Direktinvestitionen

Die klassische Analysesicht unterscheidet „Aktive Direktinvestitionen" (ADI) und „Passive Direktinvestitionen" (PDI): Bei ADI beteiligt sich ein Inländer an einem ausländischen Unternehmen, bei PDI sind Ausländer an österreichischen Unternehmen beteiligt. Üblicherweise stattet ein Investor sein Unternehmen mit Eigenkapital und/oder Konzernkrediten aus. Bei ADI ergeben sich daher „Forderungen" an das ausländische Unternehmen, bei PDI „Verbindlichkeiten" gegenüber dem ausländischen Investor.

Gelegentlich werden Konzernkredite jedoch auch vom Tochterunternehmen an den Investor vergeben. Dieses „Reverse Investment" verringert die ADI bzw. PDI. Direktinvestitionen sind daher ein Saldo: Forderungen minus Verbindlichkeiten bei ADI, Verbindlichkeiten minus Forderungen bei PDI.

Mit Direktinvestitionen verwandte Statistiken wie Zahlungsbilanz, Internationale Vermögensposition oder Gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung zeigen Direktinvestitionen in einer alternativen Darstellung („Asset/liability principle"). Es werden jeweils Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Direktinvestitionen gezeigt, unabhängig davon ob es sich um ADI oder PDI handelt. In der Alternativdarstellung werden auch Liegenschaften und Zweckgesellschaften (SPEs) berücksichtigt, daher Direktinvestitionen im weiteren Sinn (i. w. S.).
 

Aktive Direktinvestitionen

Passive Direktinvestitionen

Konzepte und Komponenten

Direktinvestitionen-Dashboard

Das neue Direktinvestitionen-Dashboard ermöglicht die interaktive Darstellung österreichischer Direktinvestitionsdaten und visualisiert Österreichs internationale Vernetzung. Die im Dashboard generierten Grafiken und Tabellen können heruntergeladen und außerhalb des Dashboards wiederverwendet werden.

Zum Dashboard

Kontakt


Statistik-Hotline Montag bis Freitag: 09:00 bis 16:00 Uhr