Seit dem Euro-Beitritt Bulgariens 2026 bezahlen mehr als 358 Millionen Menschen in ihrem Alltag mit dem Euro.
Der Euro ist die gemeinsame Währung von 21 EU-Ländern. Er wird im Alltag und von Unternehmen genutzt und erleichtert das Bezahlen, den Handel sowie den Preisvergleich im Euroraum. Verwaltet wird der Euro von der Europäischen Zentralbank (EZB) gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken. Im obersten Entscheidungsgremium, dem EZB-Rat, ist auch die OeNB vertreten. Ziel ist es, den Wert des Euro stabil zu halten.
Der Euro ist ein sicheres und verlässliches Zahlungsmittel. Im Alltag nutzen ihn rund 9 Millionen Menschen in Österreich und etwa 358 Millionen Menschen im ganzen Euroraum. Die Euro-Banknoten haben sehr raffinierte Sicherheitsmerkmale. Daher sind sie sehr schwer zu fälschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Fälschung in die Hände bekommen, ist also äußerst gering. Außerdem können Sie anhand der Sicherheitsmerkmale leicht überprüfen, ob eine Banknote echt ist.
Wenn Sie Geld nach Deutschland oder Italien überweisen, funktioniert das genauso wie innerhalb Österreichs. Es ist einfach, günstig und sicher. Und es geht schnell – mit SEPA-Echtzeitüberweisungen dauern Zahlungen innerhalb Europas überhaupt nur wenige Sekunden. Damit das Geld sicher ankommt, prüft die Bank, ob die Kontonummer (IBAN) zum Namen der Empfänger:innen passt. Das schützt vor Fehlüberweisungen und vor Betrug.
Der Euro hat Reisen in Europa viel einfacher gemacht. Wenn Sie heute nach Griechenland oder Italien fahren möchten, brauchen Sie kein Geld zu wechseln. Dasselbe gilt für Reisen nach Deutschland, Finnland, Spanien und alle anderen Länder im Euroraum. Überall dort können Sie mit dem Euro bezahlen – die Euro-Banknoten sehen in allen Ländern gleich aus, die Euro-Münzen haben eine gemeinsame Seite und eine nationale Seite, die die Länder selbst gestaltet haben.
Österreichische Unternehmen haben durch den Euro weniger Kosten und mehr Sicherheit bei ihrer Finanzplanung. Beim Handel mit anderen Ländern im Euroraum brauchen sie keine Wechselkurse mehr zu berücksichtigen. Das spart Geld und bedeutet weniger Risiko. Überweisungen innerhalb Europas sind außerdem schnell, sicher und günstig. All das wirkt sich positiv auf den Handel aus.
Der Euro ist die zweitwichtigste Währung der Welt. Eine kleine Volkswirtschaft wie Österreich profitiert davon, eine weltweit anerkannte und starke Währung wie den Euro zu verwenden. Der Euroraum ist ein großer und stabiler Wirtschaftsraum, in den Österreichs Wirtschaft durch die gemeinsame Währung gut eingebettet ist. Auch wenn es Krisen gibt, ist die europäische Zusammenarbeit ein großer Vorteil.
Bargeld
Bargeld ist Geld zum Anfassen. Als Münzen und Banknoten bringt es die Zentralbank direkt in Umlauf. Bargeld kann man anonym und ohne technische Hilfsmittel verwenden.
Buchgeld
Buchgeld ist Geld auf Bankkonten. Es wird von den Geschäftsbanken geschaffen, wenn sie neue Kredite an Kund:innen vergeben. Es dient vor allem für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Es heißt auch Giralgeld.
Zentralbankgeld
Zentralbankgeld ist Geld, das von einer Zentralbank geschaffen und garantiert wird. Dazu gehören Bargeld (Banknoten und Münzen) und die elektronischen Reserven der Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Zentralbankgeld ist die sicherste Form von Geld, da es direkt von der Zentralbank gedeckt ist, einer öffentlichen Einrichtung, die nicht insolvent werden kann.
