Monitoringbericht der Nationalen Finanzbildungsstrategie für Österreich 2025
Zusammenfassung
Das aktuelle Monitoring der Nationalen Finanzbildungsstrategie (NFBS) zeigt gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 149 auf 195 erfasste aktive Maßnahmen. Mit einem Netto-Zuwachs von 30 Maßnahmen verzeichneten Face-to Face-Formate (F2F) den stärksten Anstieg. Dabei erhöhte sich sowohl die Reichweite (über 155.000 erreichte Personen, +19,6 %) als auch die Verfügbarkeit des F2F-Angebots in den Bundesländern. Trotz eines soliden F2F-Angebots für erwachsene Zielgruppen ist die Zahl der über F2F-Maßnahmen erreichten Personen deutlich geringer als bei jungen Zielgruppen. Inhaltlich gestärkt wurde das Angebot zu Themen des finanzi ellen Alltags, während Digitalisierung und Betrugsprävention nach wie vor schwächer verankert sind.
Highlights
Bessere regionale Abdeckung
Die Ausweitung des F2F Maßnahmenangebots der NFBS zeigt sich besonders in einer stäkeren regionalen Abdeckung der westlichen und südlichen Bundesländer. Zudem sind 82,2 % der F2F-Maßnahmen sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten verfügbar.
Potenzial bei erwachsenen Zielgruppen
Trotz eines soliden F2F-Angebots für erwachsene Zielgruppen entfielen auf diese Gruppen nur 6,1 % der über F2F-Maßnahmen erreichten Personen. Hingegen entfielen bei Online-Angeboten 50,3 % der Website-Zugriffe und bei Online-Materialien 60,3 % der Downloads auf Maßnahmen für erwachsene Zielgruppen.
Aufholbedarf bei Digitalisierung und Betrug
Digitalisierung bleibt mit 41 von 195 Maßnahmen deutlich hinter anderen übergreifenden Prioritäten zurück; zugleich werden Täuschung und Betrug nur von sieben Maßnahmen adressiert, obwohl gerade digitale Finanzkompetenz und Betrugsprävention stark an Bedeutung gewinnen.