Fakten & Vorteile

Der Euro ist die gemeinsame Währung von 21 EU-Ländern. Er wird im Alltag und von Unternehmen genutzt und erleichtert das Bezahlen, den Handel sowie den Preisvergleich im Euroraum. Verwaltet wird der Euro von der Europäischen Zentralbank (EZB) gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken. Im obersten Entscheidungsgremium, dem EZB-Rat, ist auch die OeNB vertreten. Ziel ist es, den Wert des Euro stabil zu halten.

Der Euro – die Währung für Europa

Der Euro ist das einzige offizielle Zahlungsmittel im Euroraum. Mit den Euro-Banknoten und -Münzen können wir in bar bezahlen: mit Karte, per Überweisung und mit unterschiedlichen modernen Zahlungsformen auch bargeldlos.

Der Euro bringt viele Vorteile – für die Menschen und für die Unternehmen, für die Länder des Euroraums und für die ganze EU. Gestützt auf die starke Wirtschaft des Euroraums, hat sich der Euro rasch zur zweitwichtigsten Währung der Welt entwickelt. Das ist auch gut für Österreich, weil sich die Menschen und Unternehmen in unserem Land auf eine stabile und sichere Währung verlassen können.

Vorteile des Euro

haende mit euro-banknoten

Sicher bezahlen

Der Euro ist ein sicheres und verlässliches Zahlungsmittel. Im Alltag nutzen ihn rund 9 Millionen Menschen in Österreich und etwa 358 Millionen Menschen im ganzen Euroraum. Die Euro-Banknoten haben sehr raffinierte Sicherheitsmerkmale. Daher sind sie sehr schwer zu fälschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Fälschung in die Hände bekommen, ist also äußerst gering. Außerdem können Sie anhand der Sicherheitsmerkmale leicht überprüfen, ob eine Banknote echt ist.

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Schnell und sicher Geld überweisen

Wenn Sie Geld nach Deutschland oder Italien überweisen, funktioniert das genauso wie innerhalb Österreichs. Es ist einfach, günstig und sicher. Und es geht schnell – mit SEPA-Echtzeitüberweisungen dauern Zahlungen innerhalb Europas überhaupt nur wenige Sekunden. Damit das Geld sicher ankommt, prüft die Bank, ob die Kontonummer (IBAN) zum Namen der Empfänger:innen passt. Das schützt vor Fehlüberweisungen und vor Betrug.

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person, die einen koffer packt

Reisen ist einfacher

Der Euro hat Reisen in Europa viel einfacher gemacht. Wenn Sie heute nach Griechenland oder Italien fahren möchten, brauchen Sie kein Geld zu wechseln. Dasselbe gilt für Reisen nach Deutschland, Finnland, Spanien und alle anderen Länder im Euroraum. Überall dort können Sie mit dem Euro bezahlen – die Euro-Banknoten sehen in allen Ländern gleich aus, die Euro-Münzen haben eine gemeinsame Seite und eine nationale Seite, die die Länder selbst gestaltet haben.

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Unternehmen können Geld sparen und besser planen

Österreichische Unternehmen haben durch den Euro weniger Kosten und mehr Sicherheit bei ihrer Finanzplanung. Beim Handel mit anderen Ländern im Euroraum brauchen sie keine Wechselkurse mehr zu berücksichtigen. Das spart Geld und bedeutet weniger Risiko. Überweisungen innerhalb Europas sind außerdem schnell, sicher und günstig. All das wirkt sich positiv auf den Handel aus.

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grafik mit zahlen

Österreichs Wirtschaft ist stabil und sicher

Der Euro ist die zweitwichtigste Währung der Welt. Eine kleine Volkswirtschaft wie Österreich profitiert davon, eine weltweit anerkannte und starke Währung wie den Euro zu verwenden. Der Euroraum ist ein großer und stabiler Wirtschaftsraum, in den Österreichs Wirtschaft durch die gemeinsame Währung gut eingebettet ist. Auch wenn es Krisen gibt, ist die europäische Zusammenarbeit ein großer Vorteil.

