Außenwirtschaft
Österreichs Wirtschaft ist stark international vernetzt. In der Zahlungsbilanz werden diese Verbindungen sichtbar. Die wichtigsten Partnerländer sind der Euroraum, besonders Deutschland, sowie die USA, China und die Schweiz.
Zahlungsbilanz
Die Zahlungsbilanz ist ein wichtiges wirtschaftspolitisches Analyseinstrument, das Rückschlüsse auf die internationale Verflechtung und die Stabilität einer Volkswirtschaft im internationalen Vergleich ermöglicht. Sie erfasst alle wirtschaftlichen Transaktionen mit dem Ausland. Das betrifft sowohl die Realwirtschaft – den Handel mit Gütern und Dienstleistungen, Erwerbs- und Vermögenseinkünfte, Transferzahlungen – als auch die Finanzwirtschaft bzw. den internationalen Kapitalverkehr mit Direktinvestitionen (grenzüberschreitende Firmenbeteiligungen), Portfolioinvestitionen (grenzüberschreitende Wertpapierinvestitionen), Sonstige Investitionen (grenzüberschreitende Kredite und Bankeinlagen) und grenzüberschreitende Finanzderivate sowie Währungsreserven.
Realwirtschaftliche Entwicklungen werden überwiegend in der Leistungsbilanz und in den Vermögensübertragungen abgebildet, die finanzielle Transaktionen in der Kapitalbilanz.
Die internationale Vermögensposition (IVP) zeigt – im Gegensatz zur Kapitalbilanz, die finanzielle Transaktionen abbildet – das Finanzvermögen bzw. die Finanzverpflichtungen gegenüber dem Ausland. Methodisch basiert die Zahlungsbilanz auf den internationalen Konventionen des Balance of Payments Manual des IWF und des Systems volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen.