Jubiläumsfonds

Der Jubiläumsfonds der OeNB unterstützt die Grundlagenforschung in Österreich. Seit der Gründung im Jahr 1966 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der OeNB wurden über 10.000 Forschungsprojekte mit insgesamt mehr als 835 Millionen Euro gefördert.

Einreichungen

Die OeNB fördert mit dem originären Jubiläumsfonds seit Jahrzehnten die wissenschaftliche Grundlagenforschung in Österreich. Ziel ist es, den Forschungsstand zu notenbankenrelevanten Themen gezielt weiterzuentwickeln und neue Erkenntnisse zu gewinnen, die für die wirtschaftspolitische Diskussion und Entscheidungsfindung von Bedeutung sind.

Einreichzeitraum

Entscheidung

frühester Projektbeginn

28.07.2025 bis 24.09.2025Juni / Juli 2026Juli / Aug 2026
26.01.2026 bis 18.03.2026Dezember 2026Jänner 2027
27.07.2026 bis 23.09.2026Juni / Juli 2027Juli / Aug 2027

Die Einreichphase endet um 12 Uhr Mittag.

Förderrahmen und Themencluster

Für Projektanträge an den Jubiläumsfonds der OeNB gilt ein klar definierter finanzieller Rahmen: Die Mindestantragssumme beträgt 50.000 Euro, die Höchstsumme liegt bei 300.000 Euro pro Projekt. Einen Überblick über bereits bewilligte Projekte finden Sie im PDF-Dokument „Bewilligte Projektanträge".

Die inhaltliche Ausrichtung des Jubiläumsfonds wird nicht über einzelne wissenschaftliche Disziplinen definiert, sondern über 19 Themencluster. Diese orientieren sich an Strategie, Leitbild und Forschungsschwerpunkten der OeNB. Der Jubiläumsfonds unterstützt außerdem Initiativen, die Vielfalt, Chancengleichheit und unterschiedliche Perspektiven in der Forschung stärken. Besonders Forscherinnen aus den genannten Themenclustern werden ermutigt, einen Antrag einzureichen – wir freuen uns auf Ihre Einreichung.

Kontakt


Jubiläumsfonds Mo bis Do: 10:00 bis 12:00 Uhr telefonisch erreichbar

Zweistufiges Entscheidungsverfahren

Förderentscheidungen sind verantwortungsvoll und oft herausfordernd – besonders in Zeiten steigender Antragszahlen bei begrenztem Budget. Um eine faire und fundierte Auswahl zu gewährleisten, setzt der Jubiläumsfonds auf ein zweistufiges Entscheidungsverfahren mit klar definierten Bewertungsschritten.

1. Stufe: Vorabselektion

Ein Fachgremium prüft alle fristgerecht eingereichten Anträge zunächst individuell und anschließend im Vergleich. Bewertet werden unter anderem die Relevanz des Themas und die Qualität des Antrags. Ziel ist es, eine objektive Auswahl jener Projekte zu treffen, die in die nächste Stufe der Begutachtung gelangen.

Wird ein Antrag in dieser Phase abgelehnt, ist eine erneute Einreichung desselben Projekts ausgeschlossen. Die Entscheidung wird den Antragsteller:innen zeitnah schriftlich mitgeteilt.

2. Stufe: Fachbegutachtung

In der zweiten Stufe erstellen unabhängige Expert:innen strukturierte Fachgutachten. Bewertet werden: – die Priorität des Themas – die Qualität des Projekts – die methodische Herangehensweise – die Qualifikation des Projektteams.

Die Gutachter:innen vergeben Punkte in diesen Kategorien und begründen ihre Einschätzungen. Die Auswahl der Fachgutachtenden erfolgt in Abstimmung mit dem Fachgremium – mit ausgewogenem Verhältnis zwischen in- und ausländischen Expert:innen. Das Verfahren folgt dem in der Wissenschaft üblichen Single-Blind-Prinzip.

Nach der Entscheidungssitzung

Nach der Entscheidungssitzung können die bewilligten Projekte via Projektabfrage abgerufen werden. Detailinformationen sind den schriftlichen Entscheidungsmitteilungen an die Projektleitung zu entnehmen.

Projektabfrage

Transparenz und Qualität

Die Fachgutachten bilden die zentrale Entscheidungsgrundlage für die Vergabe der Fördermittel. Sie helfen nicht nur dem Jubiläumsfonds bei der Mittelvergabe, sondern geben auch den Antragsteller:innen wertvolle Rückmeldungen zur Weiterentwicklung ihrer Forschungsprojekte.

Der Jubiläumsfonds bedankt sich herzlich bei allen Fachgutachtenden für ihre Bereitschaft, mit ihrer Expertise einen wichtigen Beitrag zur Förderung wissenschaftlicher Exzellenz zu leisten.

Rechenschaftsberichte

Richtlinien und Anleitung zur Einreichung 

Das Online-Portal FOMIS hilft dabei, Anträge und Unterlagen für den Jubiläumsfonds der OeNB online einzureichen. Das System prüft automatisch viele formale Vorgaben, damit weniger Fehler passieren. Alle Daten werden gespeichert, sodass die Einreichung und Projektabwicklung einfacher und übersichtlich bleibt.

OeNB-Portal

Die Projektdatenbank bietet einen umfassenden Überblick über die in den letzten Jahren bewilligten Forschungsprojekte. Für jedes Projekt sind zentrale Eckdaten, ein Kurzbericht sowie themenspezifische Publikationen verzeichnet.

Bei laufenden oder noch nicht abgeschlossenen Projekten kann die Dokumentation teilweise unvollständig sein. Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert und bietet wertvolle Einblicke in die Vielfalt und Relevanz der geförderten Forschung.

 
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Transparenz und Nachvollziehbarkeit

Um den Anforderungen an Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Mittelverwendung gerecht zu werden, veröffentlicht die OeNB jährlich einen Rechenschaftsbericht. Dieser enthält detaillierte Informationen zur Förderstruktur sowie zu den Förderquoten in den jeweiligen Themenclustern.