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Formen von Geld

Bargeld 
Bargeld ist Geld zum Anfassen. Als Münzen und Banknoten bringt es die Zentralbank direkt in Umlauf. Bargeld kann man anonym und ohne technische Hilfsmittel verwenden. 

Buchgeld 
Buchgeld ist Geld auf Bankkonten. Es wird von den Geschäftsbanken geschaffen, wenn sie neue Kredite an Kund:innen vergeben. Es dient vor allem für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Es heißt auch Giralgeld.

Zentralbankgeld 
Zentralbankgeld ist Geld, das von einer Zentralbank geschaffen und garantiert wird. Dazu gehören Bargeld (Banknoten und Münzen) und die elektronischen Reserven der Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Zentralbankgeld ist die sicherste Form von Geld, da es direkt von der Zentralbank gedeckt ist, einer öffentlichen Einrichtung, die nicht insolvent werden kann. 

Gut zu wissen: Kryptowerte wie Bitcoin sind kein Geld und auch keine Währung. Sie beruhen auf einer speziellen Technologie (dezentrale Blockchains), werden nicht von staatlichen Institutionen kontrolliert und unterliegen starken Kursschwankungen. Eine Sonderform sind Stablecoins. Ihr Wert ist an stabile Referenzwerte wie staatliche Währungen (z. B. Euro oder US-Dollar) gekoppelt, um Preisstabilität mit digitaler Handelbarkeit zu verbinden.

Fakten zum Euro

  • 358 Millionen Menschen, Seit dem Euro-Beitritt Bulgariens 2026 bezahlen mehr als 358 Millionen Menschen in ihrem Alltag mit dem Euro. 358 Millionen Menschen

    Seit dem Euro-Beitritt Bulgariens 2026 bezahlen mehr als 358 Millionen Menschen in ihrem Alltag mit dem Euro.

  • , Der Euroraum besteht seit 2026 aus 21 EU-Ländern. Nur 6 EU-Länder haben den Euro noch nicht eingeführt. 21 Länder

    Der Euroraum besteht seit 2026 aus 21 EU-Ländern. Nur 6 EU-Länder haben den Euro noch nicht eingeführt.

  • , An den globalen Finanzmärkten ist der Euro die zweitwichtigste Währung der Welt nach dem US-Dollar. Nummer 2

    An den globalen Finanzmärkten ist der Euro die zweitwichtigste Währung der Welt nach dem US-Dollar.

  • , Alte Schilling-Banknoten oder -Münzen können Sie bei der OeNB kostenlos zu diesem fixen Kurs umtauschen. 1 EUR = 13.7603 ATS

    Alte Schilling-Banknoten oder -Münzen können Sie bei der OeNB kostenlos zu diesem fixen Kurs umtauschen.

  • , Der Euro ist ein Friedensprojekt und das greifbarste Symbol der europäischen Integration. Vereintes Europa

    Der Euro ist ein Friedensprojekt und das greifbarste Symbol der europäischen Integration.

Wie der Euro Wirklichkeit wurde

Die Einführung des Euro als gemeinsame Währung gilt als Meilenstein der europäischen Integration. Auch Österreich hat die größte Währungsumstellung der Geschichte erfolgreich mitgestaltet:

  • 1999 hat Österreich den Euro als Buchgeld eingeführt – als eines von 11 EU-Ländern.
  • 2002 hat Österreich das Euro-Bargeld eingeführt – als eines von 12 EU-Ländern.

Heute ist der Euro die zweitwichtigste Währung der Welt – und ein zuverlässiger Begleiter im Alltag von mehr als 358 Millionen Menschen im Euroraum. Er erfüllt damit eines der wichtigsten Ziele der Europäischen Union: den wirtschaftlichen Wohlstand zu fördern und die Völker Europas enger zu verbinden.

Die Kernidee, Europas Wirtschaft zu stabilisieren, den Handel zu erleichtern und die politische Integration zu vertiefen, begleitet uns seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) im Jahr 1957. Der entscheidende Durchbruch gelang 1992 mit dem Vertrag von Maastricht. Dieser regelte die Umsetzung der drei Stufen der Wirtschafts-und Währungsunion (WWU) und legte damit auch den Zeitplan für die Einführung der gemeinsamen Währung fest.

