Strukturelle und institutionelle Herausforderungen für die österreichische Volkswirtschaft: Die OeNB als Anwältin der langen Frist

01. September 2026
OeNB Report 2026/23
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Zusammenfassung

Mehrere langfristige Herausforderungen für die österreichische Volkswirtschaft treffen gleichzeitig aufeinander und verstärken sich teilweise gegenseitig. Eine alternde Bevölkerung erhöht die Ausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege und reduziert zugleich das Arbeitskräfteangebot. Gleichzeitig sinkt das langfristige Wachstumspotenzial, während steigende Zinsausgaben den budgetären Spielraum einschränken. Produktivitätssteigerungen und Investitionen gewinnen damit zusätzlich an Bedeutung. Hinzu kommt ein schwierigeres internationales Umfeld, in dem geopolitische Fragmentierung die Vorteile offener Märkte zunehmend unter Druck setzt. Diese langfristigen Herausforderungen Österreichs brauchen Antworten.

Highlights

Weichen sind jetzt zu stellen
Das Zusammenspiel der langfristigen Herausforderungen erhöht die Dringlichkeit struktureller Weichenstellungen. Viele Anpassungen wirken erst über längere Zeiträume und lassen sich nicht kurzfristig nachholen.

Notwendige Reformen dürfen nicht aufgeschoben werden
Sonst können sich wirtschafts politische Handlungsspielräume verengen und die später erforderlichen Anpassungen größer und kostspieliger ausfallen.

OeNB bringt ihre Expertise verstärkt in Debatte ein
Die OeNB wird sich künftig als „Anwältin der langen Frist“ noch stärker den langfristigen strukturellen Herausforderungen Österreichs widmen – mit vertiefenden Analysen und Veranstaltungen.