Gut zu wissen: Kryptowerte wie Bitcoin sind kein Geld und auch keine Währung. Sie beruhen auf einer speziellen Technologie (dezentrale Blockchains), werden nicht von staatlichen Institutionen kontrolliert und unterliegen starken Kursschwankungen. Eine Sonderform sind Stablecoins. Ihr Wert ist an stabile Referenzwerte wie staatliche Währungen (z. B. Euro oder US-Dollar) gekoppelt, um Preisstabilität mit digitaler Handelbarkeit zu verbinden.
Die Euro-Länder im Überblick | |
| Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien | seit 1999 (Buchgeld) seit 2002 (Bargeld) |
| Griechenland | seit 2001 (Buchgeld) seit 2002 (Bargeld) |
| Slowenien | seit 2007 |
| Malta und Zypern | seit 2008 |
| Slowakei | seit 2009 |
| Estland | seit 2011 |
| Lettland | seit 2014 |
| Litauen | seit 2015 |
| Kroatien | seit 2023 |
| Bulgarien | seit 2026 |
Der Euro ist ein Gemeinschaftsprojekt. Alle Entscheidungen über den Euro werden gemeinsam getroffen: vom Eurosystem, also von den nationalen Zentralbanken der Euro-Länder und der Europäischen Zentralbank (EZB). Das oberste Entscheidungsgremium ist der EZB-Rat, in dem die Gouverneur:innen bzw. Präsident:innen der nationalen Zentralbanken der Euro-Länder und das EZB-Direktorium vertreten sind. Das wichtigste Ziel der Zusammenarbeit für den Euro ist, dass die Preise stabil bleiben und der Euro seinen Wert behält.
Die nationalen Zentralbanken aller EU-Länder halten Anteile am Kapital der EZB. Wie hoch die Anteile pro Zentralbank sind, wird anhand eines Schlüssels berechnet. Dieser berücksichtigt, welchen Anteil das betreffende Land an der Gesamtbevölkerung und am BIP der EU hat. Hat ein Land viele Einwohner:innen und/oder eine sehr starke Wirtschaft, so ist sein Anteil am Kapital der EZB höher.
Die EZB passt diese Anteile alle fünf Jahre an – bzw. auch immer dann, wenn ein Land der EU beitritt (oder aus der EU austritt). So spiegeln die Anteile stets die aktuelle Situation der EU-Länder wider.
Am 1. Jänner 2026 steigt Bulgarien vom bulgarischen Lev auf die gemeinsame Währung um. Der Euroraum umfasst nun 21 Länder.
Am 1. Jänner 2023 steigt Kroatien von der kroatischen Kuna auf die gemeinsame Währung um. Der Euroraum umfasst nun 20 Länder.
Während der COVID-19-Pandemie kommt es zu einem historischen Wirtschaftseinbruch und einem sprunghaften Ansteigen der Inflation. Die EZB reagiert unter anderem mit einer starken Anhebung der Leitzinsen und verschiedenen speziellen Wertpapier-Ankaufsprogrammen (z. B. PEPP).
Als letzte Banknoten der neuen Europa-Serie werden die 100- und 200-Euro-Banknoten in Umlauf gebracht.
In der Europa-Serie gibt es keine 500-Euro-Banknote mehr. Das soll helfen, Fälschungen und Geldwäsche zu verhindern. Die 500-Euro-Banknoten der ersten Euro-Serie bleiben weiterhin gültig und im Umlauf.
Seit 2016 genügt die Angabe der internationalen Kontonummer IBAN, um Euro-Zahlungen in die Länder der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zu veranlassen. Die internationale Bankkennzahl BIC braucht man nicht mehr anzugeben.
Damit ist es noch einfacher geworden, europaweit Geld zu überweisen.
Griechenland wird zahlungsunfähig – es kann am 1. Juli 2015 dem Internationalen Währungsfonds eine fällige Rate nicht zurückzahlen. Die Debatte um einen Austritt Griechenlands aus dem Euroraum („Grexit“) gewinnt an Fahrt. Am EU-Gipfel Mitte Juli 2015 kann ein Grexit verhindert werden. Griechenland stimmt einem Hilfsprogramm zu, das strikte Reformen verlangt.
Seit 2014 genügt für Zahlungsaufträge in Österreich die Angabe der internationalen Kontonummer IBAN – ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung von Überweisungen und Lastschriften.