Der Euroraum im Überblick

Der Euroraum umfasst derzeit 21 EU-Länder. Er ist der zweitgrößte Wirtschaftsraum der Welt nach den USA. An seiner wirtschaftlichen Stärke hat der Euro als gemeinsame Währung einen entscheidenden Anteil.

Welche EU-Länder seit wann mit dem Euro bezahlen, zeigen die nachstehende interaktive Landkarte und die Tabelle.

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Die Euro-Länder im Überblick

Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien

seit 1999 (Buchgeld)

seit 2002 (Bargeld)

Griechenland

seit 2001 (Buchgeld)

seit 2002 (Bargeld)

Slowenienseit 2007
Malta und Zypernseit 2008
Slowakeiseit 2009
Estlandseit 2011
Lettlandseit 2014
Litauenseit 2015
Kroatienseit 2023
Bulgarienseit 2026

Wer entscheidet über den Euro?

Der Euro ist ein Gemeinschaftsprojekt. Alle Entscheidungen über den Euro werden gemeinsam getroffen: vom Eurosystem, also von den nationalen Zentralbanken der Euro-Länder und der Europäischen Zentralbank (EZB). Das oberste Entscheidungsgremium ist der EZB-Rat, in dem die Gouverneur:innen bzw. Präsident:innen der nationalen Zentralbanken der Euro-Länder und das EZB-Direktorium vertreten sind. Das wichtigste Ziel der Zusammenarbeit für den Euro ist, dass die Preise stabil bleiben und der Euro seinen Wert behält.

Was bedeutet das für Sie?

  • Ihr Geld wird von unabhängigen Institutionen geschützt.
  • Die zuständigen Institutionen entscheiden gemeinsam.
  • Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass die Preise stabil bleiben.

Zusammenarbeit für einen stabilen Euro

EZB und Eurosystem arbeiten in erster Linie daran, den Euro zu schützen und seine Kaufkraft zu erhalten. Damit sich Menschen und Unternehmen auf den Euro verlassen können.

  • Die Inflation, also die Preissteigerung, soll nicht zu hoch sein – das Ziel ist 2 % Inflation auf mittlere Sicht. Die gemeinsame Geldpolitik ist auf dieses Ziel der Preisstabilität ausgerichtet.
  • Über die Leitzinsen steuert die gemeinsame Zinspolitik, wie teuer Kredite sind und wie viel Zinsen man auf Ersparnisse bekommt. 
  • Das Euro-Bargeld soll sicher und verfügbar bleiben und weiterhin akzeptiert werden. Deshalb wird gemeinsam eine neue Euro-Banknoten-Serie vorbereitet.
  • Ein stabiles Finanzsystem und sichere Banken sind wichtig für den Euro. Dafür sorgt die gemeinsame Bankenaufsicht.
  • Mit Blick in die Zukunft wird das Projekt zu einem digitalen Euro verfolgt.

Die gemeinsamen Entscheidungen für den Euro werden im EZB-Rat getroffen. OeNB-Gouverneur Martin Kocher ist Mitglied des EZB-Rats und verfügt über ein Stimmrecht im Rahmen des EZB-Systems der rotierenden Stimmrechte. Die Mitglieder des EZB-Rats handeln unabhängig und in streng persönlicher Kapazität (ad personam), nicht als Vertreter:innen ihrer Länder.

Eurosystem und ESZB: Zusammensetzung und Aufgaben

Das Eurosystem besteht aus der EZB und den nationalen Zentralbanken der 21 Euro-Länder.
Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) besteht aus der EZB und den nationalen Zentralbanken aller 27 EU-Länder. 

Das wichtigste Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, die Preise stabil zu halten und – so weit wie möglich – die allgemeine Wirtschaftspolitik in der EU zu unterstützen.

Die grundlegenden Aufgaben sind im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) festgelegt. Sie bestehen darin,

  •  die Geldpolitik der Union festzulegen und auszuführen,
  •  Devisengeschäfte im Einklang mit Artikel 219 AEUV durchzuführen, 
  • die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedstaaten zu halten und zu verwalten, 
  • das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu fördern.

