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Bezeichnung der GruppenbildungWertpapierklassifikation_CL
Verbale Beschreibung/BeispieleDie Wertpapierklassifikation Codeliste dient der Feingliederung von Wertpapieren, wie sie für verschiedene Zwecke benötigt werden
Rechtlicher Hintergrund-
Verweis auf das Data Point Model der EBA oder andere externe Systeme wie z.B. WM/CSDB-
Kommt vor in/ wird verwendet für

SC_Wertpapierklassifikation_Code

WMA28_Wertpapierklassifikation_Code

Gruppen/GruppenlistenWertpapierklassifikation_CL_GR
CodeBezeichnungBeschreibung

VBTR

Verbriefungstranche
Eine Verbriefung ist laut Artikel 4 Abs. 1 Ziffer 61 CRR ein Geschäft oder eine Struktur, durch das bzw. die das mit einer Risikoposition oder einem Pool von Risikopositionen verbundene Kreditrisiko in Tranchen unterteilt wird, und das bzw. die beiden folgenden Merkmale aufweist:

a) die im Rahmen des Geschäfts oder der Struktur getätigten Zahlungen hängen von der Wertentwicklung der Risikoposition oder des Pools von Risikopositionen ab;

b) die Rangfolge der Tranchen entscheidet über die Verteilung der Verluste während der Laufzeit der Transaktion oder der Struktur;

Eine Tranche ist laut Artikel 4 Abs 1 Ziffer 67 CRR ein vertraglich festgelegtes Segment des mit ein oder mehreren Risikopositionen verbundenen Kreditrisikos wobei eine Position in diesem Segment - ungeachtet etwaiger Sicherheiten, die von Dritten direkt für die Inhaber von Positionen in diesem oder anderen Segmenten gestellt werden -mit einem größeren oder geringeren Verlustrisiko behaftet ist als eine Position gleicher Höhe in jedem anderen dieser Segmente;

INVZ

Investmentzertifikat
Ein Wertpapier, das einen Miteigentumsanteil an den Vermögenswerten eines Investmentfonds verkörpert, jedoch keinen Geldmarktfondsanteil im Sinne von EZB Verordnung über die Bilanz des Sektors der monetären Finanzinstitute darstellt.

GMF

Geldmarktfondsanteile
Unter Geldmarktfondsanteilen versteht man Anteile, die von Geldmarktfonds ausgegeben werden.

Auszug aus der EZB Verordnung über die Bilanz des Sektors der monetären Finanzinstitute

"Artikel 1a

Ausweis von Geldmarktfonds

Als Geldmarktfonds im Sinne dieses Rechtsaktes sind diejenigen Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren zu behandeln, soweit sie:

a) das Anlageziel verfolgen, das Kapital des Fonds zu erhalten und Erträge im Einklang mit den Zinsen für Geldmarktinstrumente zu erwirtschaften;

b) in Geldmarktinstrumente, die den in der Richtlinie 2009/65/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) (*) niedergelegten Kriterien genügen, oder in Einlagen bei Kreditinstituten investieren oder alternativ sicherstellen, dass die Liquidität und Bewertung des Portfolios, in das sie investieren, nach gleichwertigen Regeln beurteilt wird;

c) sicherstellen, dass die Geldmarktinstrumente, in die sie investieren, nach den Feststellungen der Verwaltungsgesellschaft von hoher Qualität sind. Die Qualität der Geldmarktinstrumente wird unter anderem unter Berücksichtigung der folgenden Faktoren bestimmt:

— die Kreditqualität des Geldmarktinstruments,

— die Art der Veranlagungsklasse, der das Geldmarktinstrument zuzurechnen ist,

— für strukturierte Finanzprodukte: das operationelle Risiko und das Gegenpartei-Risiko, die den Geschäftsabläufen mit strukturierten Finanzprodukten immanent sind,

— das Liquiditätsprofil;

d) sicherstellen, dass ihr Fondsvermögen eine gewichtete durchschnittliche Zinsbindungsdauer (Weighted Average Maturity, WAM) von nicht mehr als sechs Monaten und eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (Weighted Average Life, WAL) von nicht mehr als zwölf Monaten aufweist;

e) täglich den Nettovermögenswert angeben und den Preis ihrer Anteile berechnen, mit täglicher Ausgabe und Rücknahme von Anteilen;

f) Anlagen in Wertpapiere auf solche mit einer Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren bis zur rechtlichen Kapitaltilgung beschränken, vorausgesetzt, der Zeitraum bis zur nächsten Zinsanpassung beträgt maximal 397 Tage; Wertpapiere mit variablem Zinssatz sollten sich hierbei an der Geldmarktrate oder dem Geldmarktindex orientieren;

g) Anlagen in andere Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren auf solche beschränken, die der Definition der Geldmarktfonds entsprechen;

h) weder direkt noch indirekt — auch nicht über Derivate — in Aktien oder in Rohstoffe investieren und Derivate nur im Hinblick auf die Geldmarktfondsstrategie einsetzen. Derivate, die ein Währungsrisiko beinhalten, dürfen nur zu Absicherung eingesetzt werden. Veranlagungen in Wertpapiere, die nicht auf die Fondswährung lauten, sind zulässig, wenn das Währungsrisiko zur Gänze abgesichert wird;

i) einen konstanten oder fluktuierenden Nettovermögenswert haben."

