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Die vorliegende Seite beschreibt die Meldung der institutsinternen Ratingsysteme für die granulare Kredit-Erhebung in den Tabellen 13 und 14 der GKE, im Folgenden Ratingsystem-Meldung (RS-Meldung) genannt. Die RS-Meldung setzt sich aus der Auflistung der Ratingsysteme in Tabelle 13 (RS_Ratingsystem_intern) und den Bonitätsklassen je Ratingsystem in Tabelle 14 (BK_Bonitaetsklasse_intern) zusammen.

Die im Zuge der RS-Meldung gemeldeten Attribute SC_Ratingsystem_intern und SC_Bonitaetsklasse_intern (inkl. der standardisierten Ausfallklassen) werden mit den gleichnamigen Attributen von Vertragspartnern, exposure-zugeordneten Einheiten und Instrumenten in Bezug gesetzt, soweit es sich beim Ratingsystem um eine PD-Modellkalibrierung oder ein Spezialfinanzierungsmodell (SL-Modell) handelt.

Gemeldete Kombinationen von Ausprägungen der Attribute SC_Ratingsystem_intern, SC_Bonitaetsklasse_intern in den Tabellen 13 und 14 der GKE sind nur dann gültig, wenn sich deren Zulässigkeit aus den nachfolgenden Anforderungen bzw. den Vorgaben für die Bonitätskategorien für SL-Modelle (siehe SC_Bonitaetsklasse_intern) ergibt.   

Meldung standardisierter Ratingsysteme und Bonitätsklassen

Die Meldung standardisierter Ratingsysteme und Bonitätsklassen in den Tabellen 9 und 11 der GKE basiert auf der Anerkennung und Zuordnung der Bonitätsbeurteilungen von ECAIs gemäß Artikel 135ff CRR in Verbindung mit der DVO (EU) 2016/1799  sowie der DVO (EU) 2016/1801. Die dafür vorgesehenen Attribute SC_Ratingsystem_standardisiert_Code und SC_Bonitaetsklasse_standardisiert_Code sind nicht Bestandteil der RS-Meldung.

Meldeanforderungen an institutsinterne Ratingsysteme und Bonitätsklassen im Rahmen der RS-Meldung

Die melderseitig verwendeten Ratingsysteme sind in der Auflistung der Ratingsysteme in Tabelle 13 (RS_Ratingsystem_intern) zu melden, d.h. die Meldepflicht umfasst alle jene Ratingsysteme, die für Instrumente in den Tabellen 3, 9 und 11 der GKE zur Anwendung kommen. Zu jeder gemeldeten PD-Modellkalibrierung sind unter den im Folgenden beschriebenen Voraussetzungen in den Bonitätsklassen je Ratingsystem in Tabelle 14 (BK_Bonitaetsklasse_intern) die dieser Modellkalibrierung zugeordneten Bonitätsklassen zu melden, die gegebenenfalls PD-Informationen (PD-Untergrenze bzw. PD-Obergrenze) enthalten. Für SL-Modelle entfällt die Meldung der Bonitätsklassen im Rahmen der RS-Meldung.

Zu jeder PD-Modellkalibrierung sind,

  • sofern nicht für alle Kreditnehmer und exposure-zugeordneten Einheiten bzw. Instrumente, welche mit diesem Ratingsystem beurteilt werden, und
  • das Attribut Ausfallwahrscheinlichkeit unter Einhaltung der dort festgelegten Bestimmungen gemeldet wird,

die entsprechenden Bonitätsklassen gemäß den Bestimmungen für das jeweilige Attribut zu melden. 

Für die Definition bzw. die Voraussetzungen für die Meldepflicht der PD-Untergrenze bzw. PD-Obergrenze innerhalb der Tabelle 14 siehe die Beschreibungen der entsprechenden Wertarten.

Hinweis: 

Darstellung Melder-übergreifender Ratingsysteme

Aus der Beschreibung des RS_Ratingsystem_intern folgt, dass ein solches einen Melder-übergreifenden Charakter besitzen kann. Dies ist der Fall, wenn

  1. ein Ratingsystem eine behördliche Genehmigung für die Zwecke der Berechnung des unkonsolidierten Eigenmittelerfordernis in mehr als einem meldepflichtigem Institut besitzt[1];
  2. ein Ratingsystem eine behördliche Genehmigung für die Zwecke der Berechnung des unkonsolidierten Eigenmittelerfordernis in einem (oder mehreren) meldepflichtigem(n) Institut(en) besitzt, dieses aber auch zum Risikomanagement in meldepflichtigen Instituten eingesetzt wird, deren unkonsolidiertes Eigenmittelerfordernis für die auf mit dem Ratingsystem angewendeten Exposures nach dem Standardansatz berechnet wird;
  3. ein Ratingsystem keine behördliche Genehmigung für die Zwecke der Berechnung des unkonsolidierten Eigenmittelerfordernis besitzt, dieses aber zum Risikomanagement in mehreren meldepflichtigen Instituten eingesetzt wird, deren unkonsolidiertes Eigenmittelerfordernis für die auf mit dem Ratingsystem angewendeten Exposures nach dem Standardansatz berechnet wird.

Die am Zustandekommen der jeweiligen Konstellation beteiligten Melder haben dies der OeNB jeder für sich mit der RS-Meldung anzuzeigen. Jeder Melder meldet daher zumindest alle Ratingsysteme, welche er und die ihm zugeordneten Mandanten in den Attributen SC_Ratingsystem_intern und SC_Bonitaetsklasse_intern bei Vertragspartnern, exposure-zugeordneten Einheiten und Instrumenten heranzieht. Dabei ist von den Meldern eines gemeinsam verwendeten Ratingsystems ein exakt gleicher Wert im Attribut SC_Ratingsystem_intern zu verwenden. Um sicherzustellen, dass für einen spezifischen Wert dieser von jenem (potentiell gleichlautenden) anderer Melder-Gruppen unterschieden werden kann, hat jeder Melder auch das Attribut SC_Ratingsystem_Quelle_Identnummer zu befüllen.



[1] Bei den in Österreich ansässigen Instituten ist dies zurzeit nur möglich, wenn die Anwendung des Ratingmodells für die Zwecke der Berechnung des unkonsolidierten Eigenmittelerfordernis in Instituten erfolgt, die ein- und demselben (höchsten) regulatorischen Konsolidierungskreis befindlich sind.



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