Neugeschäft ist definiert als alle zwischen dem Kunden und dem Melder im abgelaufenen Berichtsmonat neu getroffenen Vereinbarungen.

Unter Neuvereinbarungen fallen

  • alle Verträge, Bedingungen und Modalitäten, die erstmals den Zinssatz einer Einlage oder eines Kredits festlegen, und
  • alle neu verhandelten Vereinbarungen in Bezug auf bestehende Einlagen und Kredite.

Prolongationen bestehender Einlagen- und Kreditverträge, die automatisch erfolgen, d.h. ohne aktive Mitwirkung des Kunden und keine Neuverhandlung der Bedingungen und Modalitäten des Vertrages einschließlich des Zinssatzes erfordern, gelten nicht als Neugeschäft. Nicht als Neugeschäft gelten somit automatische Zinsanpassungen, die infolge der Änderung des entsprechenden Referenzzinssatzes (EURIBOR etc.) aufgrund einer Zinsanpassungsklausel im zugrunde liegenden Vertrag erfolgen.

Konvertierungen von Fremdwährungskrediten in EUR-Kredite (und umgekehrt) gelten nur dann als Neugeschäft, wenn beide Vertragsparteien dem Währungswechsel zustimmen müssen. Werden beim Abschluss des Fremdwährungskredites die Voraussetzungen für eine Konvertierung in einen EUR-Kredit getroffen und erfolgt die Konvertierung bei Erreichen eines vordefinierten Ereignisses, so liegt kein Neugeschäft vor.

Im Falle von täglich fälligen Einlagen, Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist, revolvierenden Krediten und Überziehungskrediten sowie verzinsten Kreditkartenkrediten zählt der gesamte Bestand (Buchwert) zum jeweiligen Meldestichtag zum Neugeschäft.