Internationale Zusammenarbeit

Internationale Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der OeNB. Sie sorgt dafür, dass wirtschaftliche Entwicklungen besser verstanden und Risiken früh erkannt werden. Dank ihrer Mitarbeit in internationalen Organisationen kann die OeNB ihre Positionen einbringen, Entscheidungen mitgestalten und die aktuellen Entwicklungen im internationalen Zusammenhang beobachten. Zusammenarbeit stärkt Stabilität, Vertrauen und Sicherheit – auch für Österreich.

Mit wem arbeitet die OeNB international zusammen?

Internationale Zusammenarbeit ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit der OeNB. Die OeNB arbeitet in vielen internationalen Organisationen mit und kann dabei ihre Positionen einbringen, Entscheidungen mitgestalten und wertvolle Informationen über die aktuellen ökonomischen und währungspolitisch relevanten Entwicklungen in anderen Ländern und Regionen erhalten. Die OeNB setzt diese Informationen bei der Erstellung von Entscheidungsunterlagen bzw. Expertisen sowohl für die Mitarbeit im Eurosystem als auch für den geld- und währungspolitischen Dialog innerhalb Österreichs ein.

Vorteile der internationalen Zusammenarbeit

Wir sorgen dafür, dass wirtschaftliche Entwicklungen besser verstanden und Risiken früh erkannt werden. Für Sie bedeutet das: Entscheidungen über Geld und Wirtschaft werden nicht isoliert getroffen, sondern abgestimmt. Das sorgt für Stabilität – auch in Österreich.

 

Zentralbanken

Europäisches System der Zentralbanken (ESZB) 

Die OeNB trägt direkt zu den Entscheidungen über den Euro bei, da sie mit ihrem Gouverneur im EZB-Rat vertreten ist. Ihre Fachleute wirken außerdem in Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten der EZB, des Eurosystems und des ESZB mit und unterstützen so tatkräftig die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele.

Zusammenarbeit im Eurosystem

Zentral-, Ost- und Südosteuropa (CESEE)

Auch im CESEE-Bereich arbeitet die OeNB mit vielen anderen Zentralbanken, Institutionen und Forschungseinrichtungen zusammen – vor allem mit dem Bank of Finland Institute for Emerging Economies und dem Joint Vienna Institute sowie den Zentralbanken unterschiedlicher Länder.

Zusammenarbeit in CESEE

Europäische Union

EU-Komitees

  • Wirtschafts- und Finanzausschuss (WFA); bereitet die Entscheidungen des Rates der Wirtschafts- und Finanzminister:innen der EU vor
  • Wirtschaftspolitischer Ausschuss (WPA); befasst sich vor allem mit der Strukturpolitik
  • Europäischer Bankenausschuss (EB); berät die EU-Kommission in Fragen des Bankwesens
  • Ausschuss für Währungs-, Finanz- und Zahlungsbilanzstatistiken; berät das Statistische Amt der EU (Eurostat) insbesondere hinsichtlich öffentlicher Defizite und Schuldenstände
  • Europäischer Ausschuss für Systemrisiken (European Systemic Risk Board – ESRB); trägt durch eine bessere Überwachung gesamtwirtschaftlicher Risiken zur Vermeidung künftiger Finanzkrisen bei

     

Internationale Institutionen

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Der IWF hat das vorrangige Ziel, die Stabilität des internationalen Finanz- und Währungssystems zu sichern. Die OeNB hält die Anteile für die Republik Österreich und vertritt Österreich im IWF-Gouverneursrat.

Komitees der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development – OECD)

  • Wirtschaftspolitisches Komitee
  • Komitee für kurzfristige ökonomische Aussichten
  • Komitee für Volkswirtschaft und Entwicklung 
  • Arbeitsgruppe für Finanzstatistiken
  • Arbeitskreis Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (Financial Action Task Force on Money Laundering)

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)

Der Gouverneur der OeNB nimmt an den BIZ-Gouverneurstreffen teil, die dem internationalen Informations- und Meinungsaustausch zu geld-, währungs- und finanzmarktpolitischen Themen dienen. OeNB-Vertreter:innen wirken bei verschiedenen Tagungen und Seminaren der BIZ mit. Dazu gehören regelmäßige Treffen von Ökonom:innen sowie Sitzungen, z. B. auf dem Gebiet der Statistik.