Immobilienmarkt

Stabile Immobilienmärkte sind sehr wichtig für stabile Finanzmärkte. Rund zwei Drittel der Kredite an private Haushalte und Unternehmen haben einen Immobilienbezug. Aus diesem Grund achtet die OeNB genau auf Entwicklungen am Wohn- und Gewerbeimmobilienmarkt. Mit tiefgehenden Analysen und einem umfassenden Datenangebot zum österreichischen Immobilienmarkt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Finanzmarktstabilität in Österreich.

OeNB Reports: Marktberichte

Kompetenzzentrum für Immobilien

Die OeNB hat mit ihrem Immo-Hub ein Kompetenzzentrum für den österreichischen Immobilienmarkt geschaffen, um der Öffentlichkeit hochwertige Daten und fundierte Analysen zum österreichischen Wohn- und Gewerbeimmobilienmarkt mit Fokus auf Finanzmarktstabilität zur Verfügung zu stellen.

Was machen wir konkret?

  • Datenbasierte Analysen des Wohn- und Gewerbeimmobilienmarktes

  • Überwachung von Risikoindikatoren (inklusive Kreditqualitätsdaten) zur Bewertung von Risiken für die Finanzmarktstabilität

  • Beitrag zur Finanzmarktstabilität durch Kommunikation sowie mikroprudenzielle und gegebenenfalls makroprudenzielle Maßnahmen

  • Mitgestaltung der immobilienwirtschaftlichen Forschung

  • Bereitstellung einer umfassenden Datenbasis zum Immobilienmarkt auf unseren Dashboards

Warum wir Risiken überwachen

Die OeNB ist gesetzlich verpflichtet zum Erhalt der Finanzmarktstabilität beizutragen, unter anderem indem sie dem Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) Risikohinweise oder Empfehlungen vorschlägt. Deshalb müssen wir potenzielle Risiken für die Finanzmarktstabilität frühzeitig erkennen – auch im Immobilienbereich. 

Der Immobilien- und Finanzmarkt sind eng miteinander verbunden: Rund zwei Drittel der Kredite österreichischer Banken haben einen Immobilienbezug, etwa private Wohnimmobilienkredite oder gewerbliche Immobilienfinanzierungen. Kommt es zu Zahlungsausfällen bei Immobilienkrediten, kann sich dies negativ auf die Banken und damit auch auf die Finanzmarktstabilität auswirken.

Aus diesem Grund analysieren wir die Entwicklungen am österreichischen Immobilienmarkt und bei den Immobilienkrediten im Detail. Gegebenenfalls schlagen unsere Expert:innen auch Maßnahmen zur Wahrung der Finanzmarktstabilität vor. Internationale Institutionen wie der Internationale Währungsfonds sowie Rating-Agenturen legen ebenfalls großen Wert auf das Monitoring des Immobilienmarktes. Die Analysen der OeNB zum Wohn- und Gewerbeimmobilienmarkt und daraus resultierende Maßnahmen tragen also auch zum Erhalt des sehr guten Ratings für den österreichischen Bankenmarkt bei.

Finanzmarktstabilitätsgremium

Wohnimmobilien

  • Der Mietanteil in Österreich beträgt rund 50 % und ist damit im internationalen Vergleich hoch. 
  • In Österreich haben rund 81 % der Wohneinheiten eine Hauptwohnsitzmeldung, während der Rest sich auf Nebenwohnsitze und keine Wohnsitzangabe aufteilt.
  • Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich von 2010 bis Mitte 2022 um rund 120 % gestiegen, während Einkommen um rund 40 % gestiegen sind. Seit Mitte 2022 hat sich die Lücke begonnen zu reduzieren.

Wohnimmobilien-Dashboard

Das interaktive Wohnimmobilien-Dashboard gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf dem österreichischen Wohnimmobilienmarkt und setzt diese in den Kontext der Finanzmarktstabilität. Es bündelt rund 70 Indikatoren mit rund 300 Zeitreihen zum Wohnimmobilienmarkt und macht sie öffentlich verfügbar. Wer hochwertige Informationen rund um das Angebot, die Nachfrage, den Markt oder makroprudenzielle Indikatoren sucht, wird hier fündig. Das Dashboard bietet verschiedene interaktive Funktionen und sämtliche Daten können heruntergeladen werden. 

Inhalte: Preise von Wohnimmobilien, Baubewilligungen und Fertigstellungen, Kreditkosten, Baukosten, Kreditzinsen und -volumen, Risikoindikatoren sowie zahlreiche weitere Kennzahlen.

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Gewerbeimmobilien

  • Die mit Abstand bedeutendste Assetklasse ist das gewerbliche Wohnen, z. B. Zinshäuser. Andere Segmente wie Hotels, Büro-, Industrie- und Lagerimmobilien sowie Groß- und Einzelhandelsflächen spielen demgegenüber eine deutlich geringere Rolle.
  • Die Eigentümer:innenstruktur der Gewerbeimmobilien hat sich seit 2000 zunehmend zugunsten gewinnorientierter und institutioneller Investor:innen verschoben.
  • Der Gewerbeimmobilienpreisindex der OeNB verzeichnete bis Mitte 2022 einen deutlichen Anstieg der Gewerbeimmobilienpreise, ehe infolge der Zinswende eine ausgeprägte Korrektur einsetzte.

Gewerbeimmobilien-Dashboard

Das interaktive Dashboard gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf dem österreichischen Gewerbeimmobilienmarkt und setzt diese in den Kontext der Finanzmarktstabilität. Es bündelt etwa 50 Indikatoren mit rund 1.000 Zeitreihen zum Gewerbeimmobilienmarkt und macht sie öffentlich verfügbar. Wer hochwertige Informationen rund um das Angebot, die Nachfrage, den Markt oder makroprudenzielle Indikatoren sucht, wird hier fündig. Das Dashboard bietet verschiedene interaktive Funktionen und sämtliche Daten können heruntergeladen werden.

Inhalte: Preise von Gewerbeimmobilien, Baubewilligungen und Fertigstellungen, Kreditkosten, Baukosten, Kreditzinsen und -volumen, Risikoindikatoren sowie zahlreiche weitere Kennzahlen.

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Wichtige Kennzahlen

  • Wohnimmobilienpreise in Österreich

    Vergleich zum Vorjahr
  • Zinssatz für Wohnbaukredite