Als erste Banknote der Europa-Serie kommt die neue 5-Euro-Banknote in Umlauf. Die neue Banknoten-Serie zeigt als eines ihrer Sicherheitsmerkmale Europa, die Gestalt aus der griechischen Sage, nach der unser Kontinent benannt ist. Die neuen Sicherheitsmerkmale der Europa-Serie bieten noch besseren Schutz vor Fälschungen.
Die übrigen Banknoten der Europa-Serie werden in den Folgejahren schrittweise in Umlauf gebracht – und zwar in aufsteigender Reihenfolge, d. h. zuerst die 10-Euro-Banknote, dann die 20-Euro-Banknote usw.
Im Juli 2013 nutzt der EZB-Rat erstmals das geldpolitische Instrument der Forward Guidance, d. h. er gibt Hinweise über seine künftigen geldpolitischen Absichten. In einer Pressekonferenz teilt er mit, dass er davon ausgeht, dass die Leitzinsen für längere Zeit auf einem niedrigen Niveau bleiben werden. Damit konnte er die Finanzmärkte beruhigen, den Unternehmen und den Menschen Planungsicherheit geben und signalisieren, dass die EZB sich nachhaltig für die Preisstabilität einsetzt.
EZB-Präsident Mario Draghi meint in einer Rede im Juli 2012, die EZB werde zur Rettung des Euro alles tun, was notwendig ist: „Whatever it takes“. Diese Aussage wird zu einem geflügelten Wort und unterstreicht die Entschlossenheit, den Euroraum nicht auseinanderbrechen zu lassen.
Obwohl sich die Finanzmärkte beruhigen, werden Programme für eine Reihe von Euro-Ländern entwickelt und umgesetzt.
Die schwerste Krise in der Geschichte des Euro betrifft vor allem Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und Zypern. Die Ursachen liegen unter anderem in der hohen Verschuldung dieser Länder. Zum Teil war diese Verschuldung entstanden, weil die Länder Geld brauchten, um die Folgen der Finanzkrise zu bekämpfen. Der EZB-Rat beschließt im Verlauf dieser Krise auch neue, bisher nicht genutzte Sondermaßnahmen. Damit kann er zum Beispiel bewirken, dass das Finanzsystem weiterhin genügend Liquidität (also Geld) zur Verfügung hat.
Die Weltwirtschaft wird von einer schweren Finanzkrise erfasst. Ausgelöst wurde sie unter anderem durch Spekulationen am Immobilienmarkt in den USA. Den Höhepunkt der Krise markiert der Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers am 15. September 2008.
Es kommt auch in Europa zu einer schweren Rezession – die Wirtschaft schrumpft. Und auch einige europäische Banken haben Probleme. Die EZB und das Eurosystem treffen Maßnahmen, um den Banken dabei zu helfen, ihre Rolle in der Wirtschaft weiter gut zu erfüllen.
Die Krise führt zu einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern.
Parallel zur Einführung des Euro-Bargelds arbeiten die Banken und Bankenverbände in Europa daran, auch für elektronische Zahlungen europaweit einheitliche Regeln und Standards festzulegen. Sie gründen den Europäischen Zahlungsverkehrsrat (European Payments Council – EPC), der maßgeblich zur Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (Single Euro Payments Area – SEPA) beiträgt.
Am 1. Jänner 2002 führen 12 EU-Länder gleichzeitig das Euro-Bargeld ein – die größte Bargeldumstellung der Geschichte. Bereits am 2. Jänner 2002 wird der Euro in Österreich für 50 % aller Zahlungen verwendet; nach wenigen Tagen liegt diese Quote bei über 80 %.
Um für die Erstausgabe der Euro-Banknoten und -Münzen gerüstet zu sein, bestellen die österreichischen Banken bei der OeNB Euro-Bargeld im Wert von rund 10,2 Mrd EUR, nämlich
Das Startpaket für die Menschen enthält 33 Euro-Münzen im Wert von 14,54 EUR.
Das Startpaket für Unternehmen enthält 13 Euro-Münzrollen mit insgesamt 525 Münzen im Wert von 145,50 EUR.