SCHV

Schuldverschreibung
Schuldverschreibungen sind handelbare Finanzinstrumente zur Verbriefung einer Forderung, die in der Regel an Sekundärmärkten gehandelt oder am Markt verrechnet werden können, dem Inhaber aber keine Eigentumsrechte am Emissionsinstitut einräumen. Hierunter fallen:

a) Wertpapiere, die dem Inhaber das uneingeschränkte Recht auf ein festes oder vertraglich vereinbartes Einkommen in Form von Kuponzahlungen und/oder einem angegebenen festen Betrag zu einem bestimmten Tag oder bestimmten Tagen oder ab einem zum Zeitpunkt der Emission festgelegten Tag einräumen;

b) Kredite, die an einem organisierten Markt handelbar werden, d. h. handelbare Kredite, sofern es Hinweise für einen Handel an Sekundärmärkten gibt; diese umfassen u. a. das Vorhandensein von Marktpflegern und die häufige Notierung der Forderung, wie sie in der Geld-Brief-Spanne zum Ausdruck kommt;

c) nachrangige Forderungen in Form von Schuldverschreibungen, also beispielsweise auch Ergänzungskapitalanleihen.

Indexzertifikate und andere "derivative" Wertpapiere (beispielsweise auch Schuldverschreibungen mit eingebetteten Derivaten) zählen im Sinne dieses Datenmodells auch zu Schuldverschreibungen.

Verbriefungstranchen und Credit Linked Notes sind ebenfalls Schuldverschreibungen, im Datenmodell werden sie allerdings in einer eigenen Geschäftsfallkategorie dargestellt.

Zu Schuldverschreibungen zählen nicht Schuldscheindarlehen.

CLN

Credit Linked Note
Der Begriff Credit Linked Note (kurz CLN) bezeichnet Anleihen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Kreditereignissen abhängt. Sie gehören zu den strukturierten Anleihen. Sie ermöglichen es dem Emittenten Kreditrisiken über Anleihen abzusichern und gleichzeitig den Investoren an den Erträgen der Referenzschulden mitzupartizipieren.

Eine Credit Linked Note besteht aus einer Kombination einer Anleihe des Emittenten der CLN und einem Kreditrisikoabsicherungsgeschäft des Emittenten in Form eines gekauften Credit Default Swap (CDS). Aus der Anleihe heraus verpflichtet sich der Emittent, den Nominalbetrag der Anleihe zum Tilgungstermin vollständig zu tilgen. Gleichzeitig hat der Emittent bei Emission der Anleihe einen CDS auf eine bestimmte Referenzschuld gekauft und zahlt dem Verkäufer des CDS (Investor) eine Prämie (Aufschlag auf die Basisverzinsung).

Sollte es während der Laufzeit zu keinem Kreditereignis kommen, zahlt die CLN während der Gesamtlaufzeit Zinsen und wird am Laufzeitende vollständig getilgt.

Bei Eintritt eines Kreditereignisses wäre der Emittent zwar aufgrund der Anleihe verpflichtet, den Nominalwert vollständig zu tilgen. Andererseits wäre der Investor in der CLN (Kreditrisikonehmer) gleichzeitig verpflichtet, aus dem CDS eine Ausgleichszahlung zu leisten. Im Rahmen des Anleihevertrages werden beide Zahlungen genettet, womit der Emittent nur mehr verpflichtet ist, den Differenzbetrag zwischen beiden Zahlungen zu leisten.

Ein typisches Kreditereignis ist der Ausfall eines Referenzkredites oder einer Referenzanleihe. Fällt der Referenzkredit aus, so wird die Credit Linked Note nicht oder nur zu einem Teil zurückgezahlt.

Möglich sind auch Credit Linked Notes, die sich auf Kredit- oder Anleihenportfolios beziehen. Beispiele sind First-to-Default-Baskets, bei denen eine Credit Linked Note bereits dann ausfällt, wenn der erste Kredit innerhalb des Referenzportfolios ausfällt. Ein anderes Beispiel sind synthetische Collateralized Loan Obligations, mit denen der Käufer einer Credit Linked Note an den Verlusten eines Kreditportfolios beteiligt wird.

Credit Linked Notes bieten dadurch die Möglichkeit, Kreditrisiken vom Verkäufer an den Käufer zu transferieren, wobei die Kreditrisiken nahezu beliebig zusammengestellt werden können.

AKT

Aktien
Ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft und dem Inhaber Vermögens- und Mitspracherechte sichert (Beteiligungspapier). Der Aktienkurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage an der Börse.

In diese Kategorie fallen im Allgemeinen auch Genussscheine.

PART

Partizipationsscheine

Inhaberpapiere, durch die der Anleger am Vermögen und am Geschäftserfolg eines Unternehmens beteiligt ist. Sie sind der Vorzugsaktie sehr ähnlich, da ihren Inhabern bestimmte Rechte von Aktionären zustehen.


SONS

Sonstige Wertpapiere

LEAD

Begebene Wertpapiere - Lead Management
Unter "Lead Management" versteht man in diesem Sinne die Betreuung von Emission von börsennotierenden und nicht börsennotierenden verbrieften EUR- und FW-Verbindlichkeiten oder Anteilsscheinen (Aktien) von Emittenten, die selbst keine Monetäre Finanzinstitute (MFIs) sind, durch Kreditinstitute. Das meldende Kreditinstitut ist emissionsführende Stelle (z.B. Anleihen öffentlicher Stellen, Anleihen sonstiger Nichtbanken, etc.).

Im Falle des Lead Managements zieht immer die GF00_Geschaeftsfallkategorie_Code = "Leadmanagement (S)" bzw. die entsprechende WMA28_Wertpapierklassifikation_Code = LEAD.



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