OeNB-Exportindikator
Anhaltender Aufwärtstrend der Güterexporte
Ergebnisse des OeNB-Exportindikators vom September 2026
09.09.2026
Erstes Halbjahr 2026: Zunehmende Exportdynamik
Die österreichischen Güterexporte haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich an Schwung gewonnen. Nach 3,1 % (nominell, im Vorjahresvergleich) im ersten Quartal sind sie im zweiten Quartal um 7,8 % gestiegen. Im Juni fiel das unbereinigte Wachstum im Jahresabstand mit 15,4 % sehr stark aus, Arbeitstagseffekte stützten die robuste Exportdynamik zusätzlich. Aber auch gegenüber dem Vormonat fiel das saison- und arbeitstägig bereinigte Wachstum mit 1,5 % kräftig aus.
Im Durchschnitt der ersten sechs Monate des Jahres betrug das Wachstum der österreichischen Güterexporte 5,4 %. Von den wichtigsten österreichischen Exportmärkten stechen vor allem das Vereinigte Königreich (+15,1 %) und die Schweiz (+11,6 %) heraus. Die Ausfuhren nach Deutschland stiegen mit + 5,8 % etwas schwächer als die gesamten Ausfuhren in den Euroraum (+6,3 %). Dem steht ein Rückgang der Exporte in die USA (-4,0 %) gegenüber. Nach Gütergruppen betrachtet waren es Fahrzeuge (+9,5%), chemische Erzeugnisse (+8,5 %), bearbeitete Waren (+4,4 %) und Maschinen (+4,0 %), die das Exportwachstum stützten.
LKW-Fahrleistungsdaten zeigen anhaltenden Aufwärtstrend der Güterexporte
Gemäß den aktuellen Ergebnissen des auf LKW-Fahrleistungsdaten basierenden OeNB-Exportindikators sind die nominellen Güterexporte im Juli und August um 0,6 % bzw. 0,7 % gestiegen (zum Vormonat, saison- und arbeitstägig bereinigt).
Im Jahresabstand ergibt das ein (unbereinigtes) Exportwachstum von 9,8 % und 11,3 % für die Monate Juni und Juli.
| LKW−Fahrleistung | Güterexporte nominell | LKW−Fahrleistung | Güterexporte nominell | LKW−Fahrleistung | Güterexporte nominell | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung zum Vorjahr in % | Veränderung zur Vorperiode in % | |||||
| Nicht bereinigt | Saison- und arbeitstägig bereinigt | |||||
| 2026M02 | 4,0 | 2,5 | 4,0 | 2,5 | 1,1 | 2,1 |
| 2026M03 | 7,3 | 10,4 | 5,0 | 7,7 | 1,3 | 3,1 |
| 2026M04 | 3,2 | 7,0 | 1,7 | 5,4 | -1,6 | 0,2 |
| 2026M05 | -1,7 | 1,0 | 2,7 | 6,2 | 0,5 | 0,3 |
| 2026M06 | 10,8 | 15,4 | 6,0 | 9,8 | 1,3 | 1,5 |
| 2026M07 | 3,4 | 9,8 | 3,3 | 9,8 | -0,1 | 0,6 |
| 2026M08 | 6,7 | 11,3 | 5,7 | 9,0 | 1,0 | 0,7 |
| 2025Q3 | 1,5 | -0,3 | 1,3 | -0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 2025Q4 | 0,8 | 2,2 | 0,9 | 2,5 | -0,2 | 0,7 |
| 2026Q1 | 3,4 | 3,1 | 3,7 | 3,4 | 2,7 | 2,1 |
| 2026Q2 | 4,0 | 7,8 | 3,4 | 7,1 | 0,4 | 3,6 |
| 2024 | -1,4 | -4,8 | -1,9 | -5,2 | -1,9 | -5,2 |
| 2025 | 0,2 | -0,7 | 0,3 | -0,6 | 0,3 | -0,6 |
| Anmerkung: Fett markierte Werte sind Prognosewerte. | ||||||
| Quelle: ASFINAG−Maut Service GmbH, Statistik Austria und OeNB. | ||||||
Vorlaufindikatoren signalisieren anhaltende Exportkonjunktur
Die Exportauftragseingänge laut EinkaufsManagerIndex der UniCredit/Bank Austria sind im August nach Rückgängen im Juli und August stark gestiegen. Die Einschätzung der Exportauftragsbestände durch die Unternehmen laut Umfrage der EK zeigte im August trotz eines leichten Rückgangs den zweithöchsten Wert seit zweieinhalb Jahren. Beide Indikatoren deuten daher auf eine anhaltend starke Exportdynamik hin.