Die OeNB im Eurosystem

Wie arbeitet die OeNB am Euro mit?

Der:die Gouverneur:in der OeNB ist Mitglied im EZB-Rat. So trägt die OeNB direkt zu den Entscheidungen über den Euro bei.

Der EZB-Rat ist das wichtigste Entscheidungsgremium der EZB. Er bestimmt den geldpolitischen Kurs im Euroraum. Dazu gehört, dass er die Leitzinsen festsetzt. Der EZB-Rat besteht aus den Mitgliedern des EZB-Direktoriums und allen Präsident:innen bzw. Gouverneur:innen der nationalen Zentralbanken des Euroraums.

Fachleute der OeNB wirken außerdem in Ausschüssen, Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten der EZB, des Eurosystems und des ESZB mit und unterstützen so tatkräftig die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele.

Schon seit 1999 ist die OeNB Teil des Eurosystems. 

So trifft der EZB-Rat seine Entscheidungen

Entscheidungen im EZB-Rat werden per Abstimmung getroffen. Das EZB-Direktorium selbst hat 6 permanente Stimmen. Für die nationalen Zentralbanken der Euro-Länder gilt derzeit:

  • Die Zentralbanken der 5 größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande – teilen sich 4 Stimmen.
  • Die Zentralbanken der übrigen 16 Länder haben gemeinsam 11 Stimmen.

Das heißt, die nationalen Zentralbanken nehmen zwar an allen Sitzungen des EZB-Rats teil, aber können nicht jedes Mal abstimmen. Das Stimmrecht rotiert.

Dieses Rotationsprinzip ist in Kraft, seit der Euroraum mehr als 18 Mitgliedsländer hat. Also seit dem Beitritt Litauens im Jahr 2015. Sobald der Euroraum aus 22 Ländern (oder mehr) besteht, wird das Abstimmungssystem wieder angepasst: Dann teilen sich jeweils drei Gruppen ihre Stimmen – große, mittelgroße und kleine Volkswirtschaften. 

Was ist der Erweiterte Rat?

Im Erweiterten Rat der EZB sind die nationalen Zentralbanken aller EU-Länder vertreten. Er trifft vor allem technische und administrative Entscheidungen. Geldpolitische Entscheidungen trifft er nicht.

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So wird die EZB finanziert

Die nationalen Zentralbanken aller EU-Länder halten Anteile am Kapital der EZB. Wie hoch die Anteile pro Zentralbank sind, wird anhand eines Schlüssels berechnet. Dieser berücksichtigt, welchen Anteil das betreffende Land an der Gesamtbevölkerung und am BIP der EU hat. Hat ein Land viele Einwohner:innen und/oder eine sehr starke Wirtschaft, so ist sein Anteil am Kapital der EZB höher.

Die EZB passt diese Anteile alle fünf Jahre an – bzw. auch immer dann, wenn ein Land der EU beitritt (oder aus der EU austritt). So spiegeln die Anteile stets die aktuelle Situation der EU-Länder wider. 

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Meilensteine in der Geschichte des Euro

Von der Idee einer gemeinsamen Währung für Europa bis zum Euro-Bargeld in unseren Geldbörsen war es ein langer Weg. Gemeinsam ist es gelungen, Herausforderungen zu meistern, wichtige Etappenziele zu erreichen und Erfolge zu feiern. Der Euro hat mehrere schwere Krisen überstanden – der Euroraum ist dadurch immer stärker zusammengewachsen.

Am 1. Jänner 2026 steigt Bulgarien vom bulgarischen Lev auf die gemeinsame Währung um. Der Euroraum umfasst nun 21 Länder.

Am 1. Jänner 2023 steigt Kroatien von der kroatischen Kuna auf die gemeinsame Währung um. Der Euroraum umfasst nun 20 Länder.

Während der COVID-19-Pandemie kommt es zu einem historischen Wirtschaftseinbruch und einem sprunghaften Ansteigen der Inflation. Die EZB reagiert unter anderem mit einer starken Anhebung der Leitzinsen und verschiedenen speziellen Wertpapier-Ankaufsprogrammen (z. B. PEPP).