Die OeNB erreicht mit 74 % des Bargeldumlaufs die höchste Vorverteilungsrate im gesamten Euroraum.
In Österreich werden für die Erstausgabe des Euro-Bargelds am 1. Jänner 2002 insgesamt 1,5 Milliarden Euro-Münzen (Wert: 645 Mio EUR) und 360 Millionen Euro-Banknoten (Wert: 18,1 Mrd EUR) vorbereitet.
Mit 1. Jänner 1999 führen elf EU-Länder den Euro als Buchgeld ein – er wird vorerst nur als Rechnungseinheit für Bankkonten verwendet. Der Euro ersetzt die bisherige gemeinsame Rechnungseinheit ECU zum Kurs von 1:1.
Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) tritt in Kraft und verwaltet die gemeinsame Währung.
Für die alten Währungen (Vorgängerwährungen) der Euro-Länder gelten unwiderrufliche Umrechnungskurse zum Euro. Für den österreichischen Schilling lautet der Kurs 1 EUR = 13,7603 ATS.
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird am 1. Juni 1998 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main (Deutschland). Die EZB folgt dem Europäischen Währungsinstitut (EWI) nach, das wichtige Vorarbeiten für die Errichtung der EZB und die gemeinsame Währung leistete.
Die erste große Aufgabe der EZB war die Einführung des Euro. Seither sorgt sie dafür, dass der Euro seinen Wert behält und die Preise im Euroraum stabil bleiben.
Das unterstützt das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Der österreichische Designer Robert Kalina gewinnt den Design-Wettbewerb für die erste Serie der Euro-Banknoten. Die Fenster und Tore auf der Vorderseite symbolisieren den europäischen Geist der Offenheit und der Kooperation. Die Brücken auf der Rückseite stehen für die Verständigung – zwischen den Menschen in Europa ebenso wie zwischen Europa und der Welt.
Den Design-Wettbewerb für die gemeinsame Seite der Euro-Münzen gewinnt der Belgier Luc Luycx. Die nationalen Seiten der Euro-Münzen kann jedes Land selbst gestalten.
Am 15. Dezember 1995 legt der Europäische Rat von Madrid den Namen der zukünftigen gemeinsamen Währung fest: Euro.
Der Name leitet sich direkt von „Europa“ ab und steht für die gemeinsame Identität und die enge Zusammenarbeit der Länder unseres Kontinents. Ein Argument für die Namenswahl ist außerdem, dass „Euro“ in allen Sprachen leicht auszusprechen ist.
Am 1. Jänner 1995 wird Österreich – wie auch Finnland und Schweden – Mitglied der EU. Österreich tritt auch dem Wechselkursmechanismus (WKM) bei. Die OeNB ist ab jetzt bei den informellen Treffen der EU-Finanzminister (informeller ECOFIN) vertreten.
Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet. Es soll unter anderem die gemeinsame Geldpolitik in der EU koordinieren, die Zusammenarbeit der nationalen Zentralbanken fördern und die Europäische Zentralbank (EZB), das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) und die Einführung des Euro vorbereiten.
Die OeNB ist in die Arbeiten des EWI direkt eingebunden, denn die Leiter:innen der nationalen Zentralbanken sind in seinem obersten Entscheidungsgremium, dem EWI-Rat, vertreten.
Das EWI ist die Vorgängerinstitution der EZB.
Der Vertrag von Maastricht (Vertrag über die Europäische Union) wird am 7. Februar 1992 unterzeichnet und tritt am 1. November 1993 in Kraft. Der Vertrag sieht die verbindliche Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) in drei Stufen vor, die bis zum Jahr 1999 umgesetzt werden:
Das Europäische Währungssystem (EWS) wird eingerichtet. Es soll die Wechselkurse in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) stabilisieren.
Die Europäische Währungseinheit (European Currency Unit – ECU) wird eingeführt. Der ECU wird vorerst nur als Rechnungseinheit genutzt.
Die EWG-Länder vereinbaren eine bestimmte Schwankungsbreite für den Kurs ihrer Währungen. Das ist der Beginn des Wechselkursmechanismus (WKM).
