Zahlungssysteme

Zahlungssysteme laufen im Hintergrund und sorgen dafür, dass wir sicher und rasch bargeldlos bezahlen können – mit Überweisungen oder Lastschriften, Karte oder Smartphone oder sonstigen modernen Techniken. Sie erfüllen eine wichtige Funktion für die Wirtschaft und die Finanzmärkte, indem sie die nötigen Geldflüsse ermöglichen und den Wirtschaftskreislauf aufrecht erhalten.

Zahlungen halten die Wirtschaft am Laufen

Damit die Wirtschaft gut funktioniert, müssen auch Zahlungen gut funktionieren – im Inland und über Grenzen hinweg. Geld und andere Vermögenswerte sollen sicher von A nach B gelangen und für die Wirtschaft zur Verfügung stehen. Das braucht eine umfassende technische Infrastruktur – die Zahlungssysteme. Einen Teil dieser Systeme betreiben wir selbst, die übrigen Teile behalten wir im Auge. Zudem beobachten wir Entwicklungen im Banken- und Finanzsektor in ganz Europa. Ziel ist es, Schwachstellen rasch zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems regelmäßig zu überprüfen.

So funktionieren Zahlungssysteme

Zahlungssysteme sorgen dafür, dass in der Wirtschaft genug Geld zur Verfügung steht und dass Zahlungen zwischen Menschen, Unternehmen und öffentlichen Stellen zuverlässig funktionieren. Sie übermitteln Zahlungsdaten rasch und günstig. So tragen sie dazu bei, dass die Wirtschaft und der Finanzmarkt sicher und stabil sind. Je nach Art und Dringlichkeit einer Zahlung verwenden die Banken verschiedene Zahlungssysteme. Die drei wichtigsten sind Großbetragssysteme, Clearing-Systeme und Correspondent Banking.

  • Großbetrags­systeme wie TARGET verarbeiten sehr große Zahlungen in Echtzeit. Die Zahlungen werden sofort endgültig abgeschlossen (finalisiert), sodass das Geld nicht mehr zurückgenommen werden kann.
  • Clearing-Systeme arbeiten anders: Sie fassen Massenzahlungen (also viele kleinere Zahlungen wie Überweisungen oder Lastschriften) zusammen und verrechnen sie gegeneinander. Übertragen wird nur die Differenz (der Nettobetrag). Das spart Kosten. 
  • Beim Correspondent Banking nutzen Banken direkte Kontoverbindungen miteinander. Im Euroraum wird dieses System immer mehr durch zentrale Systeme ersetzt. Wichtig bleibt es aber für Zahlungen in Fremdwährungen. Grenzüberschreitende Zahlungen laufen dabei z. B. über Nostro- und Lorokonten.
TARGET-Dienste

Aktuelle Trends beim Bezahlen

Die OeNB führt regelmäßig Umfragen durch, um zu erfahren, wie die Menschen in Österreich bezahlen und was sie über verschiedene Zahlungsmittel denken. Bargeld schneidet dabei immer noch am besten ab: Die meisten Menschen in Österreich bezahlen am Point-of-Sale (POS) – also z. B. an der Kassa im Geschäft – nach wie vor in bar. Aber immer mehr Menschen nutzen auch Zahlungskarten und andere bargeldlose Zahlungsmethoden. Die positive Einstellung zu Bargeld ist in Österreich jedoch weiterhin stark.

Ergebnisse der Zahlungsmittelumfrage 2025

Highlights der OeNB-Zahlungsmittelumfrage 2025

  • , 94 % der Menschen in Österreich können sich eine Welt ohne Bargeld nicht vorstellen. Besonders geschätzt wird, dass Bargeld praktisch, zuverlässig und jederzeit einsetzbar ist – selbst bei Blackouts oder Krisen. Bargeld bleibt unverzichtbar

    94 % der Menschen in Österreich können sich eine Welt ohne Bargeld nicht vorstellen. Besonders geschätzt wird, dass Bargeld praktisch, zuverlässig und jederzeit einsetzbar ist – selbst bei Blackouts oder Krisen.

  • , Unter 50-Jährige begleichen 59 % ihrer Zahlungen vor Ort digital. Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt dieser Anteil etwas höher – bei 62 %. Alle Altersgruppen schätzen es, die Art des Bezahlens frei wählen zu können. Je jünger, desto lieber digital

    Unter 50-Jährige begleichen 59 % ihrer Zahlungen vor Ort digital. Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt dieser Anteil etwas höher – bei 62 %. Alle Altersgruppen schätzen es, die Art des Bezahlens frei wählen zu können.

  • , 67 % der Befragten kaufen im Internet ein. Für rund ein Drittel aller Onlinezahlungen greifen Konsument:innen zu digitalen Geldbörsen (Wallets) oder Internetbezahlverfahren. Digitales Bezahlen wird immer wichtiger

    67 % der Befragten kaufen im Internet ein. Für rund ein Drittel aller Onlinezahlungen greifen Konsument:innen zu digitalen Geldbörsen (Wallets) oder Internetbezahlverfahren.

  • , Mittlerweile sind 50 % aller Zahlungen in Österreich bargeldlos. Dennoch will die Mehrheit der Befragten nicht auf Bargeld verzichten. Denn Wahlfreiheit zwischen Bargeld und digitalem Bezahlen ist den Menschen wichtig. Wahlfreiheit ist entscheidend

    Mittlerweile sind 50 % aller Zahlungen in Österreich bargeldlos. Dennoch will die Mehrheit der Befragten nicht auf Bargeld verzichten. Denn Wahlfreiheit zwischen Bargeld und digitalem Bezahlen ist den Menschen wichtig.

  • , Der geplante digitale Euro würde eine europäische gebührenfreie und sichere Möglichkeit für digitales Bezahlen bieten. Und Europa unabhängiger von nicht-europäischen elektronischen Zahlungslösungen machen. Digitaler Euro für mehr Souveränität

    Der geplante digitale Euro würde eine europäische gebührenfreie und sichere Möglichkeit für digitales Bezahlen bieten. Und Europa unabhängiger von nicht-europäischen elektronischen Zahlungslösungen machen.