Als letzte Banknoten der neuen Europa-Serie werden die 100- und 200-Euro-Banknoten in Umlauf gebracht. 

In der Europa-Serie gibt es keine 500-Euro-Banknote mehr. Das soll helfen, Fälschungen und Geldwäsche zu verhindern. Die 500-Euro-Banknoten der ersten Euro-Serie bleiben weiterhin gültig und im Umlauf.

Seit 2016 genügt die Angabe der internationalen Kontonummer IBAN, um Euro-Zahlungen in die Länder der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zu veranlassen. Die internationale Bankkennzahl BIC braucht man nicht mehr anzugeben.

Damit ist es noch einfacher geworden, europaweit Geld zu überweisen.

Griechenland wird zahlungsunfähig – es kann am 1. Juli 2015 dem Internationalen Währungsfonds eine fällige Rate nicht zurückzahlen. Die Debatte um einen Austritt Griechenlands aus dem Euroraum („Grexit“) gewinnt an Fahrt. Am EU-Gipfel Mitte Juli 2015 kann ein Grexit verhindert werden. Griechenland stimmt einem Hilfsprogramm zu, das strikte Reformen verlangt.

Seit 2014 genügt für Zahlungsaufträge in Österreich die Angabe der internationalen Kontonummer IBAN – ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung von Überweisungen und Lastschriften.

Als erste Banknote der Europa-Serie kommt die neue 5-Euro-Banknote in Umlauf. Die neue Banknoten-Serie zeigt als eines ihrer Sicherheitsmerkmale Europa, die Gestalt aus der griechischen Sage, nach der unser Kontinent benannt ist. Die neuen Sicherheitsmerkmale der Europa-Serie bieten noch besseren Schutz vor Fälschungen. 

Die übrigen Banknoten der Europa-Serie werden in den Folgejahren schrittweise in Umlauf gebracht – und zwar in aufsteigender Reihenfolge, d. h. zuerst die 10-Euro-Banknote, dann die 20-Euro-Banknote usw.

Im Juli 2013 nutzt der EZB-Rat erstmals das geldpolitische Instrument der Forward Guidance, d. h. er gibt Hinweise über seine künftigen geldpolitischen Absichten. In einer Pressekonferenz teilt er mit, dass er davon ausgeht, dass die Leitzinsen für längere Zeit auf einem niedrigen Niveau bleiben werden. Damit konnte er die Finanzmärkte beruhigen, den Unternehmen und den Menschen Planungsicherheit geben und signalisieren, dass die EZB sich nachhaltig für die Preisstabilität einsetzt.

EZB-Präsident Mario Draghi meint in einer Rede im Juli 2012, die EZB werde zur Rettung des Euro alles tun, was notwendig ist: „Whatever it takes“. Diese Aussage wird zu einem geflügelten Wort und unterstreicht die Entschlossenheit, den Euroraum nicht auseinanderbrechen zu lassen.

Obwohl sich die Finanzmärkte beruhigen, werden Programme für eine Reihe von Euro-Ländern entwickelt und umgesetzt.

Die schwerste Krise in der Geschichte des Euro betrifft vor allem Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und Zypern. Die Ursachen liegen unter anderem in der hohen Verschuldung dieser Länder. Zum Teil war diese Verschuldung entstanden, weil die Länder Geld brauchten, um die Folgen der Finanzkrise zu bekämpfen. Der EZB-Rat beschließt im Verlauf dieser Krise auch neue, bisher nicht genutzte Sondermaßnahmen. Damit kann er zum Beispiel bewirken, dass das Finanzsystem weiterhin genügend Liquidität (also Geld) zur Verfügung hat.

Die Weltwirtschaft wird von einer schweren Finanzkrise erfasst. Ausgelöst wurde sie unter anderem durch Spekulationen am Immobilienmarkt in den USA. Den Höhepunkt der Krise markiert der Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers am 15. September 2008. 

