Der Begriff "täglich fällig" bezieht sich sowohl auf Ausleihungen als auch Einlagen. Täglich fällige Ausleihungen können spätestens nach Ablauf eines Geschäftstags vom Gläubiger (= meldendes Institut) fällig gestellt werden, d.h. täglich fällige Ausleihungen haben entweder keine Laufzeit (bzw. Kündigungsfrist) oder eine Laufzeit (bzw. Kündigungsfrist) von maximal einem Geschäftstag. Analog dazu ist das meldende Institut als Schuldner von täglich fälligen Einlagen verpflichtet, auf Wunsch des Gläubigers spätestens nach Ablauf eines Geschäftstags diese Einlagen zurückzuzahlen. Täglich fällige Einlagen umfassen somit übertragbare und nicht übertragbare Einlagen ohne Bindungs- bzw. Kündigungsfrist sowie übertragbare und nicht übertragbare Einlagen mit einer Bindungs- bzw. Kündigungsfrist von maximal einem Geschäftstag.

Für diverse Anforderungen ist speziell bei Einlagen noch zu unterscheiden, ob tatsächlich eine Kündigungs- bzw. Bindungsfrist (wenn auch beispielsweise nur von 24 h) vorliegt oder ob es keine Bindungs- bzw. Kündigungsfrist ("on demand") gibt. Nur zweitere werden zu Sichteinlagen gezählt.