Welche Klimarisiken gibt es?
Es werden zwei Arten von Klimarisiken unterschieden:
- Physische Risiken: Chronische Wasserknappheit sowie Extremwetter wie Hitze, Überschwemmungen oder Stürme können Betriebe, Infrastruktur und Ernten schädigen und die Produktivität dämpfen.
- Transitionsrisiken entstehen aus dem Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft, etwa wenn Firmen ihre Geschäftsmodelle nicht rechtzeitig an neue Regeln und Technologien anpassen oder wenn Regierungen unerwartete Maßnahmen ergreifen.
Diese und andere umweltbezogene Risiken können die Verbraucherpreise und die Preise an Finanzmärkten beeinflussen. Werden sie unterschätzt, kann es zu Fehlentscheidungen, finanziellen Verlusten sowie zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten kommen.
Gleichzeitig entstehen Chancen durch die Klimawende, also durch den Umbau hin zu einer klimaangepassten und emissionsarmen Wirtschaft. Dieser Umbau erfordert große Investitionen, etwa in Energie, Infrastruktur und neue Technologien. Green Finance kann dazu beitragen, diese Investitionen zu finanzieren, indem Klimarisiken und Klimaziele in Finanzentscheidungen einbezogen werden. Der Markt für nachhaltige Finanzprodukte wächst. Als Standard gilt ESG (Environmental, Social and Corporate Governance). Gleichzeitig bestehen Risiken wie Greenwashing, wenn Produkte als nachhaltiger dargestellt werden, als sie tatsächlich sind. Das untergräbt das Vertrauen und schwächt die Effizienz der Finanzmärkte.