Es kommt auch in Europa zu einer schweren Rezession – die Wirtschaft schrumpft. Und auch einige europäische Banken haben Probleme. Die EZB und das Eurosystem treffen Maßnahmen, um den Banken dabei zu helfen, ihre Rolle in der Wirtschaft weiter gut zu erfüllen.

Die Krise führt zu einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern.

Parallel zur Einführung des Euro-Bargelds arbeiten die Banken und Bankenverbände in Europa daran, auch für elektronische Zahlungen europaweit einheitliche Regeln und Standards festzulegen. Sie gründen den Europäischen Zahlungsverkehrsrat (European Payments Council – EPC), der maßgeblich zur Schaffung des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (Single Euro Payments Area – SEPA) beiträgt.

Am 1. Jänner 2002 führen 12 EU-Länder gleichzeitig das Euro-Bargeld ein – die größte Bargeldumstellung der Geschichte. Bereits am 2. Jänner 2002 wird der Euro in Österreich für 50 % aller Zahlungen verwendet; nach wenigen Tagen liegt diese Quote bei über 80 %.

Um für die Erstausgabe der Euro-Banknoten und -Münzen gerüstet zu sein, bestellen die österreichischen Banken bei der OeNB Euro-Bargeld im Wert von rund 10,2 Mrd EUR, nämlich

  • rund 5,3 Millionen Euro-Startpakete zum Preis von je 200 ATS für die Menschen und
  • rund 600.000 Euro-Startpakete zum Preis von je 2.000 ATS für Unternehmen.

Das Startpaket für die Menschen enthält 33 Euro-Münzen im Wert von 14,54 EUR. 
Das Startpaket für Unternehmen enthält 13 Euro-Münzrollen mit insgesamt 525 Münzen im Wert von 145,50 EUR. 

Die OeNB erreicht mit 74 % des Bargeldumlaufs die höchste Vorverteilungsrate im gesamten Euroraum.

In Österreich werden für die Erstausgabe des Euro-Bargelds am 1. Jänner 2002 insgesamt 1,5 Milliarden Euro-Münzen (Wert: 645 Mio EUR) und 360 Millionen Euro-Banknoten (Wert: 18,1 Mrd EUR) vorbereitet.

Mit 1. Jänner 1999 führen elf EU-Länder den Euro als Buchgeld ein – er wird vorerst nur als Rechnungseinheit für Bankkonten verwendet. Der Euro ersetzt die bisherige gemeinsame Rechnungseinheit ECU zum Kurs von 1:1. 

Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) tritt in Kraft und verwaltet die gemeinsame Währung.

Für die alten Währungen (Vorgängerwährungen) der Euro-Länder gelten unwiderrufliche Umrechnungskurse zum Euro. Für den österreichischen Schilling lautet der Kurs 1 EUR = 13,7603 ATS.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird am 1. Juni 1998 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main (Deutschland). Die EZB folgt dem Europäischen Währungsinstitut (EWI) nach, das wichtige Vorarbeiten für die Errichtung der EZB und die gemeinsame Währung leistete. 

Die erste große Aufgabe der EZB war die Einführung des Euro. Seither sorgt sie dafür, dass der Euro seinen Wert behält und die Preise im Euroraum stabil bleiben.

Das unterstützt das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. 

Der österreichische Designer Robert Kalina gewinnt den Design-Wettbewerb für die erste Serie der Euro-Banknoten. Die Fenster und Tore auf der Vorderseite symbolisieren den europäischen Geist der Offenheit und der Kooperation. Die Brücken auf der Rückseite stehen für die Verständigung – zwischen den Menschen in Europa ebenso wie zwischen Europa und der Welt.

Den Design-Wettbewerb für die gemeinsame Seite der Euro-Münzen gewinnt der Belgier Luc Luycx. Die nationalen Seiten der Euro-Münzen kann jedes Land selbst gestalten.

Am 15. Dezember 1995 legt der Europäische Rat von Madrid den Namen der zukünftigen gemeinsamen Währung fest: Euro. 

