieren. Ist die Bank nur Inhaberin der (noch nicht verwerteten) Hypothek und die Immobilie ist im Eigentum eines Dritten, dann handelt es sich um einen sonstigen Vermögensgegenstand, dessen Werthaltigkeit (und darauf kommt es an!) nicht von der Zahlungsfähigkeit einer Gegenpartei (nämlich des Eigentümers der Immobilie) abhängt, sondern vom erzielbaren Veräußerungserlös ist. Dieser, begrenzt mit der Höhe der Hypothek, ist maßgeblich für die Bewertung diesen sonstigen Vermögensgegenstands, der zu verbuchen ist. Somit liegt hier keine finanzielle Forderung vor!

Der den Wert dieses sonstigen Vermögensgegenstands übersteigende Anteil der vormaligen finanziellen Forderung gegenüber dem beendeten Kunden ist auszubuchen.

Relevante Attribute/Codelisten/Algorithmen SC_Vertragspartner_Identnummer
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