OeNB-Exportindikator

Starker Start der Exporte ins Jahr 2026

Ergebnisse des OeNB-Exportindikators vom März 2026

17.03.2026

2025: Geringfügiger Rückgang der Güterexporte um 0,5 %
Die österreichische Exportwirtschaft hat zwei herausfordernde Jahre hinter sich. Nach einem Rückgang der nominellen Güterexporte um 4,8 % im Jahr 2024 aufgrund der schwachen europäischen Konjunktur war das Jahr 2025 stark durch die Verwerfungen aufgrund der US-Zollpolitik geprägt. Nach einem schwachen ersten Halbjahr stabilisierte sich die Exporttätigkeit jedoch in der zweiten Jahreshälfte. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich ein marginaler Rückgang der nominellen Güterexporte um 0,5 %. Damit hat die österreichische Exportwirtschaft das herausfordernde Jahr 2025 mit einem blauen Auge überstanden.
Das Jahr 2025 war von deutlichen Verschiebungen der Exportmarktstruktur geprägt. Die Güterexporte in die USA gingen um 20 % zurück, die Exporte nach Russland sanken um 8 %; jene nach China um gut 4 %. Die Exporte nach Deutschland sanken leicht (-1 %). Starke Zuwächse gab es hingegen bei den Ausfuhren nach Japan (+26 %), Italien (+7 %), Tschechien (+7 %), Niederlande (+7 %), UK (+7 %) und Tschechien (+6 %). Diese Entwicklungen waren jedoch großteils Gegenbewegungen noch Rückgängen in den Jahren 2023 und 2024. Nach Gütergruppen betrachtet waren es die Exporte von pharmazeutischen Produkten (-14 %), die mit einem Wachstusmbeitrag von -1,4 Prozentpunkte die Entwicklung der gesamten Exporte bestimmten.

LKW-Fahrleistungsdaten signalisieren kräftige Erholung zum Jahresbeginn 2026
Gemäß den aktuellen Ergebnissen des auf LKW-Fahrleistungsdaten basierenden OeNB-Exportindikators haben sich die nominellen Güterexporte im Jänner und Februar 2026 erholt. Im Jänner fiel das Plus mit 0,6% (zum Vormonat, saison- und arbeitstägig bereinigt) noch moderat aus. Im Februar war hingegen ein sehr kräftiges Wachstum von 3,5 % gegenüber Jänner zu verzeichnen.
Im Jahresabstand sind die Exporte im Jänner aufgrund eines hohen Werts im Jänner 2025 leicht gesunken (-1,1 %). Im Februar hingegen war ein Wachstum von 4,5 % zu verzeichnen.

Nominelles und reales Wachstum der Güterexporte (saison- und arbeitstägig bereinigt)
LKW-Fahrleistung und Güterexporte
  LKW−Fahrleistung Güterexporte nominell LKW−Fahrleistung Güterexporte nominell LKW−Fahrleistung Güterexporte nominell
 
  Veränderung zum Vorjahr in % Veränderung zur Vorperiode in %
  Nicht bereinigt Saison- und arbeitstägig bereinigt
 
2025M08 -2,8 -3,1 0,8 0,8 -1,2 1,4
2025M09 5,1 5,7 1,5 1,6 0,8 1,3
2025M10 0,6 0,5 0,4 0,3 0,1 -1,5
2025M11 -0,2 2,5 2,4 5,2 0,4 2,4
2025M12 2,1 6,2 -0,2 3,5 -2,8 -2,0
2026M01 -1,6 -1,1 1,9 1,1 3,2 0,6
2026M02 4,0 4,5 3,9 4,5 1,2 3,5
 
2025Q1 -1,5 -3,1 -1,9 -3,4 0,1 1,5
2025Q2 -0,2 -1,5 0,7 -0,5 1,0 0,2
2025Q3 1,5 -0,3 1,4 -0,5 0,3 0,4
2025Q4 0,8 2,8 0,9 3,0 -0,5 0,8
 
2024 -1,4 -4,8 -1,9 -5,2 -1,9 -5,2
2025 0,2 -0,5 0,3 -0,4 0,3 -0,4
 

 

Aufwärtstrend der Vorlaufindikatoren hielt im Februar noch an
Die Exportauftragseingänge laut EinkaufsManagerIndex der UniCredit/Bank Austria und die Einschätzung der Exportauftragsbestände haben im Februar nach eine Rückprall im Jänner ihren Aufwärtstrend fortgesetzt  (siehe Abbildung 2, rechts). Da beide jedoch vor dem Ausbruch des Irankriegs erhoben wurden, haben sie angesichts der aktuellen Lage keine Aussagekraft zur zukünftigen Exportentwicklung.

Die Grafiken zeigen die LKW-Fahrleistung und Güterexporte sowie die Vorlaufindikatoren für den Außenhandel.