Schuldverschreibungen sind handelbare Finanzinstrumente zur Verbriefung einer Forderung, die in der Regel an Sekundärmärkten gehandelt oder am Markt verrechnet werden können, dem Inhaber aber keine Eigentumsrechte am Emissionsinstitut einräumen. Hierunter fallen:

a) Wertpapiere, die dem Inhaber das uneingeschränkte Recht auf ein festes oder vertraglich vereinbartes Einkommen in Form von Kuponzahlungen und/oder einem angegebenen festen Betrag zu einem bestimmten Tag oder bestimmten Tagen oder ab einem zum Zeitpunkt der Emission festgelegten Tag einräumen;

b) Kredite, die an einem organisierten Markt handelbar werden, d. h. handelbare Kredite, sofern es Hinweise für einen Handel an Sekundärmärkten gibt; diese umfassen u. a. das Vorhandensein von Marktpflegern und die häufige Notierung der Forderung, wie sie in der Geld-Brief-Spanne zum Ausdruck kommt;

c) nachrangige Forderungen in Form von Schuldverschreibungen, also beispielsweise auch Ergänzungskapitalanleihen.

Indexzertifikate und andere "derivative" Wertpapiere (beispielsweise auch Schuldverschreibungen mit eingebetteten Derivaten) zählen im Sinne dieses Datenmodells auch zu Schuldverschreibungen.

Verbriefungstranchen und Credit Linked Notes sind ebenfalls Schuldverschreibungen, im Datenmodell werden sie allerdings in einer eigenen Geschäftsfallkategorie dargestellt.

Zu Schuldverschreibungen zählen nicht Schuldscheindarlehen.