Der Name leitet sich direkt von „Europa“ ab und steht für die gemeinsame Identität und die enge Zusammenarbeit der Länder unseres Kontinents. Ein Argument für die Namenswahl ist außerdem, dass „Euro“ in allen Sprachen leicht auszusprechen ist.

Am 1. Jänner 1995 wird Österreich – wie auch Finnland und Schweden – Mitglied der EU. Österreich tritt auch dem Wechselkursmechanismus (WKM) bei. Die OeNB ist ab jetzt bei den informellen Treffen der EU-Finanzminister (informeller ECOFIN) vertreten.

Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet. Es soll unter anderem die gemeinsame Geldpolitik in der EU koordinieren, die Zusammenarbeit der nationalen Zentralbanken fördern und die Europäische Zentralbank (EZB), das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) und die Einführung des Euro vorbereiten. 

Die OeNB ist in die Arbeiten des EWI direkt eingebunden, denn die Leiter:innen der nationalen Zentralbanken sind in seinem obersten Entscheidungsgremium, dem EWI-Rat, vertreten.

Das EWI ist die Vorgängerinstitution der EZB.

Der Vertrag von Maastricht (Vertrag über die Europäische Union) wird am 7. Februar 1992 unterzeichnet und tritt am 1. November 1993 in Kraft. Der Vertrag sieht die verbindliche Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) in drei Stufen vor, die bis zum Jahr 1999 umgesetzt werden:

  • erste Stufe: Liberalisierung des Kapitalverkehrs, stärkere Zusammenarbeit der Zentralbanken, freie Nutzung des ECU
  • zweite Stufe: Gründung des Europäischen Währungsinstituts (EWI), Vorbereitung der EZB, Erfüllung der Konvergenzkriterien durch die Mitgliedsländer
  • dritte Stufe: unwiderrufliche Festlegung der Wechselkurse, Einführung der gemeinsamen Währung, gemeinsame Geldpolitik

Das Europäische Währungssystem (EWS) wird eingerichtet. Es soll die Wechselkurse in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) stabilisieren.

Die Europäische Währungseinheit (European Currency Unit – ECU) wird eingeführt. Der ECU wird vorerst nur als Rechnungseinheit genutzt. 

Die EWG-Länder vereinbaren eine bestimmte Schwankungsbreite für den Kurs ihrer Währungen. Das ist der Beginn des Wechselkursmechanismus (WKM).

Wie sich der Euro weiterentwickelt

Damit wir auch in Zukunft moderne und sichere Zahlungsformen und stabile Finanzstrukturen nutzen können, entwickelt die EZB den Euro laufend weiter. Sie arbeitet dafür eng mit den nationalen Zentralbanken des Euroraums zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei: Wahlfreiheit. Alle Menschen sollen auch künftig selbst entscheiden können, wie sie bezahlen möchten – ob mit Bargeld, Karte oder anderen digitalen Lösungen. So bleibt Europa gemeinsam stark – heute und morgen.

Was sich beim Bezahlen verändern kann

In den nächsten Jahren werden neue Technologien das Bezahlen weiter verändern:

  • kontaktloses Bezahlen wird noch häufiger genutzt werden
  • Online-Zahlungen und Zahlungen per Smartphone werden einfacher
  • neue digitale Lösungen kommen hinzu

Wichtig: Bargeld bleibt weiterhin verfügbar. Und wird mit der neuen Euro-Banknoten-Serie noch sicherer.

Neue Euro-Banknoten

Die Europäische Zentralbank (EZB) arbeitet derzeit an der dritten Serie der Euro‑Banknoten. Dabei berücksichtigt sie auch die Meinung der Menschen in Europa. Unsere neuen Banknoten sollen zukunftstauglich sein: fälschungssicher, nachhaltig und umweltfreundlich. Und sie sollen die Menschen noch besser ansprechen.

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Digitaler Euro

Zusammen mit den nationalen Zentralbanken des Euroraums prüft die EZB die mögliche Einführung eines digitalen Euro. Ein digitaler Euro wäre so gedacht, dass er wie digitales Bargeld funktioniert: Die Menschen könnten damit rasch, unabhängig und sicher im ganzen Euroraum digital bezahlen. Ein digitaler Euro wäre also eine Ergänzung zu unseren Euro-Banknoten und -Münzen – sozusagen ihr digitaler Zwilling. 