Die Europäische Zentralbank (EZB) arbeitet derzeit an der dritten Serie der Euro‑Banknoten. Dabei berücksichtigt sie auch die Meinung der Menschen in Europa. Unsere neuen Banknoten sollen zukunftstauglich sein: fälschungssicher, nachhaltig und umweltfreundlich. Und sie sollen die Menschen noch besser ansprechen.
Zusammen mit den nationalen Zentralbanken des Euroraums prüft die EZB die mögliche Einführung eines digitalen Euro. Ein digitaler Euro wäre so gedacht, dass er wie digitales Bargeld funktioniert: Die Menschen könnten damit rasch, unabhängig und sicher im ganzen Euroraum digital bezahlen. Ein digitaler Euro wäre also eine Ergänzung zu unseren Euro-Banknoten und -Münzen – sozusagen ihr digitaler Zwilling.
Der Euro wurde eingeführt, um die Wirtschaft in der EU noch besser zu unterstützen und den europäischen Binnenmarkt zu fördern. Das funktioniert, weil die Menschen und Unternehmen in Europa mit dem Euro einfacher bezahlen und handeln können.
Für Sie bedeutet der Euro, dass Sie
Das Euro-Zeichen "€" steht für den ersten Buchstaben des Wortes „Europa“. Es ist angelehnt an den griechischen Buchstaben Epsilon (ɛ), mit dem das Wort „Europa“ im Griechischen beginnt. Der Name unseres Kontinents geht auf den Namen einer Gestalt aus der griechischen Sage zurück: Europa war eine phönizische Prinzessin, in die sich Göttervater Zeus verliebt hatte. In Gestalt eines Stiers trug er Europa mit sich fort.
Derzeit verwenden folgende EU-Länder (noch) ihre nationalen Währungen: Dänemark, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn.
Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn warten aus verschiedenen Gründen mit der Einführung des Euro noch ab.
Dänemark hat im Vertrag von Maastricht eine Ausnahmeregelung (Opt-out) erwirkt. Das Land ist daher rechtlich nicht verpflichtet, den Euro als Währung einzuführen.
Seit 1999 nimmt Dänemark am Wechselkurs-Mechanismus II (WKM II) teil, d. h. der Wechselkurs der dänischen Krone ist – innerhalb einer Bandbreite – an den Euro gebunden.
Die Teilnahme am WKM II ist eine Voraussetzung für eine spätere Einführung des Euro.
Ja, einige Länder und Gebiete, die nicht in der EU sind, verwenden den Euro als ihre Währung:
In einigen Regionen außerhalb Europas wird der Euro auch als offizielles Zahlungsmittel genutzt. Zum Beispiel in den französischen Überseegebieten oder weiteren französischen Gebieten im Indischen Ozean und im Pazifik – etwa auf der Insel Réunion.
Bevor ein EU-Land den Euro einführen darf, muss es eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen – die Konvergenzkriterien (oder Maastricht-Kritierien). Das heißt, es muss nachweisen, dass es mit den Euro-Ländern wirtschaftlich mithalten kann. Außerdem muss es mindestens zwei Jahre lang erfolgreich am Wechselkurs-Mechanismus II (WKM II) teilgenommen haben.
Die Konvergenzkriterien beziehen sich auf die Entwicklung der Preise (d. h. die Inflation), die Staatsverschuldung, die Wechselkurse und die langfristigen Zinssätze.
Wenn ein Land den Euro als Währung übernimmt, wird für seine alte Währung (die sogenannte Vorgänger-Währung) ein unwiderruflicher Euro-Umrechnungskurs festgelegt. Zu diesem Kurs kann man die Vorgänger-Währung gegen Euro tauschen. Für die Vorgänger-Währungen aller Euro-Teilnehmerländer gibt es solche Euro-Umrechnungskurse, die immer gleich bleiben. Für den österreichischen Schilling lautet der Kurs 1 EUR = 13,7603 ATS.
Der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) ist ein Regelwerk der EU. Er stellt die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion dar. Er soll die Finanzpolitiken der EU-Länder überwachen und koordinieren und so sicherstellen, dass die Länder solide öffentliche Finanzen haben. Das heißt, dass sie nicht zu hohe Schulden machen und dass ihre Haushaltsdefizite nicht so groß sind, dass sie den Euro gefährden.