Page tree
Skip to end of metadata
Go to start of metadata

Codelisten und Kennzeichen sind jeweils spezielle Datentypen, die von Attributen benutzt werden können. Dabei können Attribute Muss- oder Kannfelder in Abhängigkeit von der jeweiligen Geschäftsfallkategorie (Einmalkredit, Einlage, etc.) sein. Ist ein Attribut ein Kannfeld, muss es nicht zwingend befüllt sein, sondern kann auch leer gelassen werden (es wird dem entsprechenden Feld also kein Wert zugeordnet). Wie leere Felder im Basic Cube technisch umzusetzen sind, bleibt dem jeweiligen Softwareanbieter überlassen. 

Codelisten

Codelisten sind fachliche Datentypen. Sie bestehen aus einer definierten endlichen Menge von disjunkten Werten (Codes). Beispiele dafür sind Währungs- und Länder-Codes. Falls der fachlich mögliche Umfang der Werte über den für Meldezwecke notwendigen Wertebereich hinausgeht, sollte ein Wert für die Restmenge ("Sonstige") definiert werden. Codelisten können sich auf Muss- oder Kannfelder beziehen. Dabei ist ein Mussfeld bei gewissen Geschäftsfallkategorien immer zu befüllen. Kannfelder sind zu befüllen, wenn dies fachlich sinnvoll ist, ansonsten sind diese nicht zu befüllen. Werden Felder nicht befüllt, also leer gelassen (es wird dem entsprechenden Feld also kein Wert zugeordnet), so entspricht dies keiner Ausprägung einer Codeliste. Wie leere Felder im Basic Cube technisch umzusetzen sind, bleibt dem jeweiligen Softwareanbieter überlassen.

Bei Codelisten, welche sich auf ein Mussfeld beziehen, kann es erforderlich sein, eine Negationsausprägung in der entsprechenden Codeliste einzubauen. Beispiel: GF24_Konsortialkredit_Code muss bei allen Krediten gemeldet werden. Daher ist es hier fachlich erforderlich, in der Codeliste eine Ausprägung "Kein Konsortialkredit" vorzusehen.

Codelisten, die sich auf ein Kannfeld beziehen (z.B. GFA106_Kredituebertragung_Art_Code), sind nur relevant, wenn es sich um eine Kreditübertragung handelt. Daher enthält diese Codeliste keine Negationsausprägung (sondern beschreibt nur alle möglichen Arten der Kreditübertragung). Die Art der Kreditübertragung wird hier also fachlich genauer spezifiziert. Hier ist nur darauf Acht zu geben, dass die zu beschreibende Menge von der Codeliste mit ihren Ausprägungen vollständig und disjunkt klassifiziert wird. Eventuelle schwer zu klassifizierende Restmengen sind mit "Sonstige" in den Codelisten zu auszuweisen.

Kennzeichen

Kennzeichen sind ein Spezialfall von Code-Listen mit genau zwei Werten: Wahr und Falsch. Kennzeichen sind damit eine "Abkürzung" für Codelisten, um zu vermeiden, dass für jedes Attribut mit Wahrheitsaussagen eine separate Codeliste mit den Werten "Wahr" und "Falsch" definiert werden muss. Sie können daher weder eine dritte "Restmenge" beschreiben noch jemals den Wert "Sonstige" annehmen. Sie dienen immer zur Beantwortung von Wahrheitsfragen ("Ist 1 < 2?") und sollten daher nur verwendet werden, wenn eine Wahrheitsaussage über alle Datensätze einer Entität sinnvoll möglich ist. (z.B. EM15_eigenes_Zentralinstitut_Kennzeichen - eine Einheit ist aus Sicht des Melders das Zentralinstitut -> diese Aussage ist für alle Einheiten immer wahr oder falsch). Kennzeichen sind immer Mussfelder.
Jede Geschäftsfallkategorie erfordert einen unterschiedlichen Satz an Kennzeichen, diese sind zwingend auf WAHR oder FALSCH zu setzen. Jene Kennzeichen, welche für eine gewisse Geschäftsfallkategorie nicht erforderlich sind, müssen auch nicht gesetzt werden (sind also nicht zu befüllen).

  • No labels