Bezeichnung der BC CodelisteZerlegungsansatz_CL
Verbale Beschreibung/Beispiele
Rechtlicher Hintergrund-
Verweis auf das Data Point Model der EBA oder andere externe Systeme wie z.B. WM/CSDB-
Algorithmus/Entstehung/Bildung-
Kommt vor in/wird verwendet für

AI_Zerlegungsansatz_Code

SC_Zerlegungsansatz_Code

Wertebereich Tabelle (Link)-
Gruppen/GruppenlistenZerlegungsansatz_CL_GR



CodeCodebezeichnungBeschreibung

INT

internes Risikomanagement

Wird für GKE, Monstat und Zinsstat verwendet.

Die Auswahl und die Bewertung der Sicherheiten erfolgt nach den internen Bestimmungen des meldepflichtigen Instituts. Es sind jene Bewertungen anzuwenden, die die Bank für interne Zwecke, insbesondere die allfällige Ermittlung eines Blankoanteils, bei dem Kreditnehmer verwendet. Sicherheiten bei Konsortialkrediten erfolgen wie bei der Meldung der Kreditobligi anteilsmäßig.

Grundsätzlich ist es möglich, im Internen Risikomanagement auch Überbesicherungen (mittels Wertart „anrechenbarer Wert der Sicherheit (BEL)“) darzustellen.

LEP

Large Exposure-

COR

CoRep

Wird für die Abbildung des Kreditrisikos zur Berechnung der Eigenmittelunterlegung verwendet, siehe Anhang II Meldung über Eigenmittel und Eigenmittelanforderungen zu EBA Implementing Technical Standards (ITS) on supervisory reporting under Regulation (EU) No 575/2013 (CRR)

Weiters ist es möglich, mit diesem Zerlegungsansatz Kreditrisikoinformationen, die nach den Regeln der CRR ermittelt wurden, innerhalb der Exposure-Tabelle abzulegen, auch wenn sie für CoRep-Zwecke nicht explizit verlangt werden (z.B. Expected Loss im Standardansatz).

Siehe auch Darstellung des Kreditrisikos gemäß CoRep

FIN

FinRep

Wird für die Sicherheitenzuordnung für FinRep-Zwecke benötigt, siehe Anhang V Meldung von Finanzinformationen zu EBA Implementing Technical Standards (ITS) on supervisory reporting under Regulation (EU) No 575/2013 (CRR), insbesondere Teil 2.174. Demzufolge sind im Ansatz FinRep Immobiliensicherheiten immer vorrangig zu reihen, unabhängig davon, welche anderen Sicherheiten vorhanden sind. Abgesehen von dieser Sonderbestimmung folgt dieser Ansatz den Regeln des internen Risikomanagement (s. Ansatz "Internes Risikomanagement (INT)"). 

Es ist zu beachten, dass nur Sicherheiten, die sich auf den "Netto-Buchwert inkl. Zinsabgrenzungen (NBW)" oder "Nicht ausgenutzten Rahmen (NAR)" beziehen, in diesem Ansatz darzustellen sind.
Beispiel: Wird eine Forderung, die im Rahmen eines Factoringgeschäfts angekauft wird, genettet (d.h. exklusive Reserve) bilanziert, so ist die Reserve im Ansatz "FinRep" nicht als Barsicherheit der Forderung darzustellen, da die Reserve keine Besicherung des Netto-Buchwert darstellt.

  • Das Sourcing der anrechenbaren Werte erfolgt im Ansatz FinRep einerseits über die Wertarten "bilanzieller anrechenbarer Wert der Sicherheit (BBEL)", um die Besicherung des bilanziellen Teils des Geschäfts abzubilden, und "anrechenbarer Wert der Sicherheit für außerbilanzielle Geschäfte (ABEL)" zwecks Darstellung der Besicherung des außerbilanziellen (Teil des) Geschäfts. Der Wert BBEL ist mit dem NBW gedeckelt, ABEL ist mit dem NAR gedeckelt (bzw. im Fall von gegebenen Garantien mit der NN).
  • Daneben dient die Wertart "anrechenbarer Wert der Sicherheit (BEL)" der Abbildung des nicht gedeckelten Betrags der Sicherheit, die einem Geschäftsfall angerechnet werden darf. Dieser Betrag bezieht sich somit sowohl auf den bilanziellen, als auch auf den außerbilanziellen Teil des Geschäfts und ist weder mit dem NBW, noch dem NAR, noch deren Summe gedeckelt. Im Fall von Garantiesicherheiten entspricht der BEL dem (maximalen) Betrag, den der Garant zahlen müsste, wenn die Garantie schlagend würde (falls die Garantie bei mehreren Instrumenten hinterlegt ist, ist dieser Betrag entsprechend auf die Instrumente aufzuteilen).

HYP

Hypothekarische Besicherung

Wird für die Sicherheitenzuordnung von hypothekarisch eingetragenen Immobiliensicherheiten verwendet, unabhängig davon, ob die Sicherheit im internen Risikomanagement angerechnet wird.

Gültig bis 30.11.2022: Ist die Hypothek noch nicht im Grundbuch eingetragen, so ist sie hier bereits zu berücksichtigen, sofern davon auszugehen ist, dass deren Eintragung ins Grundbuch innerhalb von 6 Monaten nach Kreditvergabe erfolgt, oder die Abwicklung des Kredits über einen Treuhänder läuft, und vorgesehen ist, dass der Kredit erst nach Eintragung ins Grundbuch an den Kreditnehmer ausbezahlt wird.

Gültig ab 31.12.2022: Ist die Hypothek noch nicht im Grundbuch eingetragen, so ist sie hier bereits zu berücksichtigen, sofern das Kreditinstitut die grundbücherliche Eintragung einer Hypothek ohne unnötigen Verzug
    a)    längstens aber sechs Monate nach Vereinbarung der Finanzierung vornimmt oder sichergestellt ist, dass die Auszahlung der Kreditsumme erst nach der grundbücherlichen Eintragung erfolgt oder
    b)    die Kreditsumme an einen Treuhänder ausbezahlt wird, der die grundbücherliche Eintragung der Hypothek sicherstellt.

Anmerkung: Sofern alle oben genannten Sicherheiten im internen Risikomanagement Berücksichtigung finden, so kann der Zerlegungsansatz "Hypothekarische Besicherung (HYP)" für Immobiliensicherheiten analog dem Zerlegungsansatz "Internes Risikomanagement (INT)" gesourct werden.

PFA

PfandBG

Wird für die Sicherheitenzuordnung zu Deckungswerten benötigt, um die Anrechenbarkeit von Sicherheit im Sinne des Pfandbriefgesetz – PfandBG darzustellen. Dies umfasst jedenfalls die in Art. 129 (1) Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 (CRR) beschriebenen sowie darüber hinaus die gem. Satzung des Kreditinstituts definierten Fälle. 
Der Zerlegungsansatz wird insbesondere dafür verwendet, die BL01_Belegenheit_Code von Deckungswerten zu ermitteln.

In diesem Ansatz dürfen keine Überbesicherungen (mittels Wertart „anrechenbarer Wert der Sicherheit (BEL)“) dargestellt werden. Die Summe der anrechenbaren Werte muss immer dem "Ausstehenden Nominalwert (ONA)" des dahinterliegenden Geschäftsfall entsprechen.

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