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Häufig gestellte Fragen zum Euro

Der Euro wurde eingeführt, um die Wirtschaft in der EU noch besser zu unterstützen und den europäischen Binnenmarkt zu fördern. Das funktioniert, weil die Menschen und Unternehmen in Europa mit dem Euro einfacher bezahlen und handeln können.

Für Sie bedeutet der Euro, dass Sie

  • in vielen europäischen Ländern mit derselben Währung bezahlen können
  • vor einer Reise in diese Länder kein Geld mehr wechseln müssen (und daher auch keine Wechselspesen bezahlen)
  • die Preise in den unterschiedlichen Ländern besser vergleichen können

Das Euro-Zeichen "€" steht für den ersten Buchstaben des Wortes „Europa“. Es ist angelehnt an den griechischen Buchstaben Epsilon (ɛ), mit dem das Wort „Europa“ im Griechischen beginnt. Der Name unseres Kontinents geht auf den Namen einer Gestalt aus der griechischen Sage zurück: Europa war eine phönizische Prinzessin, in die sich Göttervater Zeus verliebt hatte. In Gestalt eines Stiers trug er Europa mit sich fort.

Derzeit verwenden folgende EU-Länder (noch) ihre nationalen Währungen: Dänemark, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn.

Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn warten aus verschiedenen Gründen mit der Einführung des Euro noch ab.

Dänemark hat im Vertrag von Maastricht eine Ausnahmeregelung (Opt-out) erwirkt. Das Land ist daher rechtlich nicht verpflichtet, den Euro als Währung einzuführen.
Seit 1999 nimmt Dänemark am Wechselkurs­-Mechanismus II (WKM II) teil, d. h. der Wechselkurs der dänischen Krone ist – innerhalb einer Bandbreite – an den Euro gebunden. 

Die Teilnahme am WKM II ist eine Voraussetzung für eine spätere Einführung des Euro.

Ja, einige Länder und Gebiete, die nicht in der EU sind, verwenden den Euro als ihre Währung:

  • Andorra
  • Kosovo
  • Montenegro
  • Monaco
  • San Marino
  • Vatikanstadt

In einigen Regionen außerhalb Europas wird der Euro auch als offizielles Zahlungsmittel genutzt. Zum Beispiel in den französischen Überseegebieten oder weiteren französischen Gebieten im Indischen Ozean und im Pazifik – etwa auf der Insel Réunion.

Bevor ein EU-Land den Euro einführen darf, muss es eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen – die Konvergenzkriterien (oder Maastricht-Kritierien). Das heißt, es muss nachweisen, dass es mit den Euro-Ländern wirtschaftlich mithalten kann. Außerdem muss es mindestens zwei Jahre lang erfolgreich am Wechselkurs-Mechanismus II (WKM II) teilgenommen haben.

Die Konvergenzkriterien beziehen sich auf die Entwicklung der Preise (d. h. die Inflation), die Staatsverschuldung, die Wechselkurse und die langfristigen Zinssätze.

Wenn ein Land den Euro als Währung übernimmt, wird für seine alte Währung (die sogenannte Vorgänger-Währung) ein unwiderruflicher Euro-Umrechnungskurs festgelegt. Zu diesem Kurs kann man die Vorgänger-Währung gegen Euro tauschen. Für die Vorgänger-Währungen aller Euro-Teilnehmerländer gibt es solche Euro-Umrechnungskurse, die immer gleich bleiben. Für den österreichischen Schilling lautet der Kurs 1 EUR = 13,7603 ATS.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) ist ein Regelwerk der EU. Er stellt die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion dar. Er soll die Finanzpolitiken der EU-Länder überwachen und koordinieren und so sicherstellen, dass die Länder solide öffentliche Finanzen haben. Das heißt, dass sie nicht zu hohe Schulden machen und dass ihre Haushaltsdefizite nicht so groß sind, dass sie den Euro gefährden.

Sollten noch Fragen offen sein, können Sie uns gerne kontaktieren!

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