Zahlungsmittelstudie 2025: Digitales Bezahlen gewinnt an Bedeutung, Bargeld bleibt für Menschen unverzichtbar

23. Juni 2026
OeNB Report 2026/14
Alexander Mayrhofer, Alexandra Storch
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Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag beleuchtet die aktuellen Ergebnisse der 2025 durchgeführten OeNB-Studie über die Nutzung von und die Einstellung zu verschiedenen Zahlungsmitteln privater Haushalte in Österreich. Die Ergebnisse zeigen, dass Bargeld in Österreich trotz fortschreitender Digitalisierung ein zentrales Zahlungsmittel bleibt. Zwar geht die Bargeldnutzung vor Ort langsam zurück, macht aber weiterhin 55 % aller Transaktionen und 45 % des Umsatzes aus. Gleichzeitig gewinnt digitales Bezahlen an Bedeutung, insbesondere im Online-Handel. Die meistgenutzten Zahlungsmittel dafür sind Karten (35 %) und digitale Geldbörsen (Wallets) oder Internetbezahl-verfahren (30 %). Nicht zuletzt ist es den Österreicher:innen ein Anliegen, zwischen Bargeld und digitalen Zahlungsmitteln, darunter in Zukunft voraussichtlich dem digitalen Euro, frei wählen zu können. 88 % der Befragten gaben an, Bargeld über einen Bankomaten zu beziehen, was die Bedeutung der OeNB-Initiative zur Aufstellung von Geldausgabegeräten im ländlichen Raum unterstreicht.

Highlights

Für 94 % der Menschen in Österreich ist Bargeld ein relevanter Teil ihres Alltags
66 % der Befragten sind der Meinung, dass Bargeld seine derzeitige Bedeutung behalten soll. Weitere 28 % wollen nicht ganz ohne Bargeld leben. Besonders geschätzt wird, dass Bargeld praktisch und allzeit einsatzbereit ist und dass es den Schutz persönlicher Daten sichert sowie eine gute Kontrolle über die eigenen Ausgaben ermöglicht.

Wahlfreiheit entscheidend
Mittlerweile sind 50 % aller Zahlungen in Österreich bargeldlos. Dennoch will die Mehrheit der Befragten nicht auf Bargeld verzichten. Denn Wahlfreiheit zwischen Bargeld und digitalem Bezahlen ist den Menschen wichtig. Außerdem möchten 79 % der Befragten immer und überall mit einem öffentlichen Zahlungsmittel (Bargeld oder digitalen Euro) bezahlen können.

Digitaler Euro für mehr Souveränität
Der geplante digitale Euro würde eine europäische gebührenfreie und sichere Möglichkeit für digitales Bezahlen bieten. Und Europa unabhängiger von nicht-europäischen elektronischen Zahlungslösungen machen. Mit digitalen Euro anonym bezahlen zu können, ist übrigens 78 % der Befragten wichtig.