Fakten zur Außenwirtschaft

Internationale Wettbewerbsfähigkeit

Grafik 7

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Der Inflationsschock der Jahre 2022 und 2023 war in Österreich nicht nur ausgeprägter als im Euroraum-Durchschnitt, der damit verbundene Kaufkraftverlust wurde im Rahmen des österreichischen Lohnfindungsprozesses auch zur Gänze kompensiert. Die Stundenlöhne sind dadurch stärker gestiegen als in Deutschland und im Euroraum. Die Produktivitätsentwicklung zeigt, dass diese den starken Lohnanstieg der vergangenen Jahre nicht kompensieren konnte. Infolgedessen hat sich die Lohnstückkostenposition Österreichs relativ zu den wichtigsten Handelspartnern deutlich verschlechtert. Die Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren spiegelt sich auch in der Entwicklung des realen effektiven Wechselkurses wider. Diese Entwicklung hat – beginnend mit den Lohnabschlüssen seit Herbst 2025 – zu einer Trendwende geführt: Zum einen kommt es aktuell mehrheitlich zu Abschlüssen unterhalb der Inflationsrate, und zum anderen sind Mehrjahresabschlüsse mit fixen Lohnsteigerungen häufiger geworden. Dies führt dazu, dass sich die relative Lohnstückkostenposition gegenüber dem Euroraum nicht weiter verschlechtern wird. Österreich hat damit seine preisliche Wettbewerbsposition nach Jahren mit deutlichen Verlusten stabilisiert.

Österreichische Güterexporte nach Regionen

Grafik 8

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2025 entfiel mehr als die Hälfte der österreichischen Güterexporte auf den Euroraum und war daher keinem unmittelbaren Wechselkursrisiko ausgesetzt. Deutschland ist mit einem Anteil von knapp 30 % an den gesamten Güterexporten nach wie vor die mit Abstand wichtigste Exportdestination Österreichs, gefolgt von den USA, Italien und der Schweiz. Die Länder Zentral-, Ost- und Südosteuropas (CESEE) sind mit einem Anteil von in Summe über 20 % weiterhin ein sehr wichtiger Absatzmarkt. Rund 30 % der österreichischen Gesamtexporte sind Dienstleistungen; davon entfällt wiederum ein Drittel auf Reiseverkehr und Tourismus.
Die sektorale Struktur des österreichischen Warenaußenhandels folgt dem Muster, das typischerweise in hochindustrialisierten Ländern zu beobachten ist. Mit 35 % bis 40 % machen Maschinen und Transportausrüstungen den größten Teil der österreichischen Warenexporte aus. Weitere wichtige Säulen der österreichischen Exporttätigkeit sind Fertigwaren (ca. 20 %) und chemische Erzeugnisse (ca. 15 %).

Leistungsbilanzsalden der EU-Mitgliedstaaten

Grafik 9

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Seit 2002 verzeichnet Österreich einen positiven Saldo der Leistungsbilanz. Einzige Ausnahme stellt das Jahr 2022 dar, in dem infolge der COVID-19-Pandemie und des Energieimportpreisschocks ein geringfügiges Defizit vorlag. Da beide Faktoren an Stärke verloren, wurde bereits 2023 wieder ein Überschuss erzielt.

Nettovermögensposition der EU-Mitgliedstaaten

Grafik 10

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Aufgrund der Leistungsbilanzüberschüsse in den vergangenen Jahren verbesserte sich Österreichs internationale Nettovermögensposition sukzessive. 2013 war sie erstmals positiv. Derzeit ist die österreichische Nettovermögensposition – im Vergleich zu Ländern mit hohen Defiziten wie Griechenland, Irland und Zypern sowie Ländern mit hohen Überschüssen wie Deutschland, Dänemark und den Niederlanden – praktisch ausgeglichen.