Business cycle
Business cycles are fluctuations in overall economic activity characterised by expansions followed by contractions. In the short term, economic activity, as reflected in the business cycle, is determined primarily by domestic and external demand. Interest rates and expectations also play an important role. In the long term, economic growth is determined by technological progress, education and available capital. The OeNB analyses economic activity and produces forecasts. In doing so, it provides an important basis for economic policy decisions and supports the fulfilment of its statutory mandate to ensure price stability.
OeNB forecast dashboard
The results of the OeNB’s economic forecasts are also presented in an interactive dashboard, which provides a concise and clear overview.
OeNB Reports: Economic Outlook for Austria
Mit ihrem Konjunkturindikator schätzt die OeNB vierteljährig das BIP-Wachstum Österreichs für das aktuelle und nächste Quartal.
Die Prognosen werden am Anfang des dritten Monats des Quartals erstellt. Damit ist bereits eine hinreichende Informationsdichte für das laufende Quartal verfügbar. Gleichzeitig besteht aber zu dem Zeitpunkt noch ein ausreichender Informationsvorsprung bis zur Veröffentlichung der VGR-Schnellschätzung.
Die Prognose des BIP-Wachstums wird in die Beiträge aller enthaltenen Variablen zerlegt. Da die Modellprognose auf mittelwertbereinigten Daten beruht, wird diese noch um den Mittelwert des BIP-Wachstums des Modellzeitraums ergänzt. Abschließend kann die Modellprognose noch um ein „Expert Judgment“ erweitert werden, um gegebenenfalls im Modell nicht berücksichtigte Informationen abzubilden.
Den Prognosen liegt ein dynamisches Faktormodell mit gemischten Frequenzen zu Grunde (s. Modellmethodik im Downloadbereich). Dabei wird aus dem realen BIP-Wachstum und einer Reihe an vor- bzw. gleichlaufenden monatlichen Konjunkturindikatoren ein gemeinsamer latenter Faktor modelliert, der die zugrundeliegende Konjunkturdynamik beschreibt. Basierend auf den aktuellen Informationen der monatlichen Konjunkturindikatoren und der Modelldynamik wird dieser Faktor für den Prognosehorizont fortgeschrieben und bildet die Basis der Kurzfristprognose für das Wirtschaftswachstum.
Im August 2025 wurde das Modell, dem der OeNB-Konjunkturindikator zu Grunde liegt, aktualisiert. Dafür wurden die Parameter des Modells für den Zeitraum Q1 2005 bis Q2 2025 optimiert. Der Anfangspunkt wurde gegenüber der Vorgängerversion (November 2023) von Q1 1999 auf Q1 2005 verschoben, um das schwächere durchschnittliche Produktivitäts- und BIP-Wachstum seit der zweiten Hälfte der 2000er Jahre zu berücksichtigen. Der Endpunkt wurde von Q4 2019 (Version vom November 2023) auf Q2 2025 (August 2025 Update) ausgeweitet. Um jedoch Verzerrungen bei den geschätzten Parametern durch die COVID-19 Pandemie zu vermeiden, wurden die Daten zwischen Q1 2020 und Q2 2022 bei der Parameterschätzung nicht berücksichtigt. Das durchschnittliche BIP-Wachstum gegenüber dem Vorquartal sinkt durch die Veränderung des Schätzzeitraums von 0,41 % auf 0,27 %.
Bei der Wahl der monatlichen Konjunkturindikatoren wurde berücksichtigt, dass alle wichtigen Sektoren abgedeckt sind und dass neben gängigen Stimmungsindikatoren auch rasch verfügbare und kaum Datenrevisionen unterliegende reale Aktivitätsindikatoren verwendet werden. Im Modell enthalten sind die Stimmungsindikatoren der Europäischen Union (ESI) der Sektoren Industrie, Dienstleistungen und Einzelhandel und als Aktivitätsindikatoren sind die LKW-Fahrleistung der ASFINAG und die sofort verfügbaren offenen Stellen laut AMS inkludiert. Die jeweiligen zeitlichen Vorläufe wurden mittels Korrelationsanalysen ermittelt.
| LKW−Fahrleistung | Güterexporte nominell | LKW−Fahrleistung | Güterexporte nominell | LKW−Fahrleistung | Güterexporte nominell | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung zum Vorjahr in % | Veränderung zur Vorperiode in % | |||||
| Nicht bereinigt | Saison- und arbeitstägig bereinigt | |||||
| 2026M02 | 4,0 | 2,5 | 4,0 | 2,5 | 1,1 | 2,1 |
| 2026M03 | 7,3 | 10,4 | 5,0 | 7,7 | 1,3 | 3,1 |
| 2026M04 | 3,2 | 7,0 | 1,7 | 5,4 | -1,6 | 0,2 |
| 2026M05 | -1,7 | 1,0 | 2,7 | 6,2 | 0,5 | 0,3 |
| 2026M06 | 10,8 | 15,4 | 6,0 | 9,8 | 1,3 | 1,5 |
| 2026M07 | 3,4 | 9,8 | 3,3 | 9,8 | -0,1 | 0,6 |
| 2026M08 | 6,7 | 11,3 | 5,7 | 9,0 | 1,0 | 0,7 |
| 2025Q3 | 1,5 | -0,3 | 1,3 | -0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 2025Q4 | 0,8 | 2,2 | 0,9 | 2,5 | -0,2 | 0,7 |
| 2026Q1 | 3,4 | 3,1 | 3,7 | 3,4 | 2,7 | 2,1 |
| 2026Q2 | 4,0 | 7,8 | 3,4 | 7,1 | 0,4 | 3,6 |
| 2024 | -1,4 | -4,8 | -1,9 | -5,2 | -1,9 | -5,2 |
| 2025 | 0,2 | -0,7 | 0,3 | -0,6 | 0,3 | -0,6 |
| Anmerkung: Fett markierte Werte sind Prognosewerte. | ||||||
| Quelle: ASFINAG−Maut Service GmbH, Statistik Austria und OeNB. | ||||||
Exporte sind für Österreich sehr wichtig, weil ein großer Teil der heimischen Produktion ins Ausland verkauft wird. Sie sichern viele Arbeitsplätze, besonders in Industriebranchen wie Maschinenbau oder Chemie. Wenn die Exporte steigen, wächst meist auch die gesamte Wirtschaft des Landes.
Mit dem Exportindikator schätzt die OeNB monatlich das nominelle Güterexportwachstum Österreichs.
Der OeNB-Exportindikator basiert auf Daten der ASFINAG Maut Service GmbH und prognostiziert via der Lkw-Fahrleistung auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen die nominelle Güterexportentwicklung im abgelaufenen Monat.
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Entwicklung der Güterexporte frühzeitig angezeigt werden kann. Aufgrund der zeitnahen Verfügbarkeit der ASFINAG-Daten ergibt sich damit gegenüber der ersten Veröffentlichung der Exportdaten durch Statistik Austria ein Informationsvorsprung von zwei bis drei Monaten.
Current results for Q2 2026
21.07.2026
Kreditgeschäft zur Jahresmitte trotz Nahost-